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Heiße Schokolade

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Langsam ist es so weit: Weihnachten steht vor der Tür. Auch wenn ich dieses Jahr durch meinen Aufenthalt in der Republik Moldau keine ganz typische Vorweihnachtszeit verbracht habe, sind Chișinăus Straßen so üppig dekoriert, dass sich die Weihnachtsstimmung bei mir im Nullkommanichts eingestellt hatte. Schnee, ein kleiner internationaler Weihnachtsbazar sowie das Kochen eines traditionell deutschen Glühweins für die Weihnachtsfeier meiner Organisation haben dann ihr Übriges getan. Natürlich hoffe ich, ihr hattet ebenfalls eine schöne Vorweihnachtszeit und könnt die Feiertage mit Lieblingsmenschen verbringen.

Während ich früher an den Weihnachtsfeiertagen kaum abschalten konnte, genieße ich die Entschleunigung inzwischen sehr. Nach einem ausgiebigen Spaziergang setze ich mich sehr gerne mit einem Buch aufs Sofa und trinke dabei Tee oder auch heiße Schokolade. Letztere bereite ich am allerliebsten frisch zu, was erstaunlicherweise nur unwesentlich länger dauert als Kakaopulver in Pflanzenmilch einzurühren. Wie auch ihr in wenigen Minuten leckere, glücklich machende heiße Schokolade hertstellt, lest ihr hier:

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Zutaten für 2 Tassen:

♥ 70 g vegane Zartbitterschokoraspeln, -tropfen oder feingehackte Zartbitterschokolade um die 70% Kakaoanteil

♥ 250 ml Pflanzenmilch

♥ 150 ml Pflanzensahne

♥ 1-2 EL Ahornsirup

♥ 1 Prise Salz

♥ optional: Zimt oder andere Wintergewürze

♥ optional zum Dekorieren: Pflanzensahne, Schokosirup, vegane Marshmallos oder Zuckerstangenstückchen…

Zubereitung:

1. Pflanzenmilch und -sahne in einen Topf geben und die Schokolade hinzufügen. Unter stetigem Umrühren mit einem Schneebesen vorsichtig auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Flüssigkeit sollte nicht kochen, aber die Schokolade sollte sich in der Flüssigkeit vollständig aufgelöst haben.

2. Salz, Ahornsirup und ggf. weitere Gewürze hinzufügen. In Lieblingstassen füllen.

3. Nach Geschmack dekorieren. Das ist mein zweitliebster Teil, gleich nach dem Genießen. Falls ihr Sahne verwenden mögt, würde ich empfehlen, die heiße Schokolade leicht abkühlen zu lassen, damit sie euch nicht gleich davonläuft und die Süßigkeiten besser halten.

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PS: Nein, ich habe (leider) keine veganen Marshmallows im Gepäck gehabt. Dieses Rezept habe ich für euch schon vor meiner Abreise vorbereitet, das hat die Zeit gerade noch hergegeben.

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Vegane Cinnamon Rolls mit Frosting

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Tübingen hat nicht viele Spots, die für Veganer*innen sonderlich interessant sind. Wenn neben dem Essen auch noch die Atmosphäre in den Blick genommen wird…well…lassen wir das. Das Willi in der Wilhelmstraße ist mir da eine willkommene Ausnahme, nicht zuletzt, da es mit seinem Second-Hand-Interieur auch in Berlin verortet sein könnte und mich an Tagen, an denen ich wehmütig an meine Herzensstadt denke, mit Matcha-Cupcakes tröstet.

Das Café ist nicht rein vegan, hat jedoch eine kleine, aber feine wechselnde Auswahl. Neben Cupcakes gibt es Nussecken, Kuchen und sagenhaft gute Panini mit Grillgemüse. Pflanzenmilch ist hier kein Fremdwort, wer statt den Pappbecher mitzunehmen eine eigene Tasse to go mitbringt, bekommt Rabatt, wer Edelstahldosen auf den Tresen legt und fragt, ob der Kuchen auch dort hinein gepackt werden könne, wird nicht komisch angeschaut, sondern erntet Lob und die gebrauchten Möbel, auf oder an denen mensch sitzt, sind verkäuflich (unser Sofa ist übrigens von dort). Achja, hatte ich die Kleidertauschparties und Flohmärkte, die hier ausgerichtet werden, erwähnt? Ihr versteht, warum ich es hier mag…

Falls ihr euch nun fragt, wie ich den Bogen von einer eher ungeplanten Cafévorstellung zu Zimtschnecken schlagen möchte, aufgepasst: Der große Nachteil, beim Besuch von nicht rein veganen Restaurants und Cafés ist die Tatsache, dass einem auch immer wieder unvegane „Leckereien“ begegnen, die zwar super ausschauen, aber die eben nicht tierleidfrei sind. Und so schmachte ich hier schon seit Ewigkeiten die Zimtschnecken mit Frosting an, insbesondere dann, wenn ich mit Leuten dort bin, die ebendiese bestellt haben. Damit die unerfüllte Lust nach Cinnamon Rolls nun endlich ein Ende hat, habe ich mir in „Selbst-ist-die-Frau-Manier“ eben selbst welche gebacken.

Ein Rezept hätte ich sicherlich gefunden, aber das wäre langweiliger gewesen als einfach in den (Kühl-)Schrank zu schauen und mit dem zu backen, was noch da war und das Internet dann wiederum mit einem weiteren veganen Zimtschnecken-Rezept zu erfreuen. Übrigens mein zweites, denn vor gefühlt 100 Jahren habe ich schonmal ein Rezept für Zimtschnecken veröffentlicht, diese sind aber mit Fertig-Blätterteig gemacht. Und die Bilder sind…ach, ich werde ganz nostalgisch, wenn ich an die Digicam denke, die ich zu meinem 18. Geburtstag bekommen habe…aber genug Nähkästchenplauderei für heute, hier endlich das Rezept:

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Zutaten:

Für den Teig

♥ 300 g Dinkelmehl Type 603

♥ 160 ml Pflanzenmilch

♥ 5 g Trockenhefe

♥ 50g Roh-Rohrzucker

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ 1 Prise Salz

Für die Füllung

♥ 80 g vegane Margarine oder Rapsöl

♥ 80 g Roh-Rohrzucker

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ 1 Prise gemahlene Vanille

♥ 1 Apfel

♥ 60 g Rosinen (optional)

Fürs Frosting

♥ 75 g Puderzucker

♥ 2 EL Zitronensaft oder Wasser

Zubereitung:

1. Für den Teig das Mehl in eine Schüssel sieben. Pflanzenmilch auf dem Herd oder in der Mikrowelle auf eine lauwarme Temperatur erhitzen. Die Hefe zur Pflanzenmilch geben, umrühren und rund 5 Minuten stehen lassen.

2. Pflanzenmilch und Hefe zum Mehl geben und unter Zugabe der restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten. Mindestens eine Stunde ruhen lassen. Anschließend auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen. Mein Teigstück war am Ende ca. 35×45 cm groß.

3. Falls für die Füllung Margarine verwendet wird, diese schmelzen (das Öl bedarf keiner weiteren „Vorbehandlung“) und mit dem Zucker, dem Zimt und der Vanille vermengen. Auf dem ausgerollten Teig verteilen.

4. Apfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend den Apfel in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit – falls erwünscht – den Rosinen auf der Füllung verteilen.

5. Teig von der Längsseite her aufrollen und die Teigrolle anschließend in gleichmäßige Stücke schneiden.

6. Springform mit 26 cm Durchmesser einfetten und die Zimtschnecken in diese hineinsetzen. Bei 180° C für 22-25 backen, bis sie leicht gebräunt sind.

7. Fürs Frosting den Puderzucker sieben und anschließend mithilfe eines Schneebesens mit der Flüssigkeit vermengen. Ich mag den Kontrast zwischen süß und sauer, weshalb ich gerne Zitronensaft verwende, aber mit Wasser oder Saft funktioniert das ganze natürlich auch.

8. Wer möchte, dass das Frosting fest wird, sollte die Zimtschnecken vor dem besprenkeln mit dem Frosting am besten abkühlen lassen, ich esse sie aber am liebsten, wenn sie noch etwas warm sind und das Frosting noch flüssig ist.

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Grünkohlpesto

Grünkohlpesto #1

Mit etwas Verspätung habe ich Grünkohl dieses Jahr nun auch so richtig für mich entdeckt, abgesehen von der Zubereitung meiner heiß geliebten Grünkohl-Chips (mein Lieblingsrezept poste ich demnächst auch), habe ich dem Wintergemüse bislang nämlich keine allzu zentrale Rolle eingeräumt. Vor ein paar Tagen habe ich auf die offensivst mögliche Art beschlossen, dies zu ändern, indem ich einfach meinen halben Kühlschrank mit Grünkohl vollgepackt habe. So bleibt mir jetzt keine andere Möglichkeit als mir Rezepte zu überlegen. Den Anfang macht ein Pesto aus rohem Grünkohl, das ich mir nicht nur zu Nudeln, sondern auch zu Ofenkartoffeln, als Brotaufstrich oder zum Salat vorstellen kann.

Grünkohlpesto #2

Zutaten:

♥ 100 g Grünkohl (85 g ohne Strunk)

♥ 4 EL hochwertiges Olivenöl (oder mehr nach Geschmack)

♥ 1 Knoblauchzehe

♥ 20 g Pinienkerne

♥ 20 g Kürbiskerne

♥ Salz nach Geschmack (ca. ½ – 1 TL)

Zubereitung:

1. Grünkohl gründlich waschen, anschließend das Blattgrün ganz nah am Strunk abschneiden. Blätter grob zerkleinern.

Grünkohl Strunk

2. Alle Zutaten mithilfe eines Pürierstabs oder Mini-Mixers zu einem cremigen Pesto verarbeiten.

3. Falls ihr das Pesto zu Nudeln esst, am besten mit ein paar EL Nudelwasser vermengen, dann verteilt es sich besser.

Grünkohlpesto #3

Apfel-Rüben-Salat

Apfel-Rüben-Salat #1

„Rote Karotten? Klar, kenne ich inzwischen…ach nee, Roter Rettich soll das sein?! Ha, wieder was gelernt.“ Als ich die rote Rübe heute im Biomarkt im Regal vor mir liegen sah, war dies in etwa mein Gedankengang und da ich ja bekanntermaßen eher von der neugierigen Sorte bin, blieb mir natürlich nichts anderes übrig, als einen Bund in meinem Körbchen zu platzieren. Eine Idee, was ich damit machen wollte, hatte ich auch schon…

Rüben

Einer meiner liebsten Salate, die ich regelmäßig zubereite und schon längst hatte verbloggen wollen, ist nämlich Karotten-Rettich-Salat (ich mache ihn manchmal mit, manchmal ohne Apfel) . Während ich normalerweise einfach weißen Rettich nehme, stellte ich mir heute eine orange-weiß-lila Version vor. Beim Schälen dann die Überraschung: Ist ja gar nicht durchgefärbt, sondern nur oberflächlich noch ein bisschen pink. Etwas hellrosa Farbe blieb am Ende im Salat noch zu erahnen, sie war aber wesentlich schwächer als gedacht. Noch mehr gelernt.

Roter Rettich

Doch auch, wenn das Ergebnis letztendlich nicht immer ganz so aussieht, wie man es sich anfänglich ausmalt, heißt das ja nicht, dass es automatisch schlecht ist. Geschmeckt hat der Salat zumindest sehr gut und durch das Grün der Petersilie hat auch der von mir so heiß geliebte Kontrast (buntes Essen ist einfach das Beste!!) Einzug auf den Salatteller gehalten. Happy End :)

Das Rezept, das ich mit euch teile, bezieht sich auf meine heutige Zusammenstellung, wenn ihr es lila mögt, könnt ihr natürlich auch durch entsprechende Karotten oder vielleicht sogar Rotkohl ergänzen. Die Gewichte beziehen sich auf die ungeschälten Rüben, die ich hatte und sind nur als ungefähre Werte zu verstehen. Wenn die Karotte 15 g mehr wiegt und der Rettich 30 g weniger, dann ist es genauso gut. Aber was sage ich euch da?! Ich komme besser mal zum eigentlichen Thema: Meinem leckeren Apfel-Rüben-Salat

Apfel-Rüben-Salat #2

Für ca. 4 Portionen (als Beilage) benötigt ihr:

Zutaten:

♥ 380 g Karotte

♥ 335 g Weißer Rettich

♥ 360 g Roter Rettich

♥ 2 Äpfel (330 g)

♥ 1 Bund glatte Petersilie

♥ 1 Handvoll Walnüsse

Fürs Dressing:

♥ 3 EL Öl; Nussöl passt sehr gut

♥ 3 EL Himbeer-Balsamico

♥ 1 TL Ahornsirup

♥ 2 EL Wasser

♥ ½ TL Salz

♥ ¼ TL Pfeffer

♥ ½ TL Kerbel, getrocknet

1. Alle Rüben sowie die Äpfel schälen. Letztere vierteln und Kerngehäuse entfernen. Obst und Gemüse grob zerteilen, sodass es gut in die Küchenmaschine passt.

2. Äpfel und Rüben zerheckseln (aber nicht so fein, dass schon Saft austritt) und in eine Salatschüssel geben. Falls nicht alles gleichzeitig in der Küchenmaschine Platz findet, raspelt in mehreren Fuhren. Für den Fall, dass ihr keine Küchenmaschine habt, könnt ihr auch die grobe Seite der Küchenreibe nehmen, das ist aber bedeutend mehr Aufwand.

3. Petersilie waschen, von den harten Stilen befreien und feinhacken. Walnüsse mit der Hand grob zerteilen (natürlich könnt ihr dies auch mit einem Messer erledigen) und gemeinsam mit der Petersilie in die Salatschüssel geben.

4. Fürs Dressing alle Zutaten miteinander glattrühren. Zum Salat geben und gut durchrühren. Ggf. 15 Minuten ziehen lassen.

Apfel-Rüben-Salat #3

Gemüsesuppe vs. Erkältung

Gemüsesuppe #1

Letzte Woche war mein Mann unheimlich erkältet und da für ihn eine wichtige Prüfung ins Haus stand, half neben dem obligatorischen Tee, warmen Socken, einer kuscheligen Bettdecke und viel Schlaf nur noch der Joker: Gemüsesuppe!

Vielleicht ist es auch nur das positive Gefühl, das man mit Gemüsesuppe verbindet, der Gedanke, dem Körper etwas Gutes zu tun, der einem hilft, aber wer weiß das schon so genau? Als ich noch zuhause lebte, kochte mir meine Mutter jedenfalls immer eine riesige Portion zur Stärkung gegen alle Übel und derart umsorgt, konnte es einem doch nur ruckizucki besser gehen.

Von Zuhause „mitgenommen“ habe ich die Praxis, Gemüsesuppe stets frisch zu kochen (oder mich im Zweifelsfall bekochen zu lassen, falls ich gerade die Schniefnase bin) – Tütensuppe, das kommt nicht in die Tüte. ;)

Da entgegen hartnäckiger Gerüchte auch Veganer*innen nicht vor gelegentlichen Bazillenangriffen gefeit sind, und ich beim Blick auf Social-Media-Kanäle den Eindruck bekommen habe, dass momentan ganz besonders viele von euch erkältungsgeplagt sind, habe ich beschlossen, einfach mal eine klassische Gemüsesuppe zu posten, die sogar ohne Gemüsebrühenpulver auskommt. Stattdessen dürfen frische und/oder getrocknete Kräuter mit rein.

Prinzipiell funktioniert die Suppe mit ein oder zwei Gemüsesorten genauso gut wie mit vielen verschiedenen – meistens nehme ich im Ernstfall das, was gerade im Haus ist. Allerdings mag ich Vielfalt und bunte Suppenteller besonders gerne, deshalb besteht dieses Rezept aus sechs verschiedenen Gemüsen, die ihr aber problemlos austauschen könnt. Zucchini habe ich dieses Mal z.B. nicht bekommen, dafür gab’s Brokkoliröschen. Natürlich müsst ihr das Abwiegen auch nicht allzu genau nehmen.

Gemüsesuppe #2

Für einen großen Topf benötigt ihr:

♥ 150 g Sellerie (geschält gewogen)

♥ 100 g Kohlrabi (geschält gewogen)

♥ 420 g Karotten (geschält gewogen)

♥ 100 g Zwiebeln (geschält gewogen)

♥ 200 g Lauch

♥ 1,5 l Wasser

♥ 2 gehäufte TL Salz

♥ 1,5 gehäufte TL Liebstöckelblätter, gemahlen (frischen habe ich leider nicht bekommen)

♥ 250 g Brokkoliröschen

♥ ½ Bund glatte Petersilie

Zubereitung:

1. Sellerie, Karotten, Kohlrabi und Zwiebel schälen und würfeln. Lauch gut waschen und anschließend in Ringe schneiden.

2. Wasser im Wasserkocher erhitzen und das Gemüse damit übergießen. Zusammen mit dem Salz und den Liebstöckelblättern ca. acht Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Wenn ihr das Wasser nicht vorher erhitzt habt, weil ihr z.B. keinen Wasserkocher habt, dann gebt das Gemüse ins Wasser, sobald dieses kocht und rechnet ab da.

3. Derweil den Brokkoli und die Petersilie waschen und Röschen abteilen. Petersilie hacken. Nach den acht Minuten beides zum restlichen Gemüse geben und weitere ca. 7 Minuten köcheln lassen.

4. Auf Tellern verteilen, genießen und gesund werden. Schmeckt natürlich auch in gesundem Zustand als wärmende Mahlzeit.

Gemüsesuppe #3

Gewonnen hat dann am Ende übrigens die Gemüsesuppe, die Prüfung konnte der Herr gesund und munter über die Bühne bringen (bestanden hat er sie noch dazu mit 1,0 – vielleicht hätte ich vor Prüfungen mehr Suppe essen sollen…)

Herbstlicher Feldsalat

Salat mit Birnen und Nüssen #1

Auch wenn ich niemand bin, der täglich Salat isst (Obst und Gemüse tun es für mich auch), habe ich so Phasen, in denen ich dann doch häufiger Salate esse. Lustigerweise passierst das bei mir meistens nicht im Hochsommer, sondern eher in den Herbst- und Wintermonaten, wenn der Feldsalat Saison hat, denn das ist meine absolute Lieblingssorte.

Da es auf Dauer natürlich trotzdem etwas langweilig wird, Feldsalat immer gleich zuzubereiten, habe ich ihn in letzter Zeit vermehrt „gepimpt“. Sogar ein Buch habe ich mir gerade passend zum Thema gekauft  – Salad Samurai von Terry Hope Romero – und ja, ich gebe zu, der lustige Name war Teil des Kaufarguments. Da ich mich bislang aufgrund von Unmengen an Schreibarbeit für die Uni jedoch noch nicht mit meinen neuen veganen Koch- und Backbüchern auseinandersetzen konnte, musste heute beim Einkaufen spontan eine kreative Idee her.

Bestimmt kennt ihr alle diese Werbungen, in denen irgendeine Frau mit schönen Händen eine x-beliebige Zutat in ihrer Handfläche hält, sinnierend dreinblickt, dann einige Male in irgendeinem Topf oder einer Schüssel rührt und plötzlich ein tolles Gericht auf dem Tisch steht. Alle sind glücklich. Ein bisschen ging es mir heute auch so mit den Birnen, die ich eigentlich bloß für zwischendurch mitnehmen wollte. Als ich sie dann aber in die Hand nahm, fiel mir plötzlich ein, dass ich sie ja auch in karamellisierter Form zum Salat hinzufügen könnte. Dazu noch ein leckeres Dressing und ein paar geröstete Nüsse, und fertig ist ein schöner, herzhafter Salat, der nicht nur sättigend ist, sondern auch optisch was hermacht (zumindest meiner bescheidenen Meinung nach ;) Falls ihr das so unterschreiben würdet und euer Tellerchen gerne auch damit füllen wollt, könnt ihr nachfolgend das Rezept studieren.

Salat mit Birnen und Nüssen #2

 Zutaten für 2 Portionen

Die Grundlage

♥ 150 g Feldsalat

Die Ehrengäste

♥ 50 g Walnüsse

♥ 2 Birnen

♥ 2 EL Zucker

Das Dressing

♥ 4 EL Walnussöl

♥ 2 EL Wasser

♥ 2 EL Ahornsirup

♥ 2 EL weißer Balsamico

♥ ½ TL Salz

Zubereitung:

1. Salat in einem Sieb platzieren, waschen und gut abtropfen lassen.

2. In der Zwischenzeit Walnüsse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 175°C ca. 12 Minuten rösten lassen.

3. Birne waschen, aufrecht auf ein Brett stellen und von außen zum Strunk hin möglichst dünne Scheiben abschneiden. Von der gegenüberliegenden Seite wiederholen.

4. Den Zucker in einer großen Pfanne unter gelegentlichem Umrühren schmelzen lassen (Achtung, Anbrenngefahr!) und die Birnen darin schließlich von jeder Seite ca. 1-2 Minuten braten. Vom Herd nehmen und beiseite stellen.

5. Für das Dressing alle Zutaten in ein Schälchen geben und vorsichtig miteinander verquirlen, bis ihr eine homogene, leicht cremige Konsistenz erhaltet. Alternativ könnt ihr auch einen Dressing-Shaker verwenden.

6. Den abgetropften Salat auf 2 Tellern verteilen, mit dem Dressing übergießen und schließlich mit Birnen und gerösteten Walnuss-Spalten anrichten. Guten Appetit!

Salat mit Birnen und Nüssen #3

Ingwer-Zimt-Lebkuchen

Eigentlich fing alles damit an, dass ich diese Kekse nachbacken wollte, die meine Mutter an Weihnachten extra für meinen Liebsten und mich zubereitet hatte. Der Geschmack war wirklich sehr überzeugend, doch spiele ich trotzdem meistens an Rezepten rum, denn erstens, weiß man ja nie, ob es nicht durch das Hinzufügen einer weiteren Zutat (in diesem Fall: Zimt) noch besser wird und zweitens „entschärfe“ ich süße Leckereien auch gerne kalorientechnisch ein wenig, damit ich kein allzu schlechtes Gewissen haben brauche, wenn es mal wieder ein oder zwei Kekse mehr sind als geplant – ihr wisst, wovon ich rede ;)

Das Ergebnis war dann auch äußerst wohlschmeckend, allerdings erinnerten mich die Kekse in ihrer Konsistenz und auch aufgrund ihres vollmundigen Geschmacks eher an Lebkuchen. Und auch, wenn das nächste Weihnachtsfest noch nicht gerade in greifbarer Nähe ist, schreibe ich das Rezept lieber jetzt schnell auf, bevor es Ende des Jahres noch vor lauter lauter untergeht. Solange es noch kalt ist (der Februar ist ja angeblich statistisch gesehen der kälteste Monat überhaupt), finde ich Lebkuchen auch immer noch passend. Und danach eigentlich immer noch…

Ingwer-Zimt-Lebkuchen Vegan Wednesday #28

Für ein Blech benötigt ihr:

♥ 350 g Roggenvollkornmehl

♥ 15 Weinsteinbackpulver

♥ 80 ml Öl

♥ 140 g ungesüßtes Apfelmus

♥ 100 g unraffinierten Vollrohrzucker

♥ 2 gehäufte TL Ingwerpulver

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ ca. 3 cm frischen Ingwer

Zubereitung:

1. Zucker, Öl und Apfelmus zu einer cremigen Masse verühren.

2. Mehl, Weinsteinbackpulver, Zimt und das Ingwerpulver dazu geben.

3. Ingwerwurzel schälen und zu den anderen Zutaten raspeln.

4. Alle Zutaten solange kneten, bis ein homogener Teig entsteht

5. Ein Blech mit Backpapier auslegen, je walnussgroße Stücke Teig abzwacken, aufs Belch legen und flach drücken. Optional kann man die Lebkuchen vorm Backen noch verschönern: ich habe dazu eine Herzchen-Form verwendet, die ich in (aber nicht ganz durch) den Teig gerückt habe.

6. Die Lebkuchen bei ca. 200° für rund 17-20 Minuten backen (unvorgeheizt), im Heiß-/Umluftofen müsste sich die Backzeit etwas verkürzen.

7. Am besten lässt man die Lebkuchen noch ein bisschen auskühlen, bevor man sie genießt. Sie werden beim/nach dem Abkühlen auch noch etwas fester.

Nächsten Winter werde ich wahrscheinlich auch noch etwas mit dem Rezept rumspielen, Lebkuchengewürz dazugeben und alles. Aber wiegesagt, das Rezept ist ja neulich eher zufällig entstanden. Ich hoffe, es schmeckt euch trotzdem. Bei uns jedenfalls haben sie, wie so oft, nicht so lange „gehalten“.