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Heiße Schokolade

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Langsam ist es so weit: Weihnachten steht vor der Tür. Auch wenn ich dieses Jahr durch meinen Aufenthalt in der Republik Moldau keine ganz typische Vorweihnachtszeit verbracht habe, sind Chișinăus Straßen so üppig dekoriert, dass sich die Weihnachtsstimmung bei mir im Nullkommanichts eingestellt hatte. Schnee, ein kleiner internationaler Weihnachtsbazar sowie das Kochen eines traditionell deutschen Glühweins für die Weihnachtsfeier meiner Organisation haben dann ihr Übriges getan. Natürlich hoffe ich, ihr hattet ebenfalls eine schöne Vorweihnachtszeit und könnt die Feiertage mit Lieblingsmenschen verbringen.

Während ich früher an den Weihnachtsfeiertagen kaum abschalten konnte, genieße ich die Entschleunigung inzwischen sehr. Nach einem ausgiebigen Spaziergang setze ich mich sehr gerne mit einem Buch aufs Sofa und trinke dabei Tee oder auch heiße Schokolade. Letztere bereite ich am allerliebsten frisch zu, was erstaunlicherweise nur unwesentlich länger dauert als Kakaopulver in Pflanzenmilch einzurühren. Wie auch ihr in wenigen Minuten leckere, glücklich machende heiße Schokolade hertstellt, lest ihr hier:

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Zutaten für 2 Tassen:

♥ 70 g vegane Zartbitterschokoraspeln, -tropfen oder feingehackte Zartbitterschokolade um die 70% Kakaoanteil

♥ 250 ml Pflanzenmilch

♥ 150 ml Pflanzensahne

♥ 1-2 EL Ahornsirup

♥ 1 Prise Salz

♥ optional: Zimt oder andere Wintergewürze

♥ optional zum Dekorieren: Pflanzensahne, Schokosirup, vegane Marshmallos oder Zuckerstangenstückchen…

Zubereitung:

1. Pflanzenmilch und -sahne in einen Topf geben und die Schokolade hinzufügen. Unter stetigem Umrühren mit einem Schneebesen vorsichtig auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Flüssigkeit sollte nicht kochen, aber die Schokolade sollte sich in der Flüssigkeit vollständig aufgelöst haben.

2. Salz, Ahornsirup und ggf. weitere Gewürze hinzufügen. In Lieblingstassen füllen.

3. Nach Geschmack dekorieren. Das ist mein zweitliebster Teil, gleich nach dem Genießen. Falls ihr Sahne verwenden mögt, würde ich empfehlen, die heiße Schokolade leicht abkühlen zu lassen, damit sie euch nicht gleich davonläuft und die Süßigkeiten besser halten.

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PS: Nein, ich habe (leider) keine veganen Marshmallows im Gepäck gehabt. Dieses Rezept habe ich für euch schon vor meiner Abreise vorbereitet, das hat die Zeit gerade noch hergegeben.

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Vegane Cinnamon Rolls mit Frosting

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Tübingen hat nicht viele Spots, die für Veganer*innen sonderlich interessant sind. Wenn neben dem Essen auch noch die Atmosphäre in den Blick genommen wird…well…lassen wir das. Das Willi in der Wilhelmstraße ist mir da eine willkommene Ausnahme, nicht zuletzt, da es mit seinem Second-Hand-Interieur auch in Berlin verortet sein könnte und mich an Tagen, an denen ich wehmütig an meine Herzensstadt denke, mit Matcha-Cupcakes tröstet.

Das Café ist nicht rein vegan, hat jedoch eine kleine, aber feine wechselnde Auswahl. Neben Cupcakes gibt es Nussecken, Kuchen und sagenhaft gute Panini mit Grillgemüse. Pflanzenmilch ist hier kein Fremdwort, wer statt den Pappbecher mitzunehmen eine eigene Tasse to go mitbringt, bekommt Rabatt, wer Edelstahldosen auf den Tresen legt und fragt, ob der Kuchen auch dort hinein gepackt werden könne, wird nicht komisch angeschaut, sondern erntet Lob und die gebrauchten Möbel, auf oder an denen mensch sitzt, sind verkäuflich (unser Sofa ist übrigens von dort). Achja, hatte ich die Kleidertauschparties und Flohmärkte, die hier ausgerichtet werden, erwähnt? Ihr versteht, warum ich es hier mag…

Falls ihr euch nun fragt, wie ich den Bogen von einer eher ungeplanten Cafévorstellung zu Zimtschnecken schlagen möchte, aufgepasst: Der große Nachteil, beim Besuch von nicht rein veganen Restaurants und Cafés ist die Tatsache, dass einem auch immer wieder unvegane „Leckereien“ begegnen, die zwar super ausschauen, aber die eben nicht tierleidfrei sind. Und so schmachte ich hier schon seit Ewigkeiten die Zimtschnecken mit Frosting an, insbesondere dann, wenn ich mit Leuten dort bin, die ebendiese bestellt haben. Damit die unerfüllte Lust nach Cinnamon Rolls nun endlich ein Ende hat, habe ich mir in „Selbst-ist-die-Frau-Manier“ eben selbst welche gebacken.

Ein Rezept hätte ich sicherlich gefunden, aber das wäre langweiliger gewesen als einfach in den (Kühl-)Schrank zu schauen und mit dem zu backen, was noch da war und das Internet dann wiederum mit einem weiteren veganen Zimtschnecken-Rezept zu erfreuen. Übrigens mein zweites, denn vor gefühlt 100 Jahren habe ich schonmal ein Rezept für Zimtschnecken veröffentlicht, diese sind aber mit Fertig-Blätterteig gemacht. Und die Bilder sind…ach, ich werde ganz nostalgisch, wenn ich an die Digicam denke, die ich zu meinem 18. Geburtstag bekommen habe…aber genug Nähkästchenplauderei für heute, hier endlich das Rezept:

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Zutaten:

Für den Teig

♥ 300 g Dinkelmehl Type 603

♥ 160 ml Pflanzenmilch

♥ 5 g Trockenhefe

♥ 50g Roh-Rohrzucker

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ 1 Prise Salz

Für die Füllung

♥ 80 g vegane Margarine oder Rapsöl

♥ 80 g Roh-Rohrzucker

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ 1 Prise gemahlene Vanille

♥ 1 Apfel

♥ 60 g Rosinen (optional)

Fürs Frosting

♥ 75 g Puderzucker

♥ 2 EL Zitronensaft oder Wasser

Zubereitung:

1. Für den Teig das Mehl in eine Schüssel sieben. Pflanzenmilch auf dem Herd oder in der Mikrowelle auf eine lauwarme Temperatur erhitzen. Die Hefe zur Pflanzenmilch geben, umrühren und rund 5 Minuten stehen lassen.

2. Pflanzenmilch und Hefe zum Mehl geben und unter Zugabe der restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten. Mindestens eine Stunde ruhen lassen. Anschließend auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen. Mein Teigstück war am Ende ca. 35×45 cm groß.

3. Falls für die Füllung Margarine verwendet wird, diese schmelzen (das Öl bedarf keiner weiteren „Vorbehandlung“) und mit dem Zucker, dem Zimt und der Vanille vermengen. Auf dem ausgerollten Teig verteilen.

4. Apfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend den Apfel in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit – falls erwünscht – den Rosinen auf der Füllung verteilen.

5. Teig von der Längsseite her aufrollen und die Teigrolle anschließend in gleichmäßige Stücke schneiden.

6. Springform mit 26 cm Durchmesser einfetten und die Zimtschnecken in diese hineinsetzen. Bei 180° C für 22-25 backen, bis sie leicht gebräunt sind.

7. Fürs Frosting den Puderzucker sieben und anschließend mithilfe eines Schneebesens mit der Flüssigkeit vermengen. Ich mag den Kontrast zwischen süß und sauer, weshalb ich gerne Zitronensaft verwende, aber mit Wasser oder Saft funktioniert das ganze natürlich auch.

8. Wer möchte, dass das Frosting fest wird, sollte die Zimtschnecken vor dem besprenkeln mit dem Frosting am besten abkühlen lassen, ich esse sie aber am liebsten, wenn sie noch etwas warm sind und das Frosting noch flüssig ist.

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Kürbishummus

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Hummus ist ein wahrer kulinarischer Allrounder. Ob als Brotaufstrich oder zu Gemüsesticks, Nudeln oder Kartoffelspalten, Hummus geht eigentlich immer. Ich habe ihn auch schon mit roter Beete, Paprika und Kräutern gepimpt (Rezepte habe ich nicht gepostet, könnte ich aber bei Interesse auch noch), um ein bisschen Abwechslung – auch farblich – in die Sache zu bringen. Das verlängerte Wochenende habe ich jetzt für die Herstellung einer herbstlichen Kürbisvariante genutzt. Wer diesen Blog schon länger liest, wird aufgrund der regelmäßig aufploppenden Rezepte mit Kürbis – Hokkaido ist dabei meine Lieblingsvariante – sicherlich schon geahnt haben, dass ich dieses Gemüse während der Saison sehr exzessiv verwende bzw. esse. Daher ist es auch kein Wunder, dass auch vom Hummus nichts mehr übrig ist, sodass ich die Tage Nachschub produzieren werde. Und zwar nach folgendem Rezept, das ich wärmstens empfehlen kann (oh wow, was für ein Zufall, stammt es doch aus meiner Feder).

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Zutaten:

♥ 250 g Hokkaidokürbisstücke

♥ 220 g Kichererbsen

♥ 100 ml Aquafaba (Kichererbsenwasser)

♥ Saft von einer Zitrone

♥ 70 ml Olivenöl

♥ 2 TL Tahin

♥ 2 TL Kreuzkümmel

♥ 2 TL Paprikapulver (edelsüß)

♥ 1-2 Knoblauchzehen, je nach Geschmack

♥ 1-1,5 TL Salz, je nach Geschmack

♥ optional zum Dekorieren: Olivenöl, Petersilie, Paprikapulver, Kichererbsen…

Zubereitung:

1. Kürbis in ungesalzenem Wasser ca. 12-15 Minuten kochen, bis er sehr weich ist. Wasser abgießen und den Kürbis auskühlen lassen.

2. Knoblauchzehen schälen und gemeinsam mit allen weiteren Zutaten im Mixer zu einer homogenen Creme pürieren. Alternativ kann auch der Pürierstab verwendet werden.

3. Kaltstellen und vor dem Servieren am besten noch hübsch dekorieren.

Vegane Walnusscookies

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Es ist nicht so, als würde in unserem Haushalt irgendjemand jemals „Nein“ zu Cookies sagen. Sobald sich der Herbst allerdings auch nur vage mit Regenwetter und Stürmen andeutet, werden sie beinahe zu einem Grundnahrungsmittel für uns. Dann backe ich mindestens einmal die Woche Kekse, um diese bei einem gemütlichen Netflix-Abend oder bei Tee und einem guten Buch zu verspeisen.

Besonders gerne mögen wir Schoko-Nuss-Cookies in allen Varianten. Manchmal ersetze ich die Walnüsse auch durch Cashews oder Erdnüsse, eben was gerade so im Haus ist. Auch bei den Ölen bin ich flexibel – Hauptsache am Ende der Produktionskette steht Nachschub für die Keksdose und das darin hausende Krümelmonster. Ebenfalls ein Mittelchen gegen Herbstblues gefällig? Dann habt ihr Glück, wie es der Zufall so will, befindet ihr euch mitten in einem entsprechend Rezeptpost.

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Zutaten für rund 16 große Cookies:

♥ 300 g Mehl

♥ 6 g Backpulver

♥ 225 g Zucker

♥ 1 Prise Salz

♥ 55 ml Sonnenblumenöl

♥ 55 ml Walnussöl

♥ 65 ml Pflanzenmilch

♥ 50 g Walnusskerne

♥ 100 g Schokotropfen

Zubereitung:

1. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und zu einem homogenen Teig vermengen.

2. Teig rund 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

3. Nun ca. 16 gleich große Kekse formen auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech platzieren.

4. Cookies bei 180 Grad (vorgeheizt*) rund 15 Minuten backen.

*grundsätzlich kann man die Zeit des Vorheizens natürlich schon zum Backen nutzen, um weniger Energie zu verbrauchen. Dazu muss man seinen Ofen allerdings kennen/die Kekse beim Backen beobachten.

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Veganer Sushisalat

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Seitdem ich bemerkt habe, wie wenig Arbeit es ist, Sushi zuzubereiten, esse ich eigentlich ständig Maki. Allerdings gibt es Tage, an denen einen selbst das Rollen von Sushi mental überfordert und man lieber sich selbst als Reis einrollen mag. Falls ich trotzdem Lust auf Sushi habe und Bestellen keine Option ist (ohja, hier in Tübingen tatsächlich ein Problem), bereite ich die Version für Faule zu: Sushisalat. Die Zutaten sind so ziemlich die gleichen, allerdings einfach kleingeschnitten und in einer Schüssel zu einem leckeren und reichhaltigen Salat vereint.

Übrigens gibt es dazu noch eine ganz witizge Hintergrundstory, da es ausgerechnet die Suche nach einem Rezept für einen Sushi-Salat war, die mich das allererste Mal überhaupt auf einen veganen Blog führte. Weder den Blog noch den Salat habe ich später wiedergefunden. Letztendlich war es ja auch Claudia von Totally Veg, die mich durch ihre Beiträge über die „Produktion“ von Tierprodukten aufklärte, was ich sicherlich schon mehrfach erwähnt habe. Der Rest ist Geschichte. Und da Geschichten hören hungrig macht – sage ich einfach mal – wäre jetzt doch ein Rezept gar nicht so schlecht. Et voilà, hier kommt es auch schon.

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Für 3 Portionen benötigt ihr:

♥ 250 g Sushireis (alternativ: Milchreis)

♥ 3 EL Apfelessig

♥ 1 EL Zucker

♥ 1 TL Salz

♥ 2 rote Paprika

♥ 1 Gurke

♥ 1 Avocado

♥ 1 Mango

♥ nach Belieben weitere Sushizutaten wie Räuchertofu, Umeboshi, Spinat, Gari…

♥ 2 Noriblätter

♥ Sojasauce

Zubereitung:

1. Reis im Sieb mit kaltem Wasser auswaschen. Nach Anleitung kochen. Auf meinem Reiskarton wurde empfohlen, den Reis mit der 1,75-fachen Menge an Wasser aufzukochen, 10 Minuten bei niedriger Temperatur quellen zu lassen und den Herd anschließend abzuschalten und den Reis weitere 10 Minuten ausquellen zu lassen.

2. Essig, Zucker und Salz miteinander aufkochen, bis sich die Kristalle aufgelöst haben. Dabei immer mal wieder umrühren. Unter den Reis heben. Abkühlen lassen.

3. Gurke und Paprika waschen, jeweils die Kerne entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Zum Reis geben.

4. Mango und Avocado schälen, Kern entfernen und ebenfalls dem Salat hinzufügen.

5. Noriblätter mit einer Schere (an der idealerweise kein Bastelkleber festhängt ;) ) in ca. 1 cm Breite Streifen schneiden. Diese dann gebündelt nochmals der Länge nach in Stücke schneiden. Mit dem Salat vermischen, ggf. noch ein paar zum Bestreuen des Salats übrig lassen.

6. Salat auf Tellern anrichten und nach Geschmack noch mit Sojasauce verfeinern.

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Veganer Chocolate Freakcake

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In der Regel bin ich ja eher eine Verfechterin des Mottos „Weniger ist mehr“. Ich brauche weder 100 Paar Schuhe noch 27 Designertaschen, um glücklich zu sein. Auch beim Kochen mag ich es meist eher simpel und übersichtlich. Doch manchmal macht die Minimalistin in mir Pause. Beim Thema Geburtstagskuchen ist das definitiv der Fall, da geht es mit mir wirklich durch und ich zelebriere die Üppigkeit. Besonders wichtig ist mir dabei die Deko, die an Kindergeburtstage erinnern soll und am besten bunt und/oder in irgendeiner Form „übertrieben“ daherkommt. Normalerweise gebe ich dem Mann dann immer Anweisungen, nicht an veganen Gummitieren, Streuseln und Schokolade zu sparen und halte es genauso, wenn es um seinen Geburtstagskuchen geht.

Da wir dieses Jahr an meinem Geburtstag allerdings auf dem Weg ins wundervolle Wien waren, fiel eine Torte zunächst mal flach. Um Vorräte aufzubrauchen hatte ich am Tag zuvor aber immerhin noch ein Bananenbrot zubereitet, das ich mir auf der Zugfahrt schmecken ließ. Also keine Sorge, ganz kuchenlos (denn machen wir uns nichts vor, Bananenbrot heißt doch eigentlich nur so, um den mit bestem Gewissen zum Frühstück genießen zu können, womit ich aber auch bei offiziellem Kuchen keine Probleme habe) war ich nicht.

Als dann eine Woche aber eine kleine Runde zum Nachfeiern meines 3. runden Geburtstags zu Besuch kam, ließ ich mir das zubereiten eines oppulenteren Kuchens dann doch nicht nehmen. Ich entschied mich für einen Chocolate-Cake, den ich aufgrund des Sahnetoppings und des üppigen Belags in Anlehnung an Freakshakes (also gigantische Milkshakes, die mit Sahne, zuckersüßen Saucen, Nüssen, Süßigkeiten und mehr gepimpt werden) „Freakcake“ taufte. Soweit ich weiß, hat der Kuchen allen Gästen geschmeckt (=nicht-veganer-approved :)). Falls ihr auch Lust auf einen Kuchen der Sorte „Übertreibung macht anschaulich“ bekommen habt, folgt hier das Rezept (bzw. das folgt so oder so ;))

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Zutaten für einen Freakcake mit 18 cm Durchmesser:

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♥ 200 g Dinkelmehl Type 630

♥ 5 g Backpulver

♥ 1 leicht gehäufter EL Pfeilwurzelstärke (15 g)

♥ 20 g Kakao

♥ 1 Prise Salz

♥ 125 g Rohrohrzucker

♥ 1 Messerspitze gemahlene Vanille

♥ 100 g Zartbitterschokolade (ca. 70% Kakaoanteil)

♥ 50 g Kakaobutter

♥ 150 vegane Margarine

♥ 1 EL Apfelessig

♥ 125 ml Hafermilch

♥ Öl zum Einfetten der Springform

♥ 55 min / 170 Ober-/Unterhitze

Sahneschicht

♥ 175 g Pflanzensahne (ich nehme gerne die Mandel Schlagcreme von Soyana, die ist sehr fest und kann ohne Sahnesteif verwendet werden)

♥ 20 g Zucker

♥ 10 g Kakao

♥ je nach Standfestigkeit der Pflanzensahne Sahnesteif; da Sahnesteif oft Zucker enthält, ggf. die Zuckermenge anpassen

Dekoration

♥ alles was euch beliebt, je mehr, desto besser: Mannerwaffeln, Gummitiere, vegane Riegel, Nüsse, Kakaonips, Sirup…

Zubereitung:

1. Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen

2. Schokolade, Kakaobutter und Margarine im Wasserbad schmelzen. Zu den trockenen Zutaten geben.

3. Pflanzenmilch und Apfelessig ebenfalls in die Schüssel geben und am besten mithilfe eines Schneebesens alles zu einem homogenen Teig verrühren.

4. Backform einfetten, Teig gleichmäßig darin verteilen und bei 170° Ober-/Unterhitze 55 Minuten backen. Bei einem Umluftofen entweder Backzeit oder Temperatur etwas reduzieren. Den Kuchen nach dem Backen in der Form auskühlen lassen, dann herauslösen und auf einem Teller platzieren.

5. Für die Sahnecreme alle Zutaten in eine hohe Form geben und mit dem Handrührgerät zu einer gleichmäßigen Masse schlagen. Gleichmäßig auf dem kalten Kuchen verteilen.

6. Nun üppig mit den Lieblingszutaten verzieren und vorm Servieren noch kurz (Achtung: bei Waffeln sollte der Kuchen wirklich nicht allzu lange im Kühlschrank gelagert werden, da sie sonst pappig werden) im Kühlschrank platzieren, damit die Sahne etwas fester wird und die Süßigkeiten nicht zu sehr verrutschen.

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Rohvegane Carrot Cake Bites

Carrot Cake Bites #1

Meine Küche hat einen neuen Mitbewohner: einen Multizerkleinerer. Den Vorgänger hatte mir meine Oma vererbt, er war schätzungsweise 25 Jahre alt und hat bereits Anfang des Jahres seinen Geist aufgegeben. Wirklich verstehen, wie ich mehr als ein halbes Jahr ohne das Mahlen von Nüssen oder das Zerraspeln von Karotten ausgekommen bin, kann ich nicht. Allerdings muss dazu eine tiefgründige, unterbewusste Vermeidungsstrategie vonnöten gewesen sein.

Ich gehöre zu den Menschen, die selbst bei den banalsten technischen Gerätschaften Eeeeeewigkeiten überlegen, welches das richtige Modell ist, um dann am Ende doch das zu kaufen, das ich als allererstes angeschaut habe. ;) Jetzt war es dann aber auch mal gut, mein innerer Foodie hat meinen Entscheidungsfindungsmuffel erfolgreich bekämpft und sogleich rohvegane Süßigkeiten eingefordert. Soll sie haben, ich hoffe, Carrot Cake Bites sind für den Anfang okay. Falls ihr zufälligerweise auch Appetit darauf haben solltet, habe ich nachfolgend das Rezept für euch. Lasst euch nicht von der Vogelfutteroptik abschrecken, die Teilchen sind wirklich lecker.

Carrot Cake Bites #2

Zutaten für ca. 14 Kugeln

♥ 8 Medjool-Datteln

♥ 30 g Haselnüsse

♥ 30 g Walnüsse

♥ 30 g Kokosnussraspeln

♥ 85 g Karotte

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ 1 Messerspitze gemahlene Vanille

Zubereitung:

1. Karotte schälen und längs in 4, 5 Stücke schneiden. Datteln entsteinen. Ihr solltet wirklich in die Medjool-Datteln investieren, die es inzwischen eigentlich in jedem gut sortierten Biomarkt gibt. Diese sind nicht nur viel weicher und müssen daher nicht erst eingeweicht werden, sondern auch viel geschmacksintensiver.

2. Zusammen mit den anderen Zutaten in den Multizerkleinerer/die Küchenmaschine geben und so lange mixen, bis eine formbare Konsistenz entstanden ist. Stückchen sollen noch vorhanden sein.

3. In den Handflächen Kugeln formen und anschließend im Kühlschrank aufbewahren. Wie lange sie sich halten, kann ich nicht genau sagen, jeder Versuch, das auszutesten blieb erfolglos (uuups, und weg waren sie auch mal wieder…).

Carrot Cake Bites #3