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Vegane Cinnamon Rolls mit Frosting

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Tübingen hat nicht viele Spots, die für Veganer*innen sonderlich interessant sind. Wenn neben dem Essen auch noch die Atmosphäre in den Blick genommen wird…well…lassen wir das. Das Willi in der Wilhelmstraße ist mir da eine willkommene Ausnahme, nicht zuletzt, da es mit seinem Second-Hand-Interieur auch in Berlin verortet sein könnte und mich an Tagen, an denen ich wehmütig an meine Herzensstadt denke, mit Matcha-Cupcakes tröstet.

Das Café ist nicht rein vegan, hat jedoch eine kleine, aber feine wechselnde Auswahl. Neben Cupcakes gibt es Nussecken, Kuchen und sagenhaft gute Panini mit Grillgemüse. Pflanzenmilch ist hier kein Fremdwort, wer statt den Pappbecher mitzunehmen eine eigene Tasse to go mitbringt, bekommt Rabatt, wer Edelstahldosen auf den Tresen legt und fragt, ob der Kuchen auch dort hinein gepackt werden könne, wird nicht komisch angeschaut, sondern erntet Lob und die gebrauchten Möbel, auf oder an denen mensch sitzt, sind verkäuflich (unser Sofa ist übrigens von dort). Achja, hatte ich die Kleidertauschparties und Flohmärkte, die hier ausgerichtet werden, erwähnt? Ihr versteht, warum ich es hier mag…

Falls ihr euch nun fragt, wie ich den Bogen von einer eher ungeplanten Cafévorstellung zu Zimtschnecken schlagen möchte, aufgepasst: Der große Nachteil, beim Besuch von nicht rein veganen Restaurants und Cafés ist die Tatsache, dass einem auch immer wieder unvegane „Leckereien“ begegnen, die zwar super ausschauen, aber die eben nicht tierleidfrei sind. Und so schmachte ich hier schon seit Ewigkeiten die Zimtschnecken mit Frosting an, insbesondere dann, wenn ich mit Leuten dort bin, die ebendiese bestellt haben. Damit die unerfüllte Lust nach Cinnamon Rolls nun endlich ein Ende hat, habe ich mir in „Selbst-ist-die-Frau-Manier“ eben selbst welche gebacken.

Ein Rezept hätte ich sicherlich gefunden, aber das wäre langweiliger gewesen als einfach in den (Kühl-)Schrank zu schauen und mit dem zu backen, was noch da war und das Internet dann wiederum mit einem weiteren veganen Zimtschnecken-Rezept zu erfreuen. Übrigens mein zweites, denn vor gefühlt 100 Jahren habe ich schonmal ein Rezept für Zimtschnecken veröffentlicht, diese sind aber mit Fertig-Blätterteig gemacht. Und die Bilder sind…ach, ich werde ganz nostalgisch, wenn ich an die Digicam denke, die ich zu meinem 18. Geburtstag bekommen habe…aber genug Nähkästchenplauderei für heute, hier endlich das Rezept:

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Zutaten:

Für den Teig

♥ 300 g Dinkelmehl Type 603

♥ 160 ml Pflanzenmilch

♥ 5 g Trockenhefe

♥ 50g Roh-Rohrzucker

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ 1 Prise Salz

Für die Füllung

♥ 80 g vegane Margarine oder Rapsöl

♥ 80 g Roh-Rohrzucker

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ 1 Prise gemahlene Vanille

♥ 1 Apfel

♥ 60 g Rosinen (optional)

Fürs Frosting

♥ 75 g Puderzucker

♥ 2 EL Zitronensaft oder Wasser

Zubereitung:

1. Für den Teig das Mehl in eine Schüssel sieben. Pflanzenmilch auf dem Herd oder in der Mikrowelle auf eine lauwarme Temperatur erhitzen. Die Hefe zur Pflanzenmilch geben, umrühren und rund 5 Minuten stehen lassen.

2. Pflanzenmilch und Hefe zum Mehl geben und unter Zugabe der restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten. Mindestens eine Stunde ruhen lassen. Anschließend auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen. Mein Teigstück war am Ende ca. 35×45 cm groß.

3. Falls für die Füllung Margarine verwendet wird, diese schmelzen (das Öl bedarf keiner weiteren „Vorbehandlung“) und mit dem Zucker, dem Zimt und der Vanille vermengen. Auf dem ausgerollten Teig verteilen.

4. Apfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend den Apfel in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit – falls erwünscht – den Rosinen auf der Füllung verteilen.

5. Teig von der Längsseite her aufrollen und die Teigrolle anschließend in gleichmäßige Stücke schneiden.

6. Springform mit 26 cm Durchmesser einfetten und die Zimtschnecken in diese hineinsetzen. Bei 180° C für 22-25 backen, bis sie leicht gebräunt sind.

7. Fürs Frosting den Puderzucker sieben und anschließend mithilfe eines Schneebesens mit der Flüssigkeit vermengen. Ich mag den Kontrast zwischen süß und sauer, weshalb ich gerne Zitronensaft verwende, aber mit Wasser oder Saft funktioniert das ganze natürlich auch.

8. Wer möchte, dass das Frosting fest wird, sollte die Zimtschnecken vor dem besprenkeln mit dem Frosting am besten abkühlen lassen, ich esse sie aber am liebsten, wenn sie noch etwas warm sind und das Frosting noch flüssig ist.

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Vegane Walnusscookies

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Es ist nicht so, als würde in unserem Haushalt irgendjemand jemals „Nein“ zu Cookies sagen. Sobald sich der Herbst allerdings auch nur vage mit Regenwetter und Stürmen andeutet, werden sie beinahe zu einem Grundnahrungsmittel für uns. Dann backe ich mindestens einmal die Woche Kekse, um diese bei einem gemütlichen Netflix-Abend oder bei Tee und einem guten Buch zu verspeisen.

Besonders gerne mögen wir Schoko-Nuss-Cookies in allen Varianten. Manchmal ersetze ich die Walnüsse auch durch Cashews oder Erdnüsse, eben was gerade so im Haus ist. Auch bei den Ölen bin ich flexibel – Hauptsache am Ende der Produktionskette steht Nachschub für die Keksdose und das darin hausende Krümelmonster. Ebenfalls ein Mittelchen gegen Herbstblues gefällig? Dann habt ihr Glück, wie es der Zufall so will, befindet ihr euch mitten in einem entsprechend Rezeptpost.

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Zutaten für rund 16 große Cookies:

♥ 300 g Mehl

♥ 6 g Backpulver

♥ 225 g Zucker

♥ 1 Prise Salz

♥ 55 ml Sonnenblumenöl

♥ 55 ml Walnussöl

♥ 65 ml Pflanzenmilch

♥ 50 g Walnusskerne

♥ 100 g Schokotropfen

Zubereitung:

1. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben und zu einem homogenen Teig vermengen.

2. Teig rund 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

3. Nun ca. 16 gleich große Kekse formen auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech platzieren.

4. Cookies bei 180 Grad (vorgeheizt*) rund 15 Minuten backen.

*grundsätzlich kann man die Zeit des Vorheizens natürlich schon zum Backen nutzen, um weniger Energie zu verbrauchen. Dazu muss man seinen Ofen allerdings kennen/die Kekse beim Backen beobachten.

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Veganer Chocolate Freakcake

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In der Regel bin ich ja eher eine Verfechterin des Mottos „Weniger ist mehr“. Ich brauche weder 100 Paar Schuhe noch 27 Designertaschen, um glücklich zu sein. Auch beim Kochen mag ich es meist eher simpel und übersichtlich. Doch manchmal macht die Minimalistin in mir Pause. Beim Thema Geburtstagskuchen ist das definitiv der Fall, da geht es mit mir wirklich durch und ich zelebriere die Üppigkeit. Besonders wichtig ist mir dabei die Deko, die an Kindergeburtstage erinnern soll und am besten bunt und/oder in irgendeiner Form „übertrieben“ daherkommt. Normalerweise gebe ich dem Mann dann immer Anweisungen, nicht an veganen Gummitieren, Streuseln und Schokolade zu sparen und halte es genauso, wenn es um seinen Geburtstagskuchen geht.

Da wir dieses Jahr an meinem Geburtstag allerdings auf dem Weg ins wundervolle Wien waren, fiel eine Torte zunächst mal flach. Um Vorräte aufzubrauchen hatte ich am Tag zuvor aber immerhin noch ein Bananenbrot zubereitet, das ich mir auf der Zugfahrt schmecken ließ. Also keine Sorge, ganz kuchenlos (denn machen wir uns nichts vor, Bananenbrot heißt doch eigentlich nur so, um den mit bestem Gewissen zum Frühstück genießen zu können, womit ich aber auch bei offiziellem Kuchen keine Probleme habe) war ich nicht.

Als dann eine Woche aber eine kleine Runde zum Nachfeiern meines 3. runden Geburtstags zu Besuch kam, ließ ich mir das zubereiten eines oppulenteren Kuchens dann doch nicht nehmen. Ich entschied mich für einen Chocolate-Cake, den ich aufgrund des Sahnetoppings und des üppigen Belags in Anlehnung an Freakshakes (also gigantische Milkshakes, die mit Sahne, zuckersüßen Saucen, Nüssen, Süßigkeiten und mehr gepimpt werden) „Freakcake“ taufte. Soweit ich weiß, hat der Kuchen allen Gästen geschmeckt (=nicht-veganer-approved :)). Falls ihr auch Lust auf einen Kuchen der Sorte „Übertreibung macht anschaulich“ bekommen habt, folgt hier das Rezept (bzw. das folgt so oder so ;))

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Zutaten für einen Freakcake mit 18 cm Durchmesser:

Chocolate-Cake

♥ 200 g Dinkelmehl Type 630

♥ 5 g Backpulver

♥ 1 leicht gehäufter EL Pfeilwurzelstärke (15 g)

♥ 20 g Kakao

♥ 1 Prise Salz

♥ 125 g Rohrohrzucker

♥ 1 Messerspitze gemahlene Vanille

♥ 100 g Zartbitterschokolade (ca. 70% Kakaoanteil)

♥ 50 g Kakaobutter

♥ 150 vegane Margarine

♥ 1 EL Apfelessig

♥ 125 ml Hafermilch

♥ Öl zum Einfetten der Springform

♥ 55 min / 170 Ober-/Unterhitze

Sahneschicht

♥ 175 g Pflanzensahne (ich nehme gerne die Mandel Schlagcreme von Soyana, die ist sehr fest und kann ohne Sahnesteif verwendet werden)

♥ 20 g Zucker

♥ 10 g Kakao

♥ je nach Standfestigkeit der Pflanzensahne Sahnesteif; da Sahnesteif oft Zucker enthält, ggf. die Zuckermenge anpassen

Dekoration

♥ alles was euch beliebt, je mehr, desto besser: Mannerwaffeln, Gummitiere, vegane Riegel, Nüsse, Kakaonips, Sirup…

Zubereitung:

1. Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen

2. Schokolade, Kakaobutter und Margarine im Wasserbad schmelzen. Zu den trockenen Zutaten geben.

3. Pflanzenmilch und Apfelessig ebenfalls in die Schüssel geben und am besten mithilfe eines Schneebesens alles zu einem homogenen Teig verrühren.

4. Backform einfetten, Teig gleichmäßig darin verteilen und bei 170° Ober-/Unterhitze 55 Minuten backen. Bei einem Umluftofen entweder Backzeit oder Temperatur etwas reduzieren. Den Kuchen nach dem Backen in der Form auskühlen lassen, dann herauslösen und auf einem Teller platzieren.

5. Für die Sahnecreme alle Zutaten in eine hohe Form geben und mit dem Handrührgerät zu einer gleichmäßigen Masse schlagen. Gleichmäßig auf dem kalten Kuchen verteilen.

6. Nun üppig mit den Lieblingszutaten verzieren und vorm Servieren noch kurz (Achtung: bei Waffeln sollte der Kuchen wirklich nicht allzu lange im Kühlschrank gelagert werden, da sie sonst pappig werden) im Kühlschrank platzieren, damit die Sahne etwas fester wird und die Süßigkeiten nicht zu sehr verrutschen.

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Flower Power Carrot Cake (glutenfrei möglich)

Flower Power Carrot Cake #1

Dieser Post ist ja sowas von überfällig. Mindestens aber mal 2,5 Jahre, die Testphase herausgerechnet. Das Grundrezept entstammt Chefkoch und diente meiner Mutter als Vorlage für den ersten oder zweiten veganen Kuchen (ich bin mir nicht sicher, ob dieser oder der Schokokuchen zuerst kam), den sie meinem Mann und mir gebacken hat. Als begnadete Köchin und Bäckerin hat sie unseren Veganismus nach dem ersten intrafamiliären „Schock“, der wohl ganz normal ist, wunderbar aufgenommen und uns seither immer etwas sensationell Köstliches geboten.

Sowohl meine Mutter als auch ich haben dieses Rezept über die Jahre in unterschiedlichen Variationen gebacken und perfektioniert. So eignet sich der Karrottenkuchen auch wunderbar als Rüblikuchen (auf dem Bild seht ihr das Werk meiner Mutter), wenn er mit natürlich gefärbten Marzipankarotten verziert wird, ein Tutorial stelle ich gerne im Frühjahr ein. Ich bereite ihn aber meistens mit einem Zuckerguss mit Blütendeko zu, daher der Name.

Damit auch meine Freundin mit Glutenintoleranz in den Geschmack meines All-Time-Favorites kommen kann, habe ich vor ein paar Wochen eine glutenfreie Variante erprobt, die für einen ersten Versuch erstaunlich gut gelungen ist und zum Glück allen geschmeckt hat. Nussallergiker*innen können die Nüsse übrigens auch einfach weglassen und entsprechend mehr Mehl verwenden.

Flower Power Carrot Cake #2

Zutaten für eine 26er Springform:

Für den Carrot Cake

♥ 200 g Roh-Rohrzucker

♥ 100 g Apfelmus

♥ 100 ml geschmacksneutrales Rapsöl

♥ 300 g Mehl (Type 550 oder 630) ODER je 100 g Reis-, Buchweizen- und Kartoffelmehl + 7 g Johannisbrotkernmehl für die glutenfreie Version

♥ 100 g gemahlene Haselnüsse

♥ 1 stark gehäufter TL Zimt

♥ ¼ TL gemahlene Vanille (Vanillepulver)

♥ 1 ungespritzte Biozitrone

♥ 15 g Backpulver

♥ 100 ml Wasser (glutenfrei 160 ml)

♥ 450 g Karotten

♥ etwas Öl und Mehl für die Backform

Für die Flower Power (auf Zuckerguss)

♥ 2,5 EL Zitronensaft

♥ 125 g Puderzucker

♥ getrocknete Blüten (selbermachen oder im gut sortierten Gewürzladen kaufen)

Zubereitung:

1. Roh-Rohrucker, Apfelmus und Öl in einer großen Schüssel glattrühren.

2. Mehl sieben und zusammen mit Zimt, Vanillepulver und Haselnüssen zu den feuchten Zutaten geben.

3. Backpulver im Wasser auflösen und zum Teig geben.

4. Zitrone kurz heiß abwaschen, dann die Schale mit der feinen Seite der Küchenreibe in den Teig raspeln. Anschließend Zitrone aufschneiden, beide Hälften auspressen und den Saft ebenfalls in die Schüssel geben. Vorsichtig umrühren, bis ein glatter Teig entsteht.

5. Karotten schälen und anschließend feinheckseln oder feinreiben. Unter den Teig heben.

6. Backform einfetten und bemehlen. Teig darin verteilen und bei 180° C (Umluft) für rund 45 Minuten backen (Stäbchenprobe!)

7. Kuchen vollständig in der Form auskühlen lassen. Anschließend den Kuchen vorsichtig herauslösen und, ggf. mit Hilfe eines Tortenhebers, auf eine Kuchenplatte schieben.

8. Puderzucker sieben, damit später keine Klümpchen entstehen. Zitronensaft in eine Schüssel geben und nach und nach mit Hilfe eines Schneebesens den Puderzucker hineinrühren. Zuckerguss auf dem Kuchen verteilen, reichlich mit Blüten bestreuen und kurz antrocknen lassen.

Flower Power Carrot Cake #3

Pilzpizza

Pilzpizza #1

Vor einer Weile hatte ich auf Facebook mal eine Serie mit meinen liebsten Pizzarezepten versprochen. Hier kommt nun der erste Teil meiner persönlichen Pizza-Party, die ich hier in den nächsten Wochen und Monaten in unregelmäßigen Abständen feiern werde. Wohlwissend, dass nicht alle Leute Pilze mögen oder vertragen, lege ich doch auch diesen Personen zumindest die geniale Keesesauce ans Herz, die die Tomatensauce in diesem Rezept verdrängt. Sie schmeckt einfach ultracremig, don’t miss it.

Pilzpizza #2

Für ein Blech benötigt ihr:

Pizzateig (s. Grundrezept)

♥ 100 g Cahsews

♥ 100 g Paranusskerne

♥ 200 ml Wasser

♥ 2 EL Zitronensaft

♥ 2 gehäufte TL Kräuter der Provence

♥ 2 TL Salz

♥ 1 TL Senf

♥ 2 Knoblauchzehen

♥ 1 gestrichener TL Johannisbrotkernmehl

♥ 2 Zwiebeln

♥ 250 gemischte Pilze

1. Cashewnüsse und Paranusskerne ca. sechs bis acht Stunden einweichen. Einweichwasser abgießen. Nüsse zusammen mit Wasser, Zitronensaft, Kräuter der Provence, Salz, Senf, geschälten Knoblauchzehen sowie dem Johannisbrotkernmehl im Standmixer zu einer cremigen Masse mixen. Das dauert so zwischen ein und zwei Minuten.

2. Rund vier Fünftel der Keesemasse auf dem Teig verteilen. Zwiebel schälen, würfeln und darüberstreuen.

3. Pilze putzen, in Scheiben schneiden und auf der Pizza ein hübsches Pilzgemälde legen. Nun mit dem Rest der Keesesauce kleine Wölkchen auf einzelne Stellen setzen.

4. Bei 250° Celsius (bzw. auf höchst möglicher Temperatur) unvorgeheizt ungefähr 20-22 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Am besten beobachten, jeder Ofen ist anders und so…

Und jetzt noch ratz fatz den Teller geschnappt und die Party kann beginnen. Ein durchaus hilfreicher Hinweis, den ich via Instagram aufgeschnappt habe, noch zum Schluss: „Your pants won’t get too tight if you don’t wear any.“ :D

Pilzpizza #3

Bei dem einen Stück ist es natürlich nicht geblieben…

Martinsbrezel statt Martinsgans

Martinsbrezel #2

(Noch) nicht aus tierethischen Gründen, aber aus geschmacklichen, fand ich als Kind das Essengehen nach den Laternenumzügen (an denen ich, zusammen mit meinem Bruder, immer die coolsten, von meinen Papa gebastelten Laternen hatte <3) immer ganz schrecklich. Während meine Eltern und mein Bruder Gans aßen, war ich immer froh, wenn ich gebackenen Camembert oder auch einfach Pommes bekam. Mein Highlight hatte ich ohnehin schon in der Tasche, im wahrsten Sinne des Wortes, denn mein kulinarisches Sinnbild für St. Martin waren die Martinsbrezeln, die an unserer Grundschule verteilt wurden und die ich am nächsten Morgen, in Milch getunkt und am besten in eine Decke eingewickelt, aß.

Auch wenn St. Martin dieses Jahr schon vorbei ist, teile ich das Rezept, da ich es sonst vielleicht im nächsten Jahr in den ewigen Abgründen der Entwurfsliste für Blogeinträge verloren habe. [Exkurs: Falls ihr bloggt: Ihr wisst vermutlich was ich meine, falls nicht: Der Entwürfe Ordner ist schnell mal so voll, wie der Ordner „Sonstiges“ oder „Stuff“ nach 6-jährigem PC-Besitz, zumindest, wenn in dieser Zeit nicht regelmäßig digital aufgeräumt wird. Rezepte, die überarbeitet werden müssen, fertige Posts, zu denen noch die passenden Bilder fehlen, gute Ideen, die nicht zur Jahreszeit passen, Beiträge, bei denen man sich noch unsicher ist, ob sie auf den Blog passen und und und]
Außerdem sollen laut Schwiegermutter auch am WE  noch Umzüge stattfinden, wer weiß also, wem ein solches veganisiertes Rezept noch nutzen könnte. Außerdem kann man sie ja auch an jedem anderen Tag machen bzw. zu – natürlich veganen – Milchbrötchen abwandeln.

Martinsbrezel #1

Für 2 Stück benötigt ihr:

♥ 250 g Mehl (ich habe Dinkel- und Weizenmehl gemischt)

♥ 130 ml Pflanzenmilch

♥ 9 g Trockenhefe

♥ 40 g Zucher oder Xylit

♥ 1 Prise Salz

♥ 20 ml geschmacksneutrales Öl

♥ Zum Bestreichen Pflanzenmilch, Öl/Margarine und etwas Zucker/Xylit

♥ Außerdem: evtl. Pflanzenmilch zum Tunken

Zubereitung:

1. Mehl in eine Schüssel geben. Pflanzenmilch etwas erwärmen und die Trockenhefe hineingeben. Umrühren und ca. 5 Minuten stehen lassen.

2. Hefe-Milch-Mischung zusammen mit den anderen Zutaten zum Mehl geben. Gut durchkneten und den Teig mindestens 1 Stunde ruhen lassen. Wenn es im Raum kalt ist oder ihr Xylit verwendet, braucht der Teig länger, aber er geht auf, nur Geduld.

3. Teig in zwei gleich große Stücke teilen und jede Hälfte zu einem Strang formen/ziehen. Auf ein eingefettetes Backblech geben und Brezelförmig hinlegen oder eigene Impro-Formen ausdenken. Mit etwas Pflanzenmilch bestreichen.

4. Ca. 25-30 Minuten bei 180° C backen (das ist ein Wert OHNE vorheizen). Wie immer, hört auf euer Bauchgefühl, ihr kennt euren Ofen am besten.

5. Mit Öl/Margarine bestreichen und mit etwas Zucker nach Wahl bzw. Xylit bestreuen.

6. Ganz kurz einziehen lassen und anschließend am besten eine Tasse der favorisierten Pflanzen bereitstellen und die einzelnen Brezelstückchen hineintunken. Et voilà.

Martinsbrezel #3

Kürbiskuchen (als Kürbismuffins getarnt)

Kürbiskuchen

Ich liebe den Herbst mit all seinen warmen Farben und den leckeren Gemüsesorten, allen voran natürlich den Kürbissen. Speziell Hokkaidokürbis verarbeite ich sehr oft, ich mag es einfach unkompliziert und mal ehrlich, eine Schale, die entfernt werden muss, ist alles andere als das. Ob Kürbiskonfitüre, Kürbislasagne, Kürbissuppe bzw. -eintopf, Mac & Cheese (ein neues Rezept folgt) oder auch Kürbisporridge von Frau Schulz, ich habe mich da schon echt schon quer durchs (Kürbis)Beet getestet. Einzig einen Kuchen hatte ich bisher noch nicht auf den Tisch gebracht. Diesen Herbst wurde es definitiv Zeit, auch das mal zu ändern.

Schließlich habe ich dann einen Kürbiskuchen gebacken, der zwar supertoll aussah und geschmeckt hat, nur die Konsistenz war mir noch ein bisschen zu matschig. Irgendwie teigig. Das passiert schon mal beim Zusammenbauen neuer Rezepte und gerade mit Kürbispüree im Teig hatte ich noch gar keine Erfahrung gehabt. Also beschloss ich neulich, ein paar Veränderungen vorzunehmen, die ich mehr oder weniger auf gut Glück umsetzte und tadaaa, genau die richtige Konsistenz.

Da ich ja, wie im letzten Post angekündigt, gerade versuche, meine Küchenutensilien zu reduzieren und noch jede Menge Muffinförmchen in der Küche rumliegen hatte, buk ich zwecks Aufbrauchen einfach mal ein paar kleinere Küchlein aka Muffins. Diese habe ich dann noch mit Schoko-Glasur bestrichen (der Kuchen sollte eigentlich auch mit Schokolade überzogen werden, ich hatte aber keine mehr da) und mit Zuckerdeko und veganen Marshmallows verziert. Die passenden Esser_innen (meine Wenigkeit; der Mann), waren schnell gefunden und trotz hübscher Deko war die Hemmung, gleich mehrere Muffins im Bäuchlein verschwinden zu lassen, quasi nicht vorhanden, denn sie waren einfach zu lecker. Probiert es ruhig aus…

Kürbismuffins

Zutaten:

Für den Teig

♥ 275 g Kürbispüree (selbstgemacht aus einem kleinen Hokkaidokürbis, s. u.)

♥ 235 g Birkenzucker (Xylit) oder Roh-Rohrzucker

♥ 360 ml Hafermilch

♥ 50 ml Öl

♥ 300g Mehl (hier kam Type 550er zum Einsatz)

♥ 100 g Kartoffelmehl

♥ 1 Päckchen Backpulver + etwas Wasser zum Auflösen

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ 1 Messerspitze gemahlene Vanille

♥ 1 Prise Salz

♥ 100 g Schokotropfen

♥ 75 g gehackte Walnüsse

♥ Schale von einer ungespritzten Biozitrone

♥ Öl und Mehl für die Backform

Für die Deko

♥ 100 g Zartbitter- oder Blockschokolade

♥ 50 g Margarine

ODER

♥ 200 g Zartbitter- oder Blockschokolade

♥ in beiden Variationen Deko nach Wunsch (vegane Marshmallows, Zuckerperlchen, gehackte Nüsse…)

Zubereitung:

1. Kleinen Hokkaidokürbis waschen, halbieren, die Kerne entfernen und das Kürbisfleisch kleinschneiden. Ca. 15 Minuten bzw. bis die Kürbisstücke schön weich sind in Wasser kochen, letzteres schließlich abgießen und anschließend Kürbisstückchen mit dem Pürierstab zu einem Püree verarbeiten.

2. Kürbispüree, Zucker bzw. Birkenzucker, Hafermilch und Öl in einer großen Schüssel glattrühren. Anschließend Mehl und Kartoffelmehl nach und nach hinzufügen und mit den feuchten Zutaten verrühren.

3. Backpulver in 2, 3 EL Wasser auflösen (ich messe das nicht so genau ab, sondern bedecke einfach einen Tassenboden mit Wasser), sodass keine Klümpchen entstehen. Ebenfalls in den Teig geben.

4. Zum Verfeinern der Kuchenmasse nun Zimt und Vanille, Salz und Schokotropfen hineingeben. Walnüsse grob hacken sowie die Zitronenschale reiben und damit den Teig abrunden.

5. Die gewünschten Förmchen, es sei denn, ihr backt Muffins in Papierhüllen, einfetten. Ein Kuchen in einer 20er Springform ca. 45 Minuten bei 180° C backen, Muffins brauchen je nach Teighöhe 20-30 Minuten bei derselben Temperatur. Im Zweifelsfall hilft, wie immer, die Stäbchenprobe.

6. Falls gewünscht, Kuchen bzw. Muffins mit Schokolade glasieren. Dazu erst einmal ein bisschen Geduld, der Teig sollte nicht mehr heiß sein. Im Wasserbad Schokolade und ggf. Butter (dann bleibt die Glasur weicher) schmelzen und anschließend auf dem Gebäck verteilen. Ggf. noch mit etwas Zuckerdoko oder Nüssen verzieren.

7. Falls ihr noch mehr Geduld habt (wir hatten sie nicht), Schoki wieder festwerden lassen.

Kürbismuffin