Schlagwort-Archive: Herbst

Heiße Schokolade

hot-chocolate-1

Langsam ist es so weit: Weihnachten steht vor der Tür. Auch wenn ich dieses Jahr durch meinen Aufenthalt in der Republik Moldau keine ganz typische Vorweihnachtszeit verbracht habe, sind Chișinăus Straßen so üppig dekoriert, dass sich die Weihnachtsstimmung bei mir im Nullkommanichts eingestellt hatte. Schnee, ein kleiner internationaler Weihnachtsbazar sowie das Kochen eines traditionell deutschen Glühweins für die Weihnachtsfeier meiner Organisation haben dann ihr Übriges getan. Natürlich hoffe ich, ihr hattet ebenfalls eine schöne Vorweihnachtszeit und könnt die Feiertage mit Lieblingsmenschen verbringen.

Während ich früher an den Weihnachtsfeiertagen kaum abschalten konnte, genieße ich die Entschleunigung inzwischen sehr. Nach einem ausgiebigen Spaziergang setze ich mich sehr gerne mit einem Buch aufs Sofa und trinke dabei Tee oder auch heiße Schokolade. Letztere bereite ich am allerliebsten frisch zu, was erstaunlicherweise nur unwesentlich länger dauert als Kakaopulver in Pflanzenmilch einzurühren. Wie auch ihr in wenigen Minuten leckere, glücklich machende heiße Schokolade hertstellt, lest ihr hier:

hot-chocolate-2

Zutaten für 2 Tassen:

♥ 70 g vegane Zartbitterschokoraspeln, -tropfen oder feingehackte Zartbitterschokolade um die 70% Kakaoanteil

♥ 250 ml Pflanzenmilch

♥ 150 ml Pflanzensahne

♥ 1-2 EL Ahornsirup

♥ 1 Prise Salz

♥ optional: Zimt oder andere Wintergewürze

♥ optional zum Dekorieren: Pflanzensahne, Schokosirup, vegane Marshmallos oder Zuckerstangenstückchen…

Zubereitung:

1. Pflanzenmilch und -sahne in einen Topf geben und die Schokolade hinzufügen. Unter stetigem Umrühren mit einem Schneebesen vorsichtig auf mittlerer Stufe erhitzen. Die Flüssigkeit sollte nicht kochen, aber die Schokolade sollte sich in der Flüssigkeit vollständig aufgelöst haben.

2. Salz, Ahornsirup und ggf. weitere Gewürze hinzufügen. In Lieblingstassen füllen.

3. Nach Geschmack dekorieren. Das ist mein zweitliebster Teil, gleich nach dem Genießen. Falls ihr Sahne verwenden mögt, würde ich empfehlen, die heiße Schokolade leicht abkühlen zu lassen, damit sie euch nicht gleich davonläuft und die Süßigkeiten besser halten.

hot-chocolate-3

PS: Nein, ich habe (leider) keine veganen Marshmallows im Gepäck gehabt. Dieses Rezept habe ich für euch schon vor meiner Abreise vorbereitet, das hat die Zeit gerade noch hergegeben.

Merken

Vegane Cinnamon Rolls mit Frosting

zimtschnecken-1

Tübingen hat nicht viele Spots, die für Veganer*innen sonderlich interessant sind. Wenn neben dem Essen auch noch die Atmosphäre in den Blick genommen wird…well…lassen wir das. Das Willi in der Wilhelmstraße ist mir da eine willkommene Ausnahme, nicht zuletzt, da es mit seinem Second-Hand-Interieur auch in Berlin verortet sein könnte und mich an Tagen, an denen ich wehmütig an meine Herzensstadt denke, mit Matcha-Cupcakes tröstet.

Das Café ist nicht rein vegan, hat jedoch eine kleine, aber feine wechselnde Auswahl. Neben Cupcakes gibt es Nussecken, Kuchen und sagenhaft gute Panini mit Grillgemüse. Pflanzenmilch ist hier kein Fremdwort, wer statt den Pappbecher mitzunehmen eine eigene Tasse to go mitbringt, bekommt Rabatt, wer Edelstahldosen auf den Tresen legt und fragt, ob der Kuchen auch dort hinein gepackt werden könne, wird nicht komisch angeschaut, sondern erntet Lob und die gebrauchten Möbel, auf oder an denen mensch sitzt, sind verkäuflich (unser Sofa ist übrigens von dort). Achja, hatte ich die Kleidertauschparties und Flohmärkte, die hier ausgerichtet werden, erwähnt? Ihr versteht, warum ich es hier mag…

Falls ihr euch nun fragt, wie ich den Bogen von einer eher ungeplanten Cafévorstellung zu Zimtschnecken schlagen möchte, aufgepasst: Der große Nachteil, beim Besuch von nicht rein veganen Restaurants und Cafés ist die Tatsache, dass einem auch immer wieder unvegane „Leckereien“ begegnen, die zwar super ausschauen, aber die eben nicht tierleidfrei sind. Und so schmachte ich hier schon seit Ewigkeiten die Zimtschnecken mit Frosting an, insbesondere dann, wenn ich mit Leuten dort bin, die ebendiese bestellt haben. Damit die unerfüllte Lust nach Cinnamon Rolls nun endlich ein Ende hat, habe ich mir in „Selbst-ist-die-Frau-Manier“ eben selbst welche gebacken.

Ein Rezept hätte ich sicherlich gefunden, aber das wäre langweiliger gewesen als einfach in den (Kühl-)Schrank zu schauen und mit dem zu backen, was noch da war und das Internet dann wiederum mit einem weiteren veganen Zimtschnecken-Rezept zu erfreuen. Übrigens mein zweites, denn vor gefühlt 100 Jahren habe ich schonmal ein Rezept für Zimtschnecken veröffentlicht, diese sind aber mit Fertig-Blätterteig gemacht. Und die Bilder sind…ach, ich werde ganz nostalgisch, wenn ich an die Digicam denke, die ich zu meinem 18. Geburtstag bekommen habe…aber genug Nähkästchenplauderei für heute, hier endlich das Rezept:

zimtschnecken-2

Zutaten:

Für den Teig

♥ 300 g Dinkelmehl Type 603

♥ 160 ml Pflanzenmilch

♥ 5 g Trockenhefe

♥ 50g Roh-Rohrzucker

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ 1 Prise Salz

Für die Füllung

♥ 80 g vegane Margarine oder Rapsöl

♥ 80 g Roh-Rohrzucker

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ 1 Prise gemahlene Vanille

♥ 1 Apfel

♥ 60 g Rosinen (optional)

Fürs Frosting

♥ 75 g Puderzucker

♥ 2 EL Zitronensaft oder Wasser

Zubereitung:

1. Für den Teig das Mehl in eine Schüssel sieben. Pflanzenmilch auf dem Herd oder in der Mikrowelle auf eine lauwarme Temperatur erhitzen. Die Hefe zur Pflanzenmilch geben, umrühren und rund 5 Minuten stehen lassen.

2. Pflanzenmilch und Hefe zum Mehl geben und unter Zugabe der restlichen Zutaten zu einem Teig verkneten. Mindestens eine Stunde ruhen lassen. Anschließend auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen. Mein Teigstück war am Ende ca. 35×45 cm groß.

3. Falls für die Füllung Margarine verwendet wird, diese schmelzen (das Öl bedarf keiner weiteren „Vorbehandlung“) und mit dem Zucker, dem Zimt und der Vanille vermengen. Auf dem ausgerollten Teig verteilen.

4. Apfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Anschließend den Apfel in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit – falls erwünscht – den Rosinen auf der Füllung verteilen.

5. Teig von der Längsseite her aufrollen und die Teigrolle anschließend in gleichmäßige Stücke schneiden.

6. Springform mit 26 cm Durchmesser einfetten und die Zimtschnecken in diese hineinsetzen. Bei 180° C für 22-25 backen, bis sie leicht gebräunt sind.

7. Fürs Frosting den Puderzucker sieben und anschließend mithilfe eines Schneebesens mit der Flüssigkeit vermengen. Ich mag den Kontrast zwischen süß und sauer, weshalb ich gerne Zitronensaft verwende, aber mit Wasser oder Saft funktioniert das ganze natürlich auch.

8. Wer möchte, dass das Frosting fest wird, sollte die Zimtschnecken vor dem besprenkeln mit dem Frosting am besten abkühlen lassen, ich esse sie aber am liebsten, wenn sie noch etwas warm sind und das Frosting noch flüssig ist.

Merken

Merken

Kürbishummus

kuerbishummus-1

Hummus ist ein wahrer kulinarischer Allrounder. Ob als Brotaufstrich oder zu Gemüsesticks, Nudeln oder Kartoffelspalten, Hummus geht eigentlich immer. Ich habe ihn auch schon mit roter Beete, Paprika und Kräutern gepimpt (Rezepte habe ich nicht gepostet, könnte ich aber bei Interesse auch noch), um ein bisschen Abwechslung – auch farblich – in die Sache zu bringen. Das verlängerte Wochenende habe ich jetzt für die Herstellung einer herbstlichen Kürbisvariante genutzt. Wer diesen Blog schon länger liest, wird aufgrund der regelmäßig aufploppenden Rezepte mit Kürbis – Hokkaido ist dabei meine Lieblingsvariante – sicherlich schon geahnt haben, dass ich dieses Gemüse während der Saison sehr exzessiv verwende bzw. esse. Daher ist es auch kein Wunder, dass auch vom Hummus nichts mehr übrig ist, sodass ich die Tage Nachschub produzieren werde. Und zwar nach folgendem Rezept, das ich wärmstens empfehlen kann (oh wow, was für ein Zufall, stammt es doch aus meiner Feder).

kuerbishummus-2

Zutaten:

♥ 250 g Hokkaidokürbisstücke

♥ 220 g Kichererbsen

♥ 100 ml Aquafaba (Kichererbsenwasser)

♥ Saft von einer Zitrone

♥ 70 ml Olivenöl

♥ 2 TL Tahin

♥ 2 TL Kreuzkümmel

♥ 2 TL Paprikapulver (edelsüß)

♥ 1-2 Knoblauchzehen, je nach Geschmack

♥ 1-1,5 TL Salz, je nach Geschmack

♥ optional zum Dekorieren: Olivenöl, Petersilie, Paprikapulver, Kichererbsen…

Zubereitung:

1. Kürbis in ungesalzenem Wasser ca. 12-15 Minuten kochen, bis er sehr weich ist. Wasser abgießen und den Kürbis auskühlen lassen.

2. Knoblauchzehen schälen und gemeinsam mit allen weiteren Zutaten im Mixer zu einer homogenen Creme pürieren. Alternativ kann auch der Pürierstab verwendet werden.

3. Kaltstellen und vor dem Servieren am besten noch hübsch dekorieren.

Grünkohlpesto

Grünkohlpesto #1

Mit etwas Verspätung habe ich Grünkohl dieses Jahr nun auch so richtig für mich entdeckt, abgesehen von der Zubereitung meiner heiß geliebten Grünkohl-Chips (mein Lieblingsrezept poste ich demnächst auch), habe ich dem Wintergemüse bislang nämlich keine allzu zentrale Rolle eingeräumt. Vor ein paar Tagen habe ich auf die offensivst mögliche Art beschlossen, dies zu ändern, indem ich einfach meinen halben Kühlschrank mit Grünkohl vollgepackt habe. So bleibt mir jetzt keine andere Möglichkeit als mir Rezepte zu überlegen. Den Anfang macht ein Pesto aus rohem Grünkohl, das ich mir nicht nur zu Nudeln, sondern auch zu Ofenkartoffeln, als Brotaufstrich oder zum Salat vorstellen kann.

Grünkohlpesto #2

Zutaten:

♥ 100 g Grünkohl (85 g ohne Strunk)

♥ 4 EL hochwertiges Olivenöl (oder mehr nach Geschmack)

♥ 1 Knoblauchzehe

♥ 20 g Pinienkerne

♥ 20 g Kürbiskerne

♥ Salz nach Geschmack (ca. ½ – 1 TL)

Zubereitung:

1. Grünkohl gründlich waschen, anschließend das Blattgrün ganz nah am Strunk abschneiden. Blätter grob zerkleinern.

Grünkohl Strunk

2. Alle Zutaten mithilfe eines Pürierstabs oder Mini-Mixers zu einem cremigen Pesto verarbeiten.

3. Falls ihr das Pesto zu Nudeln esst, am besten mit ein paar EL Nudelwasser vermengen, dann verteilt es sich besser.

Grünkohlpesto #3

Kürbis-Keese-Pasta mit Avocadospalten und Granatapfelkernen

Kürbis-Keese-Pasta #1

Eine herbstliche Mac & Cheese (bzw. Noodle & Cheese) Version mit Kürbis auszuprobieren, schwirrte schon länger in meinem Köpfchen herum. Doch als ich das Ergebnis dann vor mir hatte, wirkte es im grauen Herbstlicht irgendwie trotz oranger Farbe eher trist. Da wir gerade Urlaub haben, ist der Anspruch, cooles Essen, das auch so aussieht, zu zaubern, ganz besonders hoch. Also lief ich in die Küche und suchte nach ein paar farblichen Kontrasten. Gefunden habe ich diese in ein paar Avocadospalten und Granatapfelkernen. Beim Essen stellte sich mal wieder heraus, dass es oftmals gerade solche Improvisationen sind, die neue, spannende Kombinationen hervorbringen. Nicht nur die Avocado – die geht schließlich immer und zu allem -, sondern auch gerade die fruchtigen Granatapfelkerne harmonieren toll mit der schweren, cremigen Sauce und bringen eine angenehme Frische ins Spiel. Wenn euch diese Verbindung eher suspekt erscheint, könnt ihr die experimentellen Bestandteile aber natürlich auch aussparen, die Keesenudeln schmecken auch solo wirklich gut.

Kürbis-Keese-Pasta #2

Zutaten für 2 Personen:

♥ 75 g Cashewbruch

♥ 50 ml Wasser

♥ 100 g Blumenkohl

♥ 150 g Kürbispüree (selbstgemacht aus einem kleinen Hokkaidokürbis, s. u.)

♥ 1 TL Currypulver *

♥ 1 TL Salz

♥ 1 TL Erdnussbutter

♥ 1 EL Zitronensaft

♥ 100 ml Wasser

♥ ½ Avocado

¼ Granatapfel (klein)

♥ 220 g Spaghetti oder andere Nudeln

*bei regulären, also nicht süßen Curryzubereitungen habe ich markenspezifisch große Unterschiede hinsichtlich ihrer Schärfegrade festgestellt. Wenn ihr ein eher scharfes Currypulver verwendet, solltet ihr weniger nehmen, es sei denn natürlich, die Sauce soll scharf werden. Im Rezept ist dies aber grundsätzlich nicht intendiert.

Zubereitung:

1. Cashewbruch ca. 6-8 Stunden in Wasser einweichen. Das Wasser abgießen und im Standmixer auf höchster Stufe mit 50 ml Wasser cremig mixen.

2. Kleinen Hokkaidokürbis waschen, halbieren, die Kerne entfernen und das Kürbisfleisch kleinschneiden. Ca. 15 Minuten bzw. bis die Kürbisstücke schön weich sind in Wasser kochen, letzteres schließlich abgießen und anschließend Kürbisstückchen mit dem Pürierstab zu einem Püree verarbeiten.

3. Blumenkohl waschen und gar kochen. Noch warm zusammen mit dem Kürbispüree, Curry, Salz, Erdnussbutter, Zitronensaft und dem Wasser zur Cashewcreme in den Standmixer geben und zu einer homogenen, cremigen Sauce verarbeiten.

4. Nudeln in Salzwasser kochen, direkt nach dem Abgießen mit der Sauce vermengen und noch kurz bei geschlossenem Deckel durchziehen lassen. Anschließend auf zwei Tellern anrichten.

5. Avocado halbieren, Fruchtfleisch mit einem Löffel herauslösen und anschließend in Spalten schneiden. Den Granatapfel vierteln und die Kerne aus einem Viertel mit der Hand herauslösen. Verschiedene Tricks (im Wasser herauslösen, mit dem Holzlöffel vorbearbeiten) haben für mich bisher keine wirkliche Arbeitserleichterung gezeigt, können aber natürlich nach Belieben angewandt werden.

6. Zum Schluss noch die Avocadospalten und Granatapfelkerne auf den Nudeln anrichten.

Guten Appetit, ich hoffe, euch schmeckt’s so gut wie uns.

Kürbis-Keese-Pasta #3

Kürbiskuchen (als Kürbismuffins getarnt)

Kürbiskuchen

Ich liebe den Herbst mit all seinen warmen Farben und den leckeren Gemüsesorten, allen voran natürlich den Kürbissen. Speziell Hokkaidokürbis verarbeite ich sehr oft, ich mag es einfach unkompliziert und mal ehrlich, eine Schale, die entfernt werden muss, ist alles andere als das. Ob Kürbiskonfitüre, Kürbislasagne, Kürbissuppe bzw. -eintopf, Mac & Cheese (ein neues Rezept folgt) oder auch Kürbisporridge von Frau Schulz, ich habe mich da schon echt schon quer durchs (Kürbis)Beet getestet. Einzig einen Kuchen hatte ich bisher noch nicht auf den Tisch gebracht. Diesen Herbst wurde es definitiv Zeit, auch das mal zu ändern.

Schließlich habe ich dann einen Kürbiskuchen gebacken, der zwar supertoll aussah und geschmeckt hat, nur die Konsistenz war mir noch ein bisschen zu matschig. Irgendwie teigig. Das passiert schon mal beim Zusammenbauen neuer Rezepte und gerade mit Kürbispüree im Teig hatte ich noch gar keine Erfahrung gehabt. Also beschloss ich neulich, ein paar Veränderungen vorzunehmen, die ich mehr oder weniger auf gut Glück umsetzte und tadaaa, genau die richtige Konsistenz.

Da ich ja, wie im letzten Post angekündigt, gerade versuche, meine Küchenutensilien zu reduzieren und noch jede Menge Muffinförmchen in der Küche rumliegen hatte, buk ich zwecks Aufbrauchen einfach mal ein paar kleinere Küchlein aka Muffins. Diese habe ich dann noch mit Schoko-Glasur bestrichen (der Kuchen sollte eigentlich auch mit Schokolade überzogen werden, ich hatte aber keine mehr da) und mit Zuckerdeko und veganen Marshmallows verziert. Die passenden Esser_innen (meine Wenigkeit; der Mann), waren schnell gefunden und trotz hübscher Deko war die Hemmung, gleich mehrere Muffins im Bäuchlein verschwinden zu lassen, quasi nicht vorhanden, denn sie waren einfach zu lecker. Probiert es ruhig aus…

Kürbismuffins

Zutaten:

Für den Teig

♥ 275 g Kürbispüree (selbstgemacht aus einem kleinen Hokkaidokürbis, s. u.)

♥ 235 g Birkenzucker (Xylit) oder Roh-Rohrzucker

♥ 360 ml Hafermilch

♥ 50 ml Öl

♥ 300g Mehl (hier kam Type 550er zum Einsatz)

♥ 100 g Kartoffelmehl

♥ 1 Päckchen Backpulver + etwas Wasser zum Auflösen

♥ 1 gehäufter TL Zimt

♥ 1 Messerspitze gemahlene Vanille

♥ 1 Prise Salz

♥ 100 g Schokotropfen

♥ 75 g gehackte Walnüsse

♥ Schale von einer ungespritzten Biozitrone

♥ Öl und Mehl für die Backform

Für die Deko

♥ 100 g Zartbitter- oder Blockschokolade

♥ 50 g Margarine

ODER

♥ 200 g Zartbitter- oder Blockschokolade

♥ in beiden Variationen Deko nach Wunsch (vegane Marshmallows, Zuckerperlchen, gehackte Nüsse…)

Zubereitung:

1. Kleinen Hokkaidokürbis waschen, halbieren, die Kerne entfernen und das Kürbisfleisch kleinschneiden. Ca. 15 Minuten bzw. bis die Kürbisstücke schön weich sind in Wasser kochen, letzteres schließlich abgießen und anschließend Kürbisstückchen mit dem Pürierstab zu einem Püree verarbeiten.

2. Kürbispüree, Zucker bzw. Birkenzucker, Hafermilch und Öl in einer großen Schüssel glattrühren. Anschließend Mehl und Kartoffelmehl nach und nach hinzufügen und mit den feuchten Zutaten verrühren.

3. Backpulver in 2, 3 EL Wasser auflösen (ich messe das nicht so genau ab, sondern bedecke einfach einen Tassenboden mit Wasser), sodass keine Klümpchen entstehen. Ebenfalls in den Teig geben.

4. Zum Verfeinern der Kuchenmasse nun Zimt und Vanille, Salz und Schokotropfen hineingeben. Walnüsse grob hacken sowie die Zitronenschale reiben und damit den Teig abrunden.

5. Die gewünschten Förmchen, es sei denn, ihr backt Muffins in Papierhüllen, einfetten. Ein Kuchen in einer 20er Springform ca. 45 Minuten bei 180° C backen, Muffins brauchen je nach Teighöhe 20-30 Minuten bei derselben Temperatur. Im Zweifelsfall hilft, wie immer, die Stäbchenprobe.

6. Falls gewünscht, Kuchen bzw. Muffins mit Schokolade glasieren. Dazu erst einmal ein bisschen Geduld, der Teig sollte nicht mehr heiß sein. Im Wasserbad Schokolade und ggf. Butter (dann bleibt die Glasur weicher) schmelzen und anschließend auf dem Gebäck verteilen. Ggf. noch mit etwas Zuckerdoko oder Nüssen verzieren.

7. Falls ihr noch mehr Geduld habt (wir hatten sie nicht), Schoki wieder festwerden lassen.

Kürbismuffin

Gemüsesuppe vs. Erkältung

Gemüsesuppe #1

Letzte Woche war mein Mann unheimlich erkältet und da für ihn eine wichtige Prüfung ins Haus stand, half neben dem obligatorischen Tee, warmen Socken, einer kuscheligen Bettdecke und viel Schlaf nur noch der Joker: Gemüsesuppe!

Vielleicht ist es auch nur das positive Gefühl, das man mit Gemüsesuppe verbindet, der Gedanke, dem Körper etwas Gutes zu tun, der einem hilft, aber wer weiß das schon so genau? Als ich noch zuhause lebte, kochte mir meine Mutter jedenfalls immer eine riesige Portion zur Stärkung gegen alle Übel und derart umsorgt, konnte es einem doch nur ruckizucki besser gehen.

Von Zuhause „mitgenommen“ habe ich die Praxis, Gemüsesuppe stets frisch zu kochen (oder mich im Zweifelsfall bekochen zu lassen, falls ich gerade die Schniefnase bin) – Tütensuppe, das kommt nicht in die Tüte. ;)

Da entgegen hartnäckiger Gerüchte auch Veganer*innen nicht vor gelegentlichen Bazillenangriffen gefeit sind, und ich beim Blick auf Social-Media-Kanäle den Eindruck bekommen habe, dass momentan ganz besonders viele von euch erkältungsgeplagt sind, habe ich beschlossen, einfach mal eine klassische Gemüsesuppe zu posten, die sogar ohne Gemüsebrühenpulver auskommt. Stattdessen dürfen frische und/oder getrocknete Kräuter mit rein.

Prinzipiell funktioniert die Suppe mit ein oder zwei Gemüsesorten genauso gut wie mit vielen verschiedenen – meistens nehme ich im Ernstfall das, was gerade im Haus ist. Allerdings mag ich Vielfalt und bunte Suppenteller besonders gerne, deshalb besteht dieses Rezept aus sechs verschiedenen Gemüsen, die ihr aber problemlos austauschen könnt. Zucchini habe ich dieses Mal z.B. nicht bekommen, dafür gab’s Brokkoliröschen. Natürlich müsst ihr das Abwiegen auch nicht allzu genau nehmen.

Gemüsesuppe #2

Für einen großen Topf benötigt ihr:

♥ 150 g Sellerie (geschält gewogen)

♥ 100 g Kohlrabi (geschält gewogen)

♥ 420 g Karotten (geschält gewogen)

♥ 100 g Zwiebeln (geschält gewogen)

♥ 200 g Lauch

♥ 1,5 l Wasser

♥ 2 gehäufte TL Salz

♥ 1,5 gehäufte TL Liebstöckelblätter, gemahlen (frischen habe ich leider nicht bekommen)

♥ 250 g Brokkoliröschen

♥ ½ Bund glatte Petersilie

Zubereitung:

1. Sellerie, Karotten, Kohlrabi und Zwiebel schälen und würfeln. Lauch gut waschen und anschließend in Ringe schneiden.

2. Wasser im Wasserkocher erhitzen und das Gemüse damit übergießen. Zusammen mit dem Salz und den Liebstöckelblättern ca. acht Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen. Wenn ihr das Wasser nicht vorher erhitzt habt, weil ihr z.B. keinen Wasserkocher habt, dann gebt das Gemüse ins Wasser, sobald dieses kocht und rechnet ab da.

3. Derweil den Brokkoli und die Petersilie waschen und Röschen abteilen. Petersilie hacken. Nach den acht Minuten beides zum restlichen Gemüse geben und weitere ca. 7 Minuten köcheln lassen.

4. Auf Tellern verteilen, genießen und gesund werden. Schmeckt natürlich auch in gesundem Zustand als wärmende Mahlzeit.

Gemüsesuppe #3

Gewonnen hat dann am Ende übrigens die Gemüsesuppe, die Prüfung konnte der Herr gesund und munter über die Bühne bringen (bestanden hat er sie noch dazu mit 1,0 – vielleicht hätte ich vor Prüfungen mehr Suppe essen sollen…)