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Aufräumen mit Marie Kondo

marie-kondos-buecher

Marie Kondo ist die Ikone des Aufräumens und derzeit in aller Munde. Wer sich mit dem Thema Minimalismus bzw. Reduzierung von Besitz auseinandersetzt, kommt an ihr eigentlich nicht vorbei. Grund genug, euch ihr Buch „The Life-Changing Magic of Tidying“ sowie ihre Praxisbuch „Spark Joy“ näher vorzustellen. Für den Fall, dass ihr es nicht ganz so detailliert möchtet, springt gerne gleich zu meinem Fazit am Ende meines Artikels.

Aufräumtechnisch macht mir so schnell eigentlich niemand was vor. Schon als Kind habe ich supergerne mein Zimmer aufgeräumt und sogar regelmäßig meinem Bruder dabei geholfen, Ordnung in sein Spielzeug zu bringen oder gar alte Versandkataloge meiner Eltern aussortiert, wann immer ich durfte. Doch als in dem Minimalistenforum, in dem ich Mitglied bin (damals noch ein separater Thread bei Kleiderkreisel) so viele anfingen, von Marie Kondo zu schwärmen, musste ich mir das Buch doch mal anschauen. Ich habe es, das muss ich zu meiner Schande gestehen, nicht ausgeliehen, sondern gekauft, da ich es unbedingt in der Originalsprache lesen wollte, wobei es ein Weilchen gedauert hat, bis ich dann auch mal kapiert hatte, dass das Buch zuerst auf Japanisch erschienen ist und nicht in englischer Sprache verfasst wurde. Aber da hatte ich es eh schon auf Englisch bestellt und war mit dieser Wahl auch sehr zufrieden. Für mich klingen Ratgeber auf deutsch irgendwie immer besonders altbacken.

Auch wenn schon der Titel keine minimalistischen Schwerpunkte verspricht, hatte ich Minimalismus aufgrund verschiedener Rezensionen als integralen Bestandteil erwartet. Dies trifft allerdings nur eingeschränkt zu. Hauptsächlich (es gibt Ausnahmen!) befasst sich das Buch nicht schwerpunktmäßig mit dem Nutzen von Gegenständen („Brauche ich wirklich 150 Paar Schuhe?“), sondern stellt die persönliche Beziehung zu diesen in den Mittelpunkt: „Bereitet mir Teil xy Freude oder nicht?“ Wenn von den 150 Schuhe im Schuhschrank 99 positive Gefühle („Spark Joy“) hervorrufen, dürfen diese entsprechend der Logik von Marie Kondo auch bleiben. Positive Gefühle legt die Autorin der Praxis halber weiter aus, damit auch aktuelle Steuerratgeber oder Tesafilm, die nicht unbedingt dazu prädestiniert sind, stärkere positive Emotionen hervorzurufen, jedoch sehr nutzlich seien können und das Leben vereinfachen, erfasst werden können.

Ziel ist es für sie also nicht, am Ende einen reduzierten Capsule Wardrobe erschaffen zu haben, sondern nur noch von Dingen umgeben zu sein, die einen beglücken. Gleichzeitig soll beim Ausmisten Ordnung geschaffen werden. Auch wenn die positive Grundeinstellung zur (gut sortierten!) Schuhsammlung Gegenteiliges vermuten lassen würde, vertritt Kondo durchaus die These, dass die meisten Menschen, gemessen daran, was sie wirklich glücklich macht, zu viel besitzen. So legt sie ihren Klient*innen bzw. Leser*innen auch erst einmal nahe, vor dem Aufräumen gründlich auszusortieren, wobei sie im Buch leider konstant dazu rät, die Dinge, die nicht bleiben dürfen, wegzuwerfen. Sicherlich wäre es hier ratsam, alternative Ansätze zu wählen, gerade weil sie Dingen ohnehin einen hohen Stellenwert einräumt und diese geradezu personifiziert. Vor diesem Hintergrund wäre es nur konsequent, materiellen Gütern Achtsamkeit zu schenken, indem auf eine mögliche Weiternutzung hingewiesen wird, die ja auch viel ressourcenschonender wäre. Allerdings scheint Kondo hier einen eher individualistischen und für sie pragmatischen Ansatz zu verfolgen: Aus den Augen, aus dem Sinn – je schneller die Dinge aus dem Haus kommen, desto besser.

Beim Aussortieren selbst geht Kondo sehr strukturiert vor, nämlich nach den Kategorien Kleidung, Bücher, Dokumente, Sonstiges sowie Erinnerungsstücke und zwar genau in dieser Reihenfolge, da sie die Meinung vertritt, dass es leichter sei, sich von Kleidung als von Erinnerungsstücken zu trennen. Wesentlicher Bestandteil der KonMari-Methode ist es, alle Güter einer Kategorie an einem Ort zu versammeln und diese dann auf einmal auf ihre Fähigkeit, Freude zu versprühen zu „testen“. Laut Marie Kondo ist das Chaos bei vielen Menschen der Tatsache geschuldet, dass sie sich beim Aufräumen immer einem bestimmten Ort widmen, dabei aber beispielsweise vergessen, dass im Keller, auf dem Dachboden oder aber im Flur noch weitere sieben Winterjacken hängen, die sie weder alle brauchen noch mögen. Gleichzeitig empfiehlt Kondo, sich lieber wenige Tage und an einem Stück dem Aufräumen zu widmen als jeden Donnerstagnachmittag eine Schublade aufzuräumen. Wer so vorgehe, werde nie fertig und schaffe auch kein passendes System, das jedoch zentral sei, um Unordnung dauerhaft zu vermeiden: Nur, wenn jedes einzelne Teil einen festen Platz in der Wohnung habe, sei es möglich, die Wohnung dauerhaft von Chaos zu befreien.

Dazu bietet sie insbesondere in ihrem zweiten Buch, das sie seltsamerweise erst für Menschen, die das erste Buch komplett durchgearbeitet haben (also bereits Ordnung mit der KonMari-Methode geschaffen haben), empfiehlt, gute Praxistipps, sei es zum effizienten Falten und Lagern von Kleidung oder dem Sortieren des Badezimmerschranks. Wer das zweite Buch also überhaupt kaufen möchte (die Methode lässt sich auch allein mit dem ersten gut begreifen), sollte es meines Erachtens parallel oder unmittelbar nach dem ersten lesen, um die Erkenntnisse dann gleich verarbeiten zu können.

Mein Fazit:

Marie Kondos Bücher waren für mich durchaus inspirierend. Ihre Methode, nach Kategorie und in einem Rutsch aufzuräumen, entspricht meiner sonstigen Aufräumpraxis, sodass hier nicht mehr so viel Neues für mich dabei war. Die ein oder andere Idee, etwa zu Faltmethoden von Socken oder der Lagerung von T-Shirts habe ich jedoch mitgenommen. Auch manche Zitate bzw. Konzepte sind mir durchaus positiv im Gedächtnis geblieben. So etwa „Sometime means never“ bzw. „Sometime never comes“, wenn es darum geht, dass Dinge, die bisher nicht verwendet wurden, oft nur aufbewahrt werden, weil sie irgendwann vielleicht doch gelesen, getragen oder gebraucht werden könnten.
Auch die Frage „Am I having trouble getting rid of this because of an attachment to the past or because of fear for the future?“ finde ich durchaus wichtig. Wir müssen uns klar machen, dass Erinnerungen im Kopf und nicht in der verstaubten Kiste auf dem muffig-feuchten Dachboden gespeichert sind. Als Foodbloggerin musste ich auch ganz besonders über ihren Vergleich von Küchengadgets mit Kinderspielzeug schmunzeln: Am Anfang sei alles ganz toll und aufregend, aber nach kurzer Zeit verliere es seinen Reiz. Da ist zumindest für mich definitiv etwas dran, weshalb ich mich in den letzten Jahren von einigem getrennt habe. Wäre es nicht schon weg, hätte ich es spätestens nach der Lektüre aussortiert.

Weniger gut gefallen hat mir der unnachhaltige Ansatz, aussortierte Besitztümer einfach wegzuwerfen. Hier möchte ich definitv an Möglichkeiten wie Verkaufen, Verschenken bzw. Spenden erinnern. Auch ihr System erscheint, wie an zahlreichen von ihr angeführten Anekdoten deutlich wird, stellenweise willkürlicher als sie zugibt. Über spirituelle und sehr unpraktische Ansätze habe ich hinweg gelesen. Als Minimalistin habe ich beispielsweise ohnehin nur eine Tasche, die ich im Alltag verwende, sodass ich gar nicht einsehe, diese täglich auszuräumen. Auch das meditative Falten für Kleidung wird für mich wohl nie zum Hobby werden, aber das ist okay, Ratgeber sind ja nicht dazu da, um wortwörtlich umgesetzt zu werden, etwas gesunder Menschenverstand und die Fähigkeit, Anpassungen vorzunehmen, sind immer von Nutzen. Doch geärgert hat mich dann aber Kondos etwas altbackenes Geschlechterbild sowie die gut gemeinte Empfehlung an Frauen, gerade nachts etwas „Feminines“ zu tragen. Vermutlich möchte sie die Leute davon abhalten, 200 Schlafshirts zu behalten, aber es gibt keine Notwenidgkeit, feminin auszusehen, was von der Autorin praktisch synonym zu „gepflegt“ verwendet wird. Doch wie ich mich kleide, geht Marie Kondo echt nichts an. #sorrynotsorry

Trotz meiner angeführten Kritik finde ich die Bücher durchaus lesenswert und inspirierend. Wer sie nicht kaufen möchte, diese aber auch nicht in der Bibliothek erhält oder schlichtweg keine Zeit zum Lesen hat, findet zahlreiche Youtube-Videos, auch von Marie Kondo persönlich, in der die Methode erklärt wird. Und wer daran keinen Spaß hat, bekommt die KonMari Methode sogar ganz kurz in der neuen Gilmore Girls Staffel präsentiert, wobei (und ich hoffe, das ist nicht zu sehr gespoilert) diese hier nicht sonderlich gut wegkommt.

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Mein Foodblog wird minimalistischer

Besitz ist Ballast

Keine Sorge wegen der Überschrift, die Rezeptideen und andere Inhalte sind mir nicht ausgegangen. An dieser Stelle soll es sich um die Reduzierung von Dingen sowie um die daraus resultierende Konsequenz fürs Blog drehen.

Spätestens, als wir vor einem halben Jahr in kürzester Zeit unser Leben in Umzugskarton packen mussten, wurde mir bewusst, wie viel Zeug ich eigentlich habe. Spannenderweise passte meine Bekleidung samt Wintermänteln und Socken komplett in zwei Umzugkisten, das fand ich gar nicht mal sooo schlecht. Töpfe, Geschirr und Gläser hingegen blieben aus guten Gründen ungezählt. Ich hatte mir in den letzten zwei Jahren alle Mühe gegeben, einen Capsule Wardrobe aufzubauen (darüber werde ich in Kürze berichten) oder meine Büchersammlung auszudünnen, aber hatte den vollständigen Bereich der Kitchenware dabei vollkommen ausgeklammert.

Es ist nicht so, als hätte ich nicht realisiert, wie viel Kram sich angesammelt hatte. Nur als (Food-)Bloggerin kann man das Anhäufen von Kitchenware zum Glück so wunderbar rechtfertigen. Schließlich soll das Gekochte oder Gebackene anschließend auch ansprechend präsentiert werden. Wie oft habe ich beim Gedanken an einen spezifischen Blogpost einen neuen Teller gekauft „das Törtchen würde sich da doch bestimmt ganz toll drauf machen“ – oder auch gleich sechs, schließlich will man das Geschirr nachfolgend ja auch möglichst viel weiternutzen…und wenn dann mal Gäste kommen…. Auch jahreszeitspezifische Servietten mussten auf den Pirschzügen durch einschlägige Geschäfte immer mit. Ganz zu schweigen von Deko, obwohl ich meine Wohnung eigentlich immer schon ziemlich dezent dekoriert habe. Da machte sich dann auch der Gegensatz bemerkbar: Wenngleich im Alltag eigentlich meistens die gleichen drei Tassen und Teller zum Einsatz kommen und statt Servietten einfach Recycling-Küchenpapier bemüht wird, verwandelte sich der Haushalt so langsam in eine Requisitenkammer.

Irgendwann jedoch ging mir dann ein Licht auf. Dass dieses ganze „fürs Blog“ nur Selbstbetrug ist. Sicherlich kann ein bisschen Abwechslung nicht schaden, aber meine Leserinnen (das seid ihr, huhu ;) ) würden ganz bestimmt nicht das Interesse an den Rezepten verlieren, würde ich die gleiche Serviette in drei unterschiedlichen Beiträgen zeigen (von Papierservietten möchte ich ohnehin weg und habe auf der To-Do-Liste schon das Nähen von Stoffservietten vermerkt) oder nicht für jede Törtchenform einen eigenen Teller bereithalten – oder? Vielleicht ist der Teller dann einen Tick zu groß oder die Gabel nicht so verspielt, wie man sie gerne hätte, aber was soll’s? Mit Mut zur Lücke wird vieles einfacher. Noch dazu günstiger, immerhin blogge ich ja hobbymäßig und bekomme von niemandem Geld dafür, teures Zeug zu kaufen, das danach so viel Platz wegnimmt, dass man eigentlich am liebsten in eine Villa ziehen würde, nur um alles noch irgendwie organisiert unterbringen zu können. A propos: Auch die Tatsache, dass wir nun in einer kleineren Wohnung mit weniger Stauraum leben, hat mich in meiner Ansicht bestärkt. Ich möchte nicht, dass sich die Wohnform meinen Besitztümern anpassen muss, sprich: eigentlich reichen uns 2 Zimmer vollkommen aus, allerdings nur, wenn diese nicht von oben bis unten vollgestopft sind.

Doch wohin mit all den angehäuften Dingen? Wenn ihr das Glück habt, noch nicht so viel zu besitzen, solltet ihr genau überlegen, ob ihr das wirklich aufgeben wollt. Eines habe ich definitiv gelernt: „Besitz ist Ballast“ ist mehr als ein flacher Spruch. Der Umzug wäre wesentlich stressfreier und günstiger geworden und ich hätte mir all die Zeit des Minimierens gespart. Womit wir schon beim nächsten Punkt sind: Was, wenn schon zu viel da ist? Ich z. B. habe einiges an Flüchtlinge und wohltätige Flohmärkte gespendet oder über eine Free Your Stuff Gruppe via Facebook verschenkt, über Ebay bzw. die Kleinanzeigen verkauft, schlicht und ergreifend aufgebraucht, über die Familie verteilt und manches vieles lungert auch immer noch in den Regalen rum und wartet auf Aufmerksamkeit. 

Falls ihr euch jetzt fragt, warum ich diesen Artikel hier gepostet habe, so hat dies hauptsächlich zwei Gründe:  Wenn ich erst einmal verkündet habe, nicht mehr zu übertreiben, fühle ich mich zum einen nicht mehr vor irgendeinem ungeschriebenen „Blog-Gesetz für vielfältige Deko“ dazu verpflichtet.
Zum anderen habe ich die Hoffnung, auch ein klitzekleines bisschen zu motivieren, denn vielleicht geht es euch ja genauso: Falls ihr bloggt, kennt ihr möglicherweise dieses Horten zu Präsentationszwecken und vielleicht konnte ich in diesem Zusammenhang ja ein klein wenig Druck von euch nehmen; doch auch ohne zu Bloggen kann es z. B. der Perfektionismus sein, der dazu verleitet, für jede Situation und Eventualität das Passende bereitzuhalten. Doch Besitz allein macht niemanden perfekt. So liegt es denn bestimmt auch nicht am hübschen Kaffeeservice (das ihr nur einmal im Jahr rausholt), dass eure Freunde und die Familie sich so über die Einladung zu Kaffee und Kuchen bei euch freuen.

Wie steht ihr zum Thema Minimalismus, gerne speziell auch in Hinblick auf Geschirr, Deko und Co.? 

Ausmistaktion oder weniger ist mehr – Bücher

Bücherregal

Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen: Einführungsveranstaltung Literaturwissenschaft. Die Dozentin steht vorne am Pult und und thematisiert plötzlich, dass sie bereits Bücher weggeworfen hat. Ein lautes Raunen geht durch die Reihen, entsetzte Blicke, Irritation bis Zorn. Die Tatsache, dass die Bücher weggeworfen worden sind, ist hier nur das halbe Problem, denn ebenso blutet das Herz, weil die Vorstellung, jemals ein Buch wegzugeben, einfach nur vollkommen absurd ist. Die Dozentin lächelt und sagt: „Warten Sie mal, bis Sie ein paarmal umgezogen sind – Umzugskartons mit Büchern sind schwer, da lernen Sie, sich von Büchern zu trennen, die sie nicht für absolut genial halten…“

Auch ich gehörte damals, so wie jede andere Person in diesem Raum, zu denjenigen, die ihre Stirn kritisch in Falten legten. „Mich von einem Buch trennen? Niemals!“

Dieses Jahr steht aller Voraussicht nach der dritte Umzug an. Mittlerweile verstehe ich ganz genau, was meine Dozentin damals meinte. Aber auch, wenn man gerade keine Kisten packt – Bücher, genau wie alle anderen Besitztümer, kosten Platz. Und so groß meine Bewunderung für das geschriebene Wort auch heutzutage noch ist,  nur weil etwas zu Papier gebracht wurde, muss ich es nicht per se gut finden. Auch wenn es in einem Buch steht. Punkt. Ich möchte mich wirklich nicht mit Dingen umgeben, die ich nicht hunderprozentig wertschätze oder die mir zumindest von Nutzen sind (das lästige, dicke Buch für die Uni muss vorerst vielleicht noch im Regal stehen bleiben, weil es nicht in digitaler Form vorhanden ist, ausmisten kann man es später noch – aber wenn wir regelmäßig damit arbeiten und es gut ist, ist es für uns vielleicht trotzdem etwas wert).

So habe ich meine Bücher über die Zeit von 3 Bücherregalen (Billy) auf 1,5 zusammenschrumpfen lassen. Das mag vielleicht für manche unvorstellbar sein, aber ich fühle mich damit nun viel besser, da die Bücher, die übrig geblieben sind, nun wirklich meinem Geschmack entsprechen. Der wird sich mit der Zeit ändern, alte Bücher werden aus-, andere temporär (denn ich möchte in Zukunft wieder mehr ausleihen) oder dauerhaft einziehen, aber das ist okay so.

Es gibt keinen Grund, das Regal mit verstaubten Klassikern vollzustopfen, wenn man eigentlich nur Krimis oder Vampirromane mag. Auch wenn man immer mal wieder anekdotenhaft von Leuten hört, die das machen, um zu beeindrucken, aber möchte man wirklich Freunde, die einen nur mögen, weil man etwas bestimmtes hat und anderes nicht? Eben! Das gilt selbstverständlich nicht nur für Bücher…. Natürlich ist das vorangegangene  Beispiel schon etwas „extrem“, aber vielleicht erwischen wir uns alle schon eher dabei, wenn es um dieses eine Buch geht, das wir schon dreimal angefangen und immer wieder gelangweilt zur Seite gelegt haben. Man „sollte es mal gelesen haben…“, denken wir uns, aber wer sagt das eigentlich? Manchmal habe ich das Gefühl, auf einer meiner Schultern sitzt immer noch meine Deutschlehrerin, aber die habe ich nun gleich mit verbannt ;) Wenn ich das Buch vom Stil katastrophal finde, aber mich, warum auch immer, doch für eine kurze Inhaltsangabe interessiere, bleibt immer noch der Blick in die Wikipedia.

Beim Ausmisten haben mir u.a. folgende Fragen geholfen:

Würde ich die Bücher lieben Menschen weiterempfehlen?
Würde ich sie nochmal lesen wollen?
Nutze ich die Bücher gerne und regelmäßig (zum Lernen, Nachkochen, als Ratgeber)?

Das allermeiste, was bei diesen Fragen durchgefallen ist, musste gehen.

Wohin nun mit den aussortierten Büchern?

Ebay

Wenn die Bücher noch sehr gut erhalten sind, könnt ihr sie natürlich wieder zu Geld verwandeln. Artikel einfach mit möglichst genauer Beschreibung einstellen, warten, wieder warten (auf Bezahlung), verschicken, sich über den Platz freuen. Ebay ist immer mit viel Arbeit verbunden, die Artikel müssen fotografiert werden und jedes Buch muss einzeln eingestellt werden. Natürlich könnt ihr auch ein „Buchpaket“ schnüren. Romane sind bei mir immer äußerst schlecht verkauft worden, Kochbücher oder Hochzeitsratgeber bin ich gut losgeworden. Wenn ihr noch einen bestimmten Preis erzielen wollt, einfach zum Festpreis einstellen.

Flohmarkt

Auf dem Flohmarkt ist die Konkurrenz, falls es professionelle Bücherhändler gibt, vermutlich groß, dennoch kann man es mal versuchen. Allerdings würde ich das Hauptaugenmerk eher auf Bücher legen, die ihr günstig weitergeben möchtet, denn kaum jemand ist auf dem Flohmarkt bereit, 10, 12 Euro für ein Buch auszugeben, da ist Ebay dann die bessere Alternative. Meistens.

Zu einem Ankaufdienst senden

Wenn ihr wenig Zeit und Geduld habt, könnt ihr die Bücher auch zu Momox oder Rebuy senden. Das lohnt sich allerdings wiederum nur, wenn ihr wirklich viele Sachen habt, da das Porto erst ab einem Ankaufwert von 10 Euro frei ist. Klingt nicht viel, aber teilweise bekommt man für ein Buch gerade noch 15 oder 25 ct., wenn es sich um einen eher häufigen Artikel handelt. Die Bücher werden nämlich weit unter Originalpreis verkauft und das Unternehmen hat eine gehörige Gewinnspanne.  Vieles wird auch (momentan) nicht (mehr) angekauft, man stelle sich die Pflichtlektüre eines halben Abiturjahrgangs vor (wobei angemarkerte oder schlecht erhaltene Bücher nicht angenommen werden), der die Bücher nach erfolgreicher Prüfung einschickt – so viel Nachfrage nach diesem Buch wird nie da sein und das Unternehmen würde drauf sitzen bleiben. Macht so natürlich keinen Sinn. Ich habe ein Paket gepackt, aber das ist noch in Bearbeitung und wurde aufgrund oben beschriebener Problematik auch nur voll, weil ich einen Haufen CDs dazugepackt habe. Rechnet sich finanziell nicht wirklich, spart aber Nerven und Zeit. Und das ist manchmal genauso viel Wert wie Bares.

Freunden geben

„Interessiert sich Anna nicht so für Kunstgeschichte? Studiert Paul nicht Latein auf Lehramt?“ Wenn ihr bei bestimmten Büchern gleich an bestimmte Leute denkt, die sie gebrauchen oder sich dafür interessieren könnten, dann fragt doch einfach mal nach, ob sie vielleicht das Buch gerne hätten. Ob geschenkt oder gegen eine Einladung zur selbstgemachten Lasagne, ist natürlich eure Sache :)

Öffentliche Bücherregale/Give Boxen

In Berlin sind öffentliche Bücherregale und Give Boxen leider für die Größe der Stadt verhältnismäßig rar. Aus Süddeutschland, wo ich schon oft Urlaub gemacht habe, weiß ich, dass die Dichte dort wesentlich besser ist. Das Prinzip eines öffentlichen Bücherregals funktioniert ganz einfach: Ihr könnt Bücher vorbeibringen und wenn ihr ein oder mehrere für euch spannende Exemplare seht, könnt ihr diese mitnehmen. Auch wer nichts vorbeigebracht hat, darf was mitnehmen und umgekehrt. Alles kostenlos. In Give-Boxen können neben Bücher auch alle anderen irgendwie logisch erscheinenden Dinge (Kleidung, CDs, Spielsachen…) reingestellt werden. Googelt am besten mal nach einem Standort in eurer Nähe, bei Wikipedia habe ich z.B. eine Liste öffentlicher Bücherschränke gefunden. Teilweise gibt es auch an Unis oder in Cafés solche Regale, die hier natürlich nicht aufgelistet werden.

Bookcrossing:

Bookcrossing habe ich persönlich noch nicht ausprobiert, aber es klingt ganz lustig. Hierbei handelt es sich um eine Alternative zu öffentlichen Bücherregalen, bei denen man ein bestimmtens Buch einfach „irgendwo“ liegenlässt. Dazu wird dieses spezifische Buch anfänglich auf einer Bookcrossing-Website registriert und die jeweiligen Finder können dann nachverfolgen, wo das Buch überall schon war und von wem es gelesen worden ist. Allerdings funktioniert der Spaß nur, wenn niemand das Buch behält und alle fleißig tracken.

Spenden

Vereine wie etwa Oxfam nehmen auch gerne Bücherspenden entgegen. Voraussetzung ist aber, dass die Bücher noch in einem guten Zustand sind, da diese verkauft werden sollen. Total abgerockte Exemplare, die sich niemand mehr anzufassen trauen würde, solltet ihr daher nicht abgeben, denn wenn die Sachen entsorgt werden müssen, fallen Kosten und Mühen an. Bei Kinder- und Schulbüchern kann man auch in Kindergräten, Frauenhäusern oder bei Vereinen mit Bildungsangeboten anfragen, ob sie Bedarf hätten.

Kreativ werden

Da ich nicht andere, sondern weniger Dinge haben wollte, habe ich mich in dieser Richtung zwar nicht umgesehen, aber prizipiell gibt es bei Pinterest viel Inspiration, um Büchern ein zweites Lebens als (Kunst-)Objekt zu schenken: Als Grundlage für Druckarbeiten, als Ornament, Schatztruhe, Hocker…vieles ist möglich…

Wegwerfen

Im Notfall hilft nur noch wegwerfen. Da blutet möglicherweise das Herz, aber wenn das Buch in den Swimmingpool gefallen ist und die Seiten zusammenkleben, dann schließt man vielleicht besser ab…

Ich hoffe, euch haben die Tipps etwas gebracht und vielleicht habt ihr ja sogar noch andere Ideen, die ich vergessen habe oder so noch gar nicht kannte. Fällt euch loslassen von Gegenständen leicht oder neigt ihr eher zum Horten?

Blogevent-Empfehlung: Mit dem Use Up Along zum bewussten Konsum

useupalong2015

Auch in diesem Jahr startet Carola auf ihrem Blog twoodledrum wieder den Use Up Along, bei dem es darum geht, die Vorratsschränke von Lebensmittelfehlkäufen oder in Vergessenheit geratenen, essbaren Schätzen zu befreien, indem ihr sie verbraucht, verschenkt oder vertauscht. Unterstützung bekommt sie dieses Jahr von Claudia, die auf Hüpfgemüse bloggt. Sie hat sich ein paar „Challenges“ ausgedacht, die noch ein bisschen mehr Abwechslung und Spannung in die Aktion bringen. Das ist neu, die Idee finde ich aber sehr gut.

Auch wenn ich dieses Jahr nicht mit von der Partie bin, möchte ich euch die Teilnahme uneingeschränkt empfehlen. Das hat gleichzeitig ein bisschen was damit zu tun, warum ich dieses Jahr nicht mit dabei bin: Ich würde nämlich schlichtweg behaupten, durch die Teilnahme 2013 und 2014 derart für einen bewussten Einkauf und Konsum von Lebensmitteln sensibilisiert worden zu sein, dass ich inzwischen tatsächlich nur noch Lebensmittel einkaufe, die ich tatsächlich verwende. Gerade bei ausgefalleneren Zutaten, von denen man relativ wenig benötigt, ist das von großer Relevanz. Das Pfeilwurzelmehl, das man für ein einzelnes Rezept braucht, sonst aber nicht auf dem Schirm hat, ist förmlich dazu prädestiniert, übers Jahr hinweg im Schrank vergessen zu werden. Inzwischen frage ich mich daher, ob man diese eine Zutat nicht durch eine andere ersetzen kann, die sowieso im Haus ist (etwa Johannisbrotkernmehl, um beim Beispiel zu bleiben). Falls dies nicht möglich ist und ich die Zutat unbedingt brauche, versuche ich, in der Folgezeit gezielt Rezepte rauszusuchen, die diese ebenfalls beinhalten, damit erst gar keine „Schrankleichen“ entstehen.

Versteht mich nicht falsch. Auch ich habe ein paar Lebensmittel (insbesondere in meinem Backzutatenkistchen), die seltener zum Einsatz kommen. Das ist aber okay für mich, solange ich weiß, dass ich sie überhaupt verwende und nicht so lange ignoriere, bis sie längst (damit meine ich nicht Tage, sondern Jahre) abgelaufen sind und niemandem mehr nutzen. Denn bei Lebensmitteln ist es für mich inzwischen wie bei Secondhandbekleidung oder DVDs: Was ich nicht so super finde, gefällt vielleicht jemand anderem oder anders herum. Daher bedenkt neben dem Aufbrauchen ruhig auch das Verschenken oder -tauschen.

Geht doch am Wochenende einfach mal eure Vorratskammern, Kühl-, Gefrier-, und Vorratsschränke, Schubladen und Regale – eben die Plätze, an denen ihr Lebensmittel lagert durch und schaut, welche Produkten ihr vielleicht mehr Beachtung schenken solltet. Bei diesem Wetter bleiben die meisten vermutlich sowieso zu Hause. Mitmachen könnt ihr mit oder ohne Blog, denn die Fotos vom Anfangs-, Zwischen und Endstand sammelt Carola per Mail. Eine genaue Beschreibung gibt es hier.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei Carola bedanken, denn letztendlich hat das Event für mich nicht nur den Startschuss zum bewussteren Konsumieren von Lebensmitteln gegeben – auch bei meiner Kleidung, Kosmetika und anderen Produkten denke ich inzwischen nach den im Use Up Along erworbenen Mustern: Brauche ich wirklich das 20. Kleid, den 5. Lippenstift oder fühle ich mich mit weniger vielleicht besser? Solte ich nicht erst einmal die Dinge, die ich besitze auftragen bzw. verbrauchen? Ich denke, über das effektive Ausmisten von Kleidung oder Kosmetika werde ich wahrscheinlich auch noch was schreiben (sofern ihr keinen Widerspruch einlegt, dass ich mich mal besser nur mit Veganismus befassen soll…).

Um zum Schluss noch mal ganz kurz auf den Use Up Along zurückzukommen: Auch wenn ich dieses Jahr nicht offiziell mitmache, besonders die Challenge für den 12. Februar
(Koche einmal ungewöhnlich und verwende eine Zutat ganz anders als sonst!“) hat es mir angetan, vielleicht werde ich da dann inoffiziell mitmachen ;) Euch wünsche ich nun aber erst einmal viel Spaß und Erfolg :)

Use Up-Along 2014 Etappe 1

useupalong2014

Husch, husch, nun aber flink, denn morgen endet auch schon wieder Etappe 1 des Use Up-Along bei Carola von twoodledrum und ich bin mal wieder spät dran. Wem das Blogevent noch kein Begriff ist, dem sei in aller Kürze gesagt, dass es sich dabei um nichts Geringeres als um eine Art kollektiven Frühjahrsputz in den Küchenschränken handelt. Statt des Staubmobs wird dabei allerdings der Kochlöffel geschwungen, denn es geht darum, genau die Lebensmittel, die ihr Dasein normalerweise ungeachtet in den hinteren Winkeln der Aufbewahrungsmöbel fristen, hervorzuzaubern. Ganz egal, ob es sich dabei um etwas Alltägliches oder etwas so Außergewöhnliches handelt, dass auch die geneigte Köchin erst einmal diverse Kochbücher (oder auch: das Internet) bemühen muss, um zu erfahren, in welchem Gericht bitteschön die Tapiokastärke oder Erdmandeln zum Einsatz kommen sollen. Beim Einkaufen war einem letzteres natürlich auch noch egal gewesen. Irgendwas werde sich schon damit anfangen lassen, hatte man gedacht, auf Foodblogs hatte man schließlich ganz begeistert davon geredet. Aber dann  waren die kleinen Gläschen und Beutelchen doch immer weiter nach hinten gerutscht und hinter Bergen von Nudelpackungen verschwunden. Aus diesem Versteck sollen sie nun aber wieder herauskommen, so dass alt bekannte Küchenroutine (oh ja, die gibt es auch bei Foodbloggern, oder bin das nur ich?) spannenden Experimenten weicht. Womöglich wird das ein oder andere nicht wiederholt, aber wer weiß, vielleicht sind ja auch neue Lieblingsrezepte dabei.

Nachdem ich letztes Jahr quasi eine vollständige Inventur durchgeführt habe, beschränke ich mich dieses Jahr auf Lebensmittel, die nicht zu meinen Basics, die ich eigentlich immer dahabe/dahaben möchte, gehören. Das sind aber immer noch einige. Im Rahmen der Auflistung habe ich übrigens auch „alte Bekannte“ wiedergetroffen. Auch wenn ich letztes Jahr damit begonnen habe, alle Vorräte mit MHD-Etiketten zu versehen, habe ich letztendlich doch gerade kleinere Sachen übersehen. So war die Lebensmittelfarbe z.B. inzwischen abgelaufen und ich muss gestehen, ich habe nicht allzu viele Tränen vergossen, als ich sie in den Mülleimer verabschieden musste. Ich weiß, das ist natürlich ganz und gar nicht nachhaltig, aber da es sich dabei zum Glück nur um Ausnahmen handelt, stand doch die „Entrümpelungsfreude“ im Vordergrund.

Hier kommt aber mal meine Übersicht der aufzubrauchenden Lebensmittel (und die potenzielle Verwendungsmöglichkeit):

Vorratsregal Nr. 1

♥ Kamut Auflauf/Beilage? (wir haben keine Getreidemühle)

♥ Grünkern Auflauf (same here)

♥ Hanfsamen Brot, Salat

♥ Stevia

♥ Eblyweizen Gemüse-Eblypfanne

♥ Kokosfett kalter Hund, oder wandert ins Badezimmer

♥ Reispapier Sommerrollen, wie schon letztes Jahr (es ist einfach seeehr viel Reispapier)

♥ Argatine Dessertcreme, Kuchen

♥ 3 Packungen Gewürzblüten, verschiedene Sorten Schokolade/Pralinen, Saucen

♥ Carobpulver (eigentlich total super, aber habe ich in letzter Zeit wenig verwendet) Rohkostbällchen

♥ Maronen Maronencreme

# Gesamt

Kühlschrank

Wer sich unseren Kühlschrankinhalt anschaut, wird erstaunt feststellen, dass sich dort eine ganze Menge Fleischersatz drin tummelt und wer meinen Blog ein bisschen verfolgt und weiß, dass ich diesen eigentlich recht selten konsumiere, wird sich vielleicht wundern, was es damit auf sich hat. Diese ungewohnte Kühlschrankfüllung basiert nicht etwa auf neuerlicher Ideenlosigkeit in Sachen Lebensmittelzubereitung, sondern hat mit einer Bestellung bei alles-vegetarisch zu tun, die ich noch kurz vor Weihnachten getätigt hatte. Seitdem ich Veganerin bin hatte ich nämlich um die meisten „Alternativen“ einen größeren Bogen gemacht, nicht zuletzt, da ich erst auf der Suche nach gesunden Rezepten auf veganen Blogs (samt diversen Informationen zum Thema Fleisch, Milch und Co.) gelandet war, was – wie vielen bekannt – im Sommer 2012 ja zu dem Entschluss geführt hat, vegan zu leben. Aber ich bewege mich vom Thema weg, nämlich wie die Fleischalternativen in meinen Kühlschrank kommen. Mittlerweile war ich dann nämlich doch mal neugierig und wollte zumindest Basisfragen zur Qualität und zur persönlichen Bewertung, wie man sie häufig von Verwandten, Freunden und natürlich von anderen Vegetarier_innen bzw. Veganer_innen gestellt bekommt, beantworten können. Daher meine Bestellung. Auch wenn ich schon 2, 3 Produkte ausprobiert habe (soll ich darüber noch einen Bericht verfassen??? Ich bin noch unsicher…), da ich nach wie vor keine unkontrollieren Gelüste nach Soja, Tofu und Co. empfinde, ist davon noch ein ganzer Haufen übrig, wie ihr in der Auflistung/auf dem Foto sehen werdet.

Liste

♥ Haselnussmus Kuchen, Kekse

♥ Rosenwasser Kekse

♥ Currypaste Curry

♥ Veggiegulasch

♥ Philosophen-Tofu Salattopping

♥ Veggiegarnelen Grillspieße

♥ „Lachs“ Lachs-Spinat-Nudeln

♥ Wilmersburger (übrig von Silvester) aufs Brot/Cheeseburger

Kühlschrank

Vorratsregal Nr. 2

Vorratsregal Nr. 2 ist eines dieser ewigen Provisorien. Eigentlich handelte es sich dabei ursprünglich um ein kleines Flurschränkchen, bei dem wir in der neuen Wohnung nicht mehr so ganz genau wussten, wohin. Also erst einmal in die Küche gestellt. Als unser Ivar mit der Zeit allerdings zu ächzen und stöhnen begann (ich bin mir sicher, auch Möbel haben eine Seele! ;) ), wurde die Essig- und Ölsammlung, Saucen sowie Tees und verschieden andere auserwählte Dinge hierhin ausgelagert. Mittlerweile haben sie sich hier schon wunderbar breit gemacht und wollen gar nicht mehr raus. Besoders kuschelig ist es bei den Tees, weshalb ich hier mal ein wenig abbauen möchte. Ganz besonders viel Eile ist natürlich bei dem Patienten „Tee-Adventskalender“ von Sonnentor geboten. Eigentlich hatte ich mir so schön ausgemalt, jeden Dezembermorgen mit einer Tasse köstlichem Tee beginnen zu können. Dann hatte sich allerdings mal wieder der stressige (Uni-)Alltag breit gemacht und ich war froh, wenn ich zwischen Präsentationen, Ausarbeitungen und der Textlektüre noch eine Mütze Schlaf bekam. Das Frühstück wurde somit meist auf die S-Bahn-Fahrt gelegt. Ohne Tee und ganz banal. Hm.

Während ich diesen Text schreibe, bin ich aber gerade schon dabei, Türchen 3 und 4 zu trinken (Darjeeling und Anti-Heiserkeits-Tee) und meinen Liebsten habe ich auch schon mit einem Wintertee versorgt. Vorbildlich, stimmt’s?

Liste

♥ Minze-Melisse-Extrakt

♥ Tee-Adventskalender

♥ Kamillentee

♥ 2 Packungen Wintertee

♥ Teemischung

# Getränke

Ich bin sehr gespannt, was ich in den nächsten Wochen alles minimieren kann, da ich derzeit aufgrund der semesterendtypischen erhöhten Referats- und Anforderungsdichte nicht regelmäßig zum Kochen komme. Naja, ich werde sehen und freue mich schon darauf, viele neue Rezepte kennenzulernen (also auch auf den anderen Aktionsblogs) und auszuprobieren. Möge die „Entrümpelung“ beginnen!