Selbstgemachte Body Butter

Zutaten Body Butter

Früher sammelten sich in meinem Badezimmer massig Kosmetik- und Pflegeprodukte. Verglichen mit anderen Frauen war dieser Berg vermutlich noch klein, aber für meine Geschmack viel zu groß. Mit dem Versuch, ein minimalistischeres und plastikärmeres Leben zu führen, kam dann auch die Einsicht, dass ich 95 Prozent davon sowieso nicht benötige und so brauchte ich die Sachen überwiegend auf (einen Teil habe ich verkauft/verschenkt), kaufte aber nur noch die absoluten Basics nach. Nur weil Werbung suggeriert, dass jede einzelne Körperstelle ihre eigene Pflegelotion verdient, ist dem noch lange nicht so. Ich machte mich also auf die Suche nach ein paar Allroundern, die noch dazu unbedenklich in ihrer Zusammensetzung sein sollten. Das Problem dabei ist, dass auch zertifizierte Naturkosmetik meistens in Kunststoffverpackungen daherkommt und es teilweise recht schwierig ist, Produkte ohne Alkohol zu finden, da dieser hier oftmals andere Konservierungsstoffe ersetzt, die in der Naturkosmetik nicht zum Einsatz kommen dürfen.

Irgendwann ging ich dazu über, für die Haar-, Gesichts- und Körperpflege Öle zu verwenden. Da ich den Klassiker, Kokosöl*, vom Geruch her allerdings als zu intensiv empfinde und mir Shea Butter pur etwas zu hart ist, fing ich vor einer Weile an, meine eigene Bodybutter zu machen. Diese besteht aus ganz wenigen Inhaltsstoffen, ist gesundheitlich unkritisch und blitzschnell hergestellt. Noch dazu könnt ihr mit dem Rezept unterschiedliche Konsistenzen erziele. Aber seht selbst, wie einfach es ist.

*Kokosöl steht teilweise aufgrund der Erntemethode in der Kritik. Es gibt allerdings auch Unternehmen, in denen keine Affen eingesetzt werden. Laut meiner Recherche (s. Kommentare) ist dies auch bei Alnatura der Fall (d. h. dort ernten Menschen), aber ich schreibe demnächst auch nochmal unterschiedliche Unternehmen an und teile die Infos dann gerne in einem separaten Blogpost.

Für ein mittelgroßes Glas Body Butter benötigt ihr:

♥ 75 g Bio Kokosöl

♥ 75 g Bio Shea Butter

♥ Optional ein paar Tropfen ätherisches Öl (bio)

Herstellung

1. Kokosöl- und Sheabutter im Wasserbad unter gelegentlichem Rühren schmelzen, nicht zu hoch erhitzen.

2. Nach Wunsch ein paar Tropfen ätherisches Öl ergänzen. Man kann auch Öl selbst aromatisieren, das ist dann nicht so star konzentriert, aber funktioniert auch. Dafür z. B. Tonkabohnen oder eine Vanilleschote für ein paar Wochen in Mandel- oder Rapsöl ziehen lassen und zum Schluss 1-2 TL zur Kokos-Shea-Mischung geben (vom ätherischen Öl benötigt ihr weniger).

3. Um keine Energie zu verschwenden, zunächst abkühlen lassen, bevor ihr das Öl in ein Gefäß schüttet und im Kühlschrank fest werden lasst.

4. Nun besteht die Möglichkeit, die feste Body Butter noch mit einem Rührbesen kurz aufzuschlagen, sodass die Konsistenz eine fluffigere ist und sich leichter dosieren lässt. Im Sommer bewahre ich sie im Kühlschrank, im Winter im Badezimmer auf.

Body Butter

Body Butter

aufgeschlagene Body Butter

aufgeschlagene Body Butter

Ich finde, so eine selbstgemachte Body Butter eignet sich auch wunderbar zum Verschenken. Die Öle kaufe ich immer in Metall- oder Glasdosen, die ich anschließend weiterverwende, wenn diese leer sind.

10 Gedanken zu „Selbstgemachte Body Butter

  1. Grünzeug

    Die Basis aus Kokosöl und einigen Tropfen ätherischen Ölen kann man für viele hausgemachte Kosmetika nutzen, habe ich festgestellt – und bin gleich vom Anwendungsreichtum des Kokosöls begeistert.

    Da ich genauso wie du finde, dass das Deo bzw. die Bodybutter in kleine Döschen gefüllt ein tolles Geschenk abgibt, werde ich meinen Lieben zu Weihnachten neue Düfte unter den Weihnachtsbaum legen. :)

    Liebe Grüße
    Jenni

    Antwort
    1. Natalie Autor

      Hey Jenni,
      ja, die Erfahrung habe ich auch gemacht, das kann wirklich was. Shea Butter ist aber auch genial (auch für Deo, da poste ich auch noch ein Rezept) :) Wer braucht da noch Produkte mit zweifelhaften Inhaltsstoffen und zu viel Verpackungsmüll?
      Das mit dem Verschenken zu Weihnachten habe ich auch schon fest eingeplant. Viel Spaß bei den Vorbereitungen :)
      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
      1. Grünzeug

        Da haben wir beide die gleiche Idee – für Deo habe ich auch noch einen Artikel geplant. Je mehr Menschen immer öfter auf verschiedenen Plattformen davon erfahren, wie leicht und freudebringend Selbsthergestelltes ist, desto mehr werden auch mit dem Gedanken spielen, das zumindest einmal auszuprobieren. Und dann ist schon viel gewonnen. :)

        Danke – mir macht es immer besonders viel Spaß, kleine persönliche Pakete vorzubereiten. Da kommen dann meist noch selbstgemachte Pralinen zu – so freut sich der oder die Beschenkte eigentlich immer und es wird abseits von Massenkonsum und Verpackungsverschwendung ein kleines, herzliches Zeichen gesetzt. :)

        Liebe Grüße
        Jenni

      2. Natalie Autor

        Hey Jenni,
        ja, ich sehe es auch total positiv, dass es immer leichter wird, an Quellen ranzukommen, die sich in irgendeiner Weise mit DIY/Nachhaltigkeit/bewusstem Konsum beschäftigen und so implizit dazu einladen, sich selbst auch mal damit auseinanderzusetzen und das ein oder andere dann auch praktisch umzusetzen. Pralinen mache ich auch gerne selbst, aber da ist meine Mum einsame Spitze drin, so dass sie diejenige ist, die immer schon die ganze Familie mit ein paar Naschereien beglückt :) Ich versuche es dieses Jahr zusätzlich zur Body Butter noch mit ein paar selbstgemachten süßen und herzhaften Aufstrichen und bin schon fleißig am Ideen sammeln :)

        Viele Grüße
        Natalie

    1. Natalie Autor

      Hey Pip, :)
      noch habe ich sie aus dem Internet (z.B. von Ecco Verde oder Savion), aber bin auch schon auf der Suche nach einer Offline-Quelle, weil ich versuche, möglichst wenig zu bestellen. In der Apotheke oder auf Märkten könnte man auch noch Glück haben, ansonsten habe ich sie bisher leider nur in Plastik gefunden…
      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
    1. Natalie Autor

      Hey, klar geht das auch, aber ich schreibe ja, dass mir der pure Geruch von Kokos zu intensiv ist (außer, wenn ich nur ein ganz bisschen in die Haarspitzen tue). Ich reagiere sehr sensibel auf Gerüche und wenn der für mich nicht passt, kann ich mich den ganzen Tag auf nichts anderes konzentrieren ;)

      Antwort

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