Martinsbrezel statt Martinsgans

Martinsbrezel #2

(Noch) nicht aus tierethischen Gründen, aber aus geschmacklichen, fand ich als Kind das Essengehen nach den Laternenumzügen (an denen ich, zusammen mit meinem Bruder, immer die coolsten, von meinen Papa gebastelten Laternen hatte <3) immer ganz schrecklich. Während meine Eltern und mein Bruder Gans aßen, war ich immer froh, wenn ich gebackenen Camembert oder auch einfach Pommes bekam. Mein Highlight hatte ich ohnehin schon in der Tasche, im wahrsten Sinne des Wortes, denn mein kulinarisches Sinnbild für St. Martin waren die Martinsbrezeln, die an unserer Grundschule verteilt wurden und die ich am nächsten Morgen, in Milch getunkt und am besten in eine Decke eingewickelt, aß.

Auch wenn St. Martin dieses Jahr schon vorbei ist, teile ich das Rezept, da ich es sonst vielleicht im nächsten Jahr in den ewigen Abgründen der Entwurfsliste für Blogeinträge verloren habe. [Exkurs: Falls ihr bloggt: Ihr wisst vermutlich was ich meine, falls nicht: Der Entwürfe Ordner ist schnell mal so voll, wie der Ordner „Sonstiges“ oder „Stuff“ nach 6-jährigem PC-Besitz, zumindest, wenn in dieser Zeit nicht regelmäßig digital aufgeräumt wird. Rezepte, die überarbeitet werden müssen, fertige Posts, zu denen noch die passenden Bilder fehlen, gute Ideen, die nicht zur Jahreszeit passen, Beiträge, bei denen man sich noch unsicher ist, ob sie auf den Blog passen und und und]
Außerdem sollen laut Schwiegermutter auch am WE  noch Umzüge stattfinden, wer weiß also, wem ein solches veganisiertes Rezept noch nutzen könnte. Außerdem kann man sie ja auch an jedem anderen Tag machen bzw. zu – natürlich veganen – Milchbrötchen abwandeln.

Martinsbrezel #1

Für 2 Stück benötigt ihr:

♥ 250 g Mehl (ich habe Dinkel- und Weizenmehl gemischt)

♥ 130 ml Pflanzenmilch

♥ 9 g Trockenhefe

♥ 40 g Zucher oder Xylit

♥ 1 Prise Salz

♥ 20 ml geschmacksneutrales Öl

♥ Zum Bestreichen Pflanzenmilch, Öl/Margarine und etwas Zucker/Xylit

♥ Außerdem: evtl. Pflanzenmilch zum Tunken

Zubereitung:

1. Mehl in eine Schüssel geben. Pflanzenmilch etwas erwärmen und die Trockenhefe hineingeben. Umrühren und ca. 5 Minuten stehen lassen.

2. Hefe-Milch-Mischung zusammen mit den anderen Zutaten zum Mehl geben. Gut durchkneten und den Teig mindestens 1 Stunde ruhen lassen. Wenn es im Raum kalt ist oder ihr Xylit verwendet, braucht der Teig länger, aber er geht auf, nur Geduld.

3. Teig in zwei gleich große Stücke teilen und jede Hälfte zu einem Strang formen/ziehen. Auf ein eingefettetes Backblech geben und Brezelförmig hinlegen oder eigene Impro-Formen ausdenken. Mit etwas Pflanzenmilch bestreichen.

4. Ca. 25-30 Minuten bei 180° C backen (das ist ein Wert OHNE vorheizen). Wie immer, hört auf euer Bauchgefühl, ihr kennt euren Ofen am besten.

5. Mit Öl/Margarine bestreichen und mit etwas Zucker nach Wahl bzw. Xylit bestreuen.

6. Ganz kurz einziehen lassen und anschließend am besten eine Tasse der favorisierten Pflanzen bereitstellen und die einzelnen Brezelstückchen hineintunken. Et voilà.

Martinsbrezel #3

2 Gedanken zu „Martinsbrezel statt Martinsgans

  1. Krisi

    Oh ja, das finde ich auch viel besser. Bei uns gab es am Martins Umzug immer Grättimänner (Weckmänner), ich glaube der Teig ist gleich oder beinahe gleich;) Ich liebe sie und deswegen lachen mich auch gerade deine Martinsbretzel so an=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    Antwort
    1. Natalie Autor

      Hey Krisi,
      diese Weckmänner (mit Pfeife) kenne ich auch noch aus meiner Kindheit, die haben uns meine Großeltern manchmal mitgebracht, habe ich auch schon mal gemacht, da war ich allerdings noch Vegetarierin. Freut mich aber, dass dir auch die Brezel gefällt :)
      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort

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