Projekt Abfallvermeidung: Abschminken ohne „Mount Wattepad“

Kosmetik #2

Wie ihr wisst, ist es ein erklärtes Ziel von mir, Plastik so gut es geht nach und nach aus den unterschiedlichen Lebensbereichen zu verbannen. Ganz vorne mit dabei sind da natürlich sinnlose Einweg-Verpackungen aus dem Supermarkt, die sich binnen einer Woche schon erschreckend anhäufen können. Nun ist es aber natürlich nicht so, dass man alle anderen Abfälle geflissentlich ignorieren kann, ganz im Gegenteil: Auch die Müllberge, die etwa im Badezimmer so anfallen können, stören mich schon seit einer Weile; gerade die ganzen Watteprodukte auf Baumwollbasis, die ja wirklich nicht nachhaltig sind, waren mir ein Dorn im Auge und veranlassten mich auch, bereits vor über 2 Jahren von Tampons auf meine MeLuna umzusteigen, eine Entscheidung, die ich niemals bereut habe.

Nun war damit zwar schonmal ein Störfaktor beseitigt, doch nach jeder Partynacht – denn wochentags schminke ich mich oft nicht – sah ich zahlreiche Wattepads im Schlund des Abfalleimers verschwinden, kein allzu schöner Anblick. Um diesem Problem Abhilfe zu schaffen, nahm ich mir erst vor, mir selbst Pads zu häkeln oder aus alten Waschlappen welche zu nähen, was natürlich noch besser gewesen wäre als sie neu zu kaufen (werde ich auf kurz oder lang noch machen, mal sehen, ob da ein vorzeigbares Tutorial bei rausspringt). Aufgrund chronischen Zeitmangels jedoch, entschied ich mich nach Wochen des Hinausschiebens für die Bestellung von waschbaren Frotteepads und Stofftüchern. Meine Wahl fiel dabei auf Bio-Baumwoll-Produkte von ImseVimse, die ich für 11,95 (10 Pads) bzw. 13,95 (12 Tücher) preislich in Ordnung fand, schließlich kann man sie vermutlich einige Jahre verwenden. Schminkt man sich natürlich öfter, kommt man möglicherweise bei aufwändigeren Augenmakeups mit je einer Packung nicht aus, weil man der Nachhaltigkeit natürlich keinen Dienst erweisen würde, würde man zu Gunsten wiederverwendbarer Produkte täglich extra die Waschmaschine anschmeißen. Aber das ist ja logisch.

Enttäuscht war ich zunächst einmal, dass zwar die Frotteepads in einem Wäschebeutelchen, die Tücher jedoch in Plastik verpackt zu mir kamen. Das müsste nun ja wirklich nicht sein…

Kosmetik #1

Ansonsten finde ich beide Produkte aber wirklich gut, ich habe den Eindruck, dass die Pads durch das „Mehr“ an Struktur sogar besser reinigen als herkömmliche Wattepads, die Tücher nehme ich immer für größere Flächen oder auch zum Abtrocknen meines Gesichts. Danach lasse ich beide trocknen, bevor ich sie schließlich in den Wäschekorb befördere. Inzwischen habe ich die Produkte seit ein paar Monaten und finde diese Vorgehensweise sowie das Sammeln auch im Alltag praktikabel. Praktischerweise sind beide bis 90° waschbar und trocknergeeignet, wobei ich sie einfach immer zusammen mit meinen Handtüchern auf 60° wasche, damit die Maschine auch wirklich ausgelastet ist.

Bestellt habe ich die wiederverwendbaren Abschminkprodukte übrigens bei blumenkinder.eu, wo ihr auch unterschiedliche Arten von Mondtassen, Stoffwindeln, oder Slipeinlagen bekommt, alle wiederverwendbar, versteht sich. Von letzteren habe ich übrigens auch verschiedene Marken erstanden, also wenn ihr dazu oder zur MeLuna auch nochmal was wissen mögt, erwähnt das einfach in den Kommentaren, dann kann ich dazu eventuell auch nochmal was schreiben.

9 Gedanken zu „Projekt Abfallvermeidung: Abschminken ohne „Mount Wattepad“

  1. Fightbunny

    Genial, werde mir diese Wattepads auch zulegen. Danke für den Post :) Habt mir nämlich grad letztens wieder gedacht das ich echt eine Unmenge brauche und mich gefragt ob es nicht auch eine Alternative gibt ;)

    Darf ich dich zu Me Luna was fragen? War die Umstellung komisch für dich? Bin ein wenig hin und hergerissen, hab schon öfter davon gelesen aber bin etwas unsicher ob es das Richtige für mich ist.

    Antwort
    1. Natalie Autor

      Hey, freut mich, dass du die Idee mit den Stoffpads gut findest. Du kannst ja auch schauen, welche dich am meisten ansprechen. Dort werden viele verschiedene geführt.

      Also anfänglich war ich auch sehr skeptisch, aber sie hat mich vollkommen überzeugt. Sie fühlt sich meiner Meinung auch angenehmer an. Du kannst es ja einfach mal testen, falls du gar nicht damit klarkommst, hast du es immerhin versucht. Allerdings kenne ich bisher nur Mädels, die superzufrieden waren. :)

      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
      1. Fightbunny

        Danke für deine Antwort :) Ja ich gebe dir Recht, einen Versuch ist es auf alle Fälle wert und ich hab auch nie was negatives gehört bis jetzt. Vor allem wenn man bedenkt ist die Anschaffung nicht teuer und es hält ja auch recht lange – schon allein vom Umweltgedanken her muss ich das testen ;)

  2. Sa

    Oh, mir geht’s ganz ähnlich wie dir. :) Seit Wochen liegt da ein altes T-Shirt bereit, das ich eigentlich mal zu Wattepads umnähen wollte. Doch die Unlust dazu, mindestens zehn Teile mit der Hand zu nähen, hindert mich daran.

    Vielleicht sind gekaufte Stoffpads eine Überlegung wert…

    Antwort
    1. Natalie Autor

      Hey, das klintg ja wirklich sehr ähnlich :) Ich habe mir auch irgendwann gedacht, dass die zweitbeste Lösung (kaufen) doch besser ist als weitere Monate die Wattepads zu verwenden. Weitere nähen kann man danach ja immer noch :)

      Antwort
  3. Krisi

    Das ist ja super, davon habe ich noch nicht gewusst. Ich habe ehrlicher gesagt auch jeden Tag ein Berg Wattepads, und ich weis das auch wenn sie Organic sind, das vom Prinzip nichts ändert:( Muss ich mir unbedingt zulegen=)
    Liebe Grüsse,
    Krisi

    Antwort
  4. Carina

    Bin vor Kurzem auch auf eine Mondtasse umgestiegen und bin super zufrieden damit. Hab mir letztens wieder gedacht, wie viel Müll ich eigentlich produziere obwohl ich sehr darauf achte, Verpackungen, Einkaufssackerl etc. zu vermeiden. Der Tipp mit den Abschminktüchern finde ich super, danke für den Hinweis :) liebe Grüße, Carina

    Antwort
  5. Pingback: Buchvorstellung: Zero Waste Home | Essen. Leben. Leben lassen.

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