Mission plastikfrei – Zwischenstand Küche

Es gibt glaube ich wohl keinen „Neujahrsvorsatz“, den ich so sehr beherzigt habe wie den Punkt „Goodbye Plastik“ auf meiner Liste mit Guten Vorsätzen, die ich Ende 2012 hier gepostet habe.

Beim Versuch, Plastik zu reduzieren, bin ich derzeit ganz gut dabei, weshalb ich euch nun einfach mal einen Zwischenstand aus meiner Küche zeigen möchte. Dieser beschäftigt sich überwiegend mit Küchengeräten/-utensilien und somit eher der Plastikvermeidung bei Gebrauchsartikeln, die man nicht regelmäßig neu anschafft. Auch wenn ich hier und da auch schon auf Lebensmittel eingehe, möchte ich dazu noch einen gesonderten Artikel verfassen. Überhaupt habe ich mir vorgenommen, verstärkt über Themen der Nachhaltigkeit zu bloggen, da mir diese immer wichtiger werden, bzw. ich mich damit immer mehr aktiv auseinandersetze.

Eine der ersten Anschaffungen, die ich nach meinem Entschluss, Plastik zu meiden, getätigt habe waren Holzschneidebretter. Bzw. eines, das große, hatte uns meine damals-noch-nicht-Schwiegermutter schon vorher geschenkt, ergänzend hatte ich aber noch viele kleine aus Kunststoff. Die waren ohnehin schon sehr unansehnlich, also wurden sie durch Holzbretter ersetzt. Diese sollte man gelegentlich – dazu kann man ganz einfach Speiseöl verwenden – ein bisschen mit Öl behandeln.

Holzbretter

Ebenfalls einer der ersten Schritte war der Umstieg von Konservendosen auf Gläser. Im Deckel ist zwar auch eine Kunststoffbeschichtung, aber eine bessere Alternative (außer dem selbst Einwecken, wofür mir dann aber die Zeit sowie der Platz zum Lagern fehlt) habe ich bisher noch nicht gefunden. Die Gläser verwende ich dann oftmals noch weiter, etwa wenn ich Pesto oder Marmeladen zubereite oder auch, wenn die eigentlichen Vorratsgläser (s.u.) mal knapp werden.

Konserven im Glas

Früher habe ich die Lebensmittel meistens einfach in der Verpackung belassen, aber nachdem ich aus dem Biomarkt einmal Motten eingeschleppt hatte, wollte ich auf Nummer sicher gehen und habe mir Vorratsbehälter aus Glas gekauft, da Pastik nicht infrage kam. Das sorgt zwar dafür, das in meinem Vorratsregal etwas Platz verloren geht, dafür sind die Lebensmittel aber gut verpackt und ich muss nichts wegwerfen.

Vorratsgläser

Außerdem benutzte ich die kleinen Vorratsgläser auch, um mein Müsli darin sicher zur Arbeit zu transportieren. Dies war allerdings immer ein bisschen unpraktisch zu spülen, da das Glas am Deckel gebogen ist und man dort mit der Spülbürste schlecht drunter kam, weshalb ich schließlich auf Weckgläser umgestiegen bin, bei denen man den Deckel vollständig abnehmen kann.

Weckglas

Damit habe ich Plastikdosen ersetzt, bei denen ich mir nicht wirklich sicher war, ob sie BPA-frei sind. Zudem haben sie sich teilweise auch unschön verfärbt, was bei Glas definitiv nicht passiert.

Dose Kunststoff

Außerdem habe ich meine Kunststoffschüsseln zugunsten von Glas-, Edelstahl-, Bambus- und Emailleschüsseln ausgetauscht. Erstere dienen uns jetzt aber noch als „Wasserspeicher“, wenn wir im Urlaub sind und die Pflanzen über ein Bewässerungssystem versorgen.

Schüsseln

Der Kontakt von Plastik mit Zitrusfrüchten war mir noch nie ganz geheuer. Besonders hier war ich froh, als mir die Variante aus Glas über den Weg lief, die unsere Plastikpresse dankbar ersetzte. Da diese hier recht klein ist, verwende ich sie nur für Zitronen und Limetten.

Zitruspresse Glas

Zum Auspressen von Orangen und Grapefruits haben wir uns zusätzlich noch eine Hebelpresse mit Edelstahlinnenleben (einzig Hebelüberzug und die Füße sind aus Kunststoff) besorgt, die ich nicht mehr missen möchte.

Orangenpresse #1

Orangenpresse #2

Ich spielte schon länger mit dem Gedanken, meine beschichteten Töpfe und Pfannen durch unbeschichtete Modelle aus reinem Edelstahl zu ersetzen. Bei den Töpfen ist das schon vollends geschehen, ein paar beschichtete Pfannen sind noch da, allerdings ist die Beschichtung da teilweise auch schon kaputt (es ist etwas gruselig, im Essen schwarze Teflon-Fetzen zu finden), weshalb bald Ersatz her muss.

Edelstahltopf

Die Umstellung bei den Töpfen hat auch dazu geführt, dass ich endlich die Kunststoff-Küchenhelfer durch Exemplare aus Edelstahl ersetzen konnte, denn letztere soll man ja nicht in Kombination mit beschichteten Pfannen und Töpfen gebrauchen, da diese die Beschichtung beschädigen können. Aufbewahren tue ich diese und weitere Küchenhelfer übrigens an einer „Grundal“-Stange von IKEA, wo man sie immer sofort im Blick hat. Das finde ich beim Kochen sehr praktisch.

Küchenhelfer Metall

Und wieder weniger Plastik, denn diese hier sind durch die Anschaffung der Metallware überflüssig geworden.

Küchenhelfer Kunststoff

Für die zwei beschichteten Pfannen, die ich jetzt noch habe und demnächst auch ersetzen werde, kann ich immer noch Holzlöffel benutzen, die ich inzwischen auch habe und die für die abgeschafften Kunststoffkochlöffel eingezogen sind. Die Tatsache, dass mir einer mal im Topf angeschmolzen ist, spricht Bände. Zwar habe ich nach einer Zeit gelernt, dass man Löffel aus Melamin nicht im kochenden Essen/im Topf belassen darf, sondern immer beiseite legen soll, aber so ganz wohl war mir nicht dabei, sie zu benutzten.

Holzlöffel

Für den Alltag hatten wir uns zunächst BPA-freie Wasserflaschen angeschafft, denn wir dachten, Glas sei zu schwer und ins Fitnessstudio darf man Glasware meist aufgrund der Bruchgefahr ja ohnehin nicht mitnehmen…

Plastikflasche

…mit der Zeit entschieden wir uns dann doch noch für Glasflaschen und als wir dann bei Denn’s Soulbottles über den Weg liefen, konnten wir nicht widerstehen. Wir haben sie noch nicht so lange, aber bisher machen sie einen soliden Eindruck, vom Motiv hat sich auch noch nichts gelöst (zur Sicherheit kommen sie momentan in eine Stofftasche, aber auf Dauer nähe ich vielleicht auch einfach Stoffhüllen. Mal sehen. Die Kunststoffflaschen behalten wir weiterhin für den Sport.

Soulbottle

Unser Kaffeemaschinenmonster haben wir ebenfalls aus der Küche verbannt, denn es war komplett aus Plastik, riesengroß und auf Dauer wollten wir sie daher abschaffen. Da der Schließmechanismus des Kaffeefilterdeckels ohnehin nicht mehr so ganz intakt war, haben wir sie schließlich ersetzt. Wodurch, das war eine Frage, die uns lange beschäftigt hat. Letztendlich haben wir uns für eine – bis auf den Griff – komplett plastikfreie French Press entschieden, bei der man selbst zwar ein bisschen mehr Aufwand hat, aber dafür z.B. auch den Luxus der Platzersparnis genießen kann, denn die Kaffeemaschine hat auf der Arbeitsfläche enorm viel Raum gekostet, die French Press kommt nach Gebrauch einfach in den Schrank.

IMG_1443

Salatbesteck aus Bambus-Holz durfte ebenfalls in der Küche einziehen.

Salatbesteck

Kürzlich erst habe ich dann unseren alten Trichter ersetzt. Der war schon richtig verfärbt und unansehnlich, mit dem Edelstahlpendant kann das nicht passieren.

Trichter Metall und Kunststoff

Nächste „Baustellen“:

♥ Beschichtete Pfannen durch Edelstahlmodelle ersetzen; mich auch über Keramikbeschichtungen schlau machen

♥ Spülbürsten aus Kunststoff gegen Holzbürsten tauschen (eigentlich hätte das auch zu einem „ersten Schritt“ getaugt) und ich kann es mir nur mit Bequemlichkeit erklären (im Supermarkt gibt es eben die aus Kunststoff), dass das bisher nicht geschehen ist. Kommt aber, sobald die alten Spülbürsten, d.h. die „normale“ und die „Flaschenbürste“ abgenutzt sind.

♥ einen neuen Wasserkocher ohne Plastik anschaffen (der alte ist größtenteils aus Edelstahl, aber total kaputt)

♥ plastikfreie Brotdosen (aus Edelstahl) besorgen.

♥ Lebensmittel in Plastikverpackungen noch mehr meiden, insbesondere bei „Luxusartikeln“ wie Süßigkeiten, mehr auf den Markt gehen/lose kaufen/zu Original Unverpackt gehen.

♥ mich mit dem Material „Silikon“ auseinandersetzen, da ich davon einiges habe.

Ein paar Tipps zur „Mission Plastikfrei“/Küchenutensilien

Clever Einkaufen/auf Qualität achten: Am besten ist es natürlich, wenn sich gar nicht erst so viel Kunststoff im Haushalt ansammelt. Überlegt beim Einkaufen, was ihr wirklich braucht und schaut nach  plastikfreien Alternativen. Sofern es möglich ist, gucke ich mir die einzelnen Gegenstände lieber im Laden an, als sie im Internet zu bestellen, denn nur so bekommt man einen Eindruck von der Qualität, auf die man unbedingt achten sollte. Auch, wenn manch ein Teil auf den ersten Blick vielleicht teuer erscheinen mag, langfristig gesehen lohnt es sich, in ordentliches Küchenequipment zu investieren, sonst muss man sie am Ende doppelt und dreifach kaufen.

Aussortieren: Wenn ihr viel Kunststoff im Haushalt habt und euch nicht wohl dabei ist, verschafft euch am besten erst einmal einen Überblick über alle Gegenstände, die ihr gerne ersetzen würdet. Dabei müsst ihr ja nicht alles sofort angehen (gerade als Student*in hat man ja nicht immer massig Geld). Erstellt euch vielleicht einfach eine Prioritätenliste oder guckt, was euch als erstes über den Weg läuft. Irgendwo muss man ja anfangen (wenn man möchte). Wenn ihr euch schon für ein konkretes Produkt entschieden habt, könnt ihr euch das ja auch mal von euren Familien zu Weihnachten oder zum Geburtstag schenken lassen.

Wohin mit dem alten Zeug?: Manchmal erübrigt sich diese Frage ja, weil man ohnehin verfärbte oder beschädigte Artikel sein Eigen nennt und diese einfach ersetzen kann. Achtet dann aber auf eine sachgerechte Entsorgung. Schwer tue ich mich dabei, noch intakte Gerätschaften wegzuwerfen: Einerseits frage ich mich, ob das dann für die Umwelt wirklich so gut ist; andererseits denke ich manchmal auch, dass es ja unsozial ist, die Sachen zu verschenken/zu verkaufen, wenn ich mir selbst wegen potenzieller Gifte im Plastik Gedanken mache. Da allerdings viele Leute ohnehin Plastik kaufen würden, ist es vielleicht besser, wenn sie die Artikel gebraucht erstehen. Letztes Jahr habe ich dann einfach einen Teil an einen Spendenflohmarkt gegeben (der Erlös aus dem Verkauf diente einem guten Zweck), man kann sicherlich auch im Umsonstladen dankbare Abnehmer finden. Wieder andere Artikel habe ich in den Keller gebracht, die verwende ich jetzt für „Ausnahmefälle“, etwa das Salatbesteck oder Kunststoffschüsseln für Grillparties im Park (da möchte ich nichts dabeihaben, auf das man aufpassen müsste) und auch die Kaffeemaschine wird gelegentlich für Besuch hochgeholt, denn bei 10 Personen an der Kaffeetafel ist eine French Press für 3 Tassen eher suboptimal.

20 Gedanken zu „Mission plastikfrei – Zwischenstand Küche

  1. Tello

    Meinen allergrössten Respekt! Das ist sehr zukunftsweisend und zeigt von einem ganz tollen Verantwortungs-, Gesundheits- und Umweltbewusstsein! Bin tief beeindruckt nach dem Lesen deines Artikels! Danke! 🙏

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Ich habe zu danken!
      Gedanken mache ich mir schon, aber noch bewegt sich das ja auf einer Ebene, die recht leicht umzusetzen ist und für die ich keine großen Einschränkungen in Kauf nehmen musste. Mein langfristiges Ziel wäre ja “Zero Waste”, aber noch ist das alles in sehr weiter Ferne und ich bewundere die Menschen, die die Disziplin dazu haben. Mal sehen, wie weit ich komme! ;)

      Alles Liebe & noch einen schönen Sonntag!
      Natalie

      Antwort
  2. Carola

    Ein toller Post! In Sachen plastikfreie Flasche kann ich Kleen Kanteen sehr empfehlen. Ich habe die gebürstete Halbliteredelstahlflasche mit Bambusverschluss und Silikondichtung. Auf den ersten Blick sehr teuer, aber ich habe die Flasche jetzt seit zwei Jahren täglich an der Arbeit in Gebrauch, und sie sieht fast aus wie neu. Glas ist mir zu schwer, da ist das eine tolle Sache.

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Vielen lieben Dank! Ein super Tipp mit Kleen Kanteen, denn ich hatte zuerst auch nach Metallflaschen geschaut, aber dann meist nur Modelle aus Alu gefunden, was ja auch ein kontrovers diskutiertes Material ist. Die Edelstahlflasche kann man sogar zum Sport mitnehmen, ich denke, ich schaue mal, ob ich sie in einem Ladengeschäft finde. In hochwertige Artikel investiere ich gerne (zumal du ja sagst, dass die Flasche so haltbar ist).

      Alles Liebe & auch dir noch einen schönen Abend!
      Natalie

      Antwort
  3. Franzi

    Mir gefällt der Beitrag auch sehr gut. In diesem Jahr bin ich auf den Soda Stream mit Glasflaschen umgestiegen, weil sich bei mir immer Berge leerer Wasserflaschen getürmt haben.

    Nachhaltigkeit beschäftigt mich also auch. Deshalb ist mir Dein Glaskonservenbild aufgefallen. Ich habe kürzlich gelesen, dass man bei Bohnen, Erbsen etc. immer Trockenware kaufen sollte, weil der Transport der Ware in Dosen und Gläsern :-( eine hohe Umweltbelastung darstellt (mehr Gewicht durch die Flüssigkeit und mehr Volumen). Ich benutze ganz oft die vorgekochten Produkte, weil es einfach schneller geht, aber vll. ist das ja noch ein Punkt für unsere Listen ;-)

    Mir kam es mal wieder vor wie: Wie man’s macht, man macht’s verkehrt.
    Viele liebe Grüße und weiter so :-)

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Oha, ich wusste gar nicht, dass es auch Glasflaschen von Soda Stream gibt, das ist cool. Ich habe mir vor 2 Jahren das Trinken von Mineralwasser abgewöhnt (ich vertrage die Kohlensäure nicht so gut) und trinke seither nur noch Leitungswasser, aber davor war ich schon auf Glasflaschen aus dem Supermarkt umgestiegen, da wäre der Soda Stream interessant gewesen.

      Danke für den Hinweis mit den Konserven. :) Ich habe meistens sogar beides da, also trockene Produkte und Gläser, die dann als „Fast Food“ herhalten müssen. Aber sicherlich müsste man im einzelnen Fall entscheiden, was ökologisch“ günstiger ist, ich habe z.B. einmal Riesenbohnen trotz Einhalten der Einweichzeit 3(!!) Stunden gekocht und sie waren immer noch nicht gar, weshalb ich mich danach mit dem Kauf von rohen Bohnen etwas schwer getan habe. Aber prinzipiell versuche ich sowieso, möglichst viel frisch & lose zu erhalten.
      Manchmal kommt wirklich auch das frustrierende Gefühl, dass man irgendwie so oder so alles falsch macht (noch komplizierter wird es, wenn man verschiedene Aspekte unter einen Hut bringen möchte, manchmal stehen sich verschiedene Interessen auch im Wege). Wir leben leider in einer hochgradig komplexen Welt, in der wir uns nicht einmal träumen lassen sollten, alles überschauen zu können. Aus Frustration darüber nichts zu machen ist natürlich auch keine Option und da versucht man es halt, so gut es geht (hatte da neulich gerade einen interessanten Artikel zu gelesene, ich schaue mal, ob ich den noch finde…).

      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
      1. Fussel

        Ein Tip zu den Bohnen: Hülsenfrüchte ohne Salz kochen, bis sie fast gar sind. Erst dann Salz zufügen, da das Salz bei Hülsenfrüchten die Garung stark verlangsamt. Schlimmstenfalls eine Prise (Back-)Natron zufügen, das lässt sie schneller gar werden.

  4. Swanni

    Vielen Dank für diesen tollen Post und den Einblick in die Umsetzung deiner Vorsätze. Es ist eine super Anregung und die praktischen Tipps sind klasse!
    Alles Liebe
    Swanni

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Hey Swanni,

      es freut mich, dass dich der Artikel ein bisschen inspiriert hat. Ich werde versuchen, in Zukunft regelmäßig Beiträge in dieser Rubrik zu erstellen :)

      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
  5. Stadtpflanze

    Sieht ja super aus! :)

    Bei BPA-freien Flaschen wäre ich allerdings seeehr vorsichtig. Wenn die Hersteller angeben, dass die Flaschen kein BPA enthalten, enthalten sie trotzdem andere Stoffe. Zynisch wird es zum Beispiel bei BPS, also Bisphenol S – chemisch dem BPA sehr ähnlich, mit angenommen gleicher (negativer) Wirkung. Wichtig ist nicht, was nicht enthalten ist, sondern was enthalten ist. :) Auch hierzu ein Beispiel: PET-Flaschen, bei denen kein BPA eingesetzt wird, können dennoch Antimon enthalten, welches bei der PET-Herstellung eingesetzt wird und offiziell als „möglicherweise krebserzeugend“ eingestuft ist. Damit kommt man vom Regen in die Traufe, BPA-frei hin oder her.

    Bei Bügelverschlüss-Gläsern kann man den Deckel übrigens meistens ebenfalls vollständig abmachen – indem man den Bügel des Deckels erst aushängt und dann Bügel und Gummi vom Glasdeckel entfernt. (Das ändert natürlich nichts an iner ungünstigen Form des Deckels, erleichtert das Spülen aber schon, finde ich. :) )

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Dankeschön :)

      Ah, gut dass du es sagst, zu BPS hatte ich zufälligerweise gerade erst vor ein paar Tagen etwas gelesen und wollte mich da auch nochmal genauer informieren (das hätte noch auf die „To do-Liste“ im Beitrag gehört), denn ich hatte mir eigentlich überlegt, meine Brotdosen und Dosen fürs Mittagessen durch welche von „Lunchbots“ zu ersetzen, aber währrend die normalen Brotdosen aus reinem Edelstahl sind, haben die auslaufsicheren einen Plastikdeckel, der zwar BPA-frei ist, von BPS wurde aber nichts gesagt. Auch bei vielen Küchengeräten (Küchenmaschine, Standmixer), die BPA-frei sind, sieht man sich dann ja vor dieses Problem gestellt, aus Glas gibt es leider nur sehr wenige Produkte. Für die Flaschenproblematik (Glas geht ja nicht beim Sport) dagegen hat mir Carola von twoodledrum aber gestern zur Klean Kanteen geraten, die werde ich mir jetzt wohl holen und dann auch endlich die Plastikflasche aussortieren können.

      Dass man diese Gläser komplett auseinanderbekommt, das wusste ich tatsächlich noch nicht (bisher habe ich mich immer nur geärgert, wenn sich der Bügel verdreht hat), aber die Deckelform der Weckgläser ist zum Spülen tatsächlich besser. Möglicherweise werde ich mir fürs Mittagessen dann auch noch ein größeres zulegen (falls es das auch in „riesig“ gibt) oder ansonsten doch auf den „Ball Mason Jar“ Zug aufspringen, die Gläser scheinen ja recht praktisch zu sein.

      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
      1. Fussel

        Ein Tip zu plastikfreien luftdichten Gefässen sind z.B. die Edelstahldosen von Onyx, wie z.B. hier https://www.einfach-ohne-plastik.at/shop/home/172-onyx-edelstahlschusseln-mit-deckel-luftdicht.html#/137-varianten-16_cm
        oder hier:
        http://www.kivanta.de/onyx-containers-online-shop_s2
        oder hier:
        http://www.plasno.de/produkte/2150/de/luftdichter-vorratsbehaelter-aus-rostfreiem-edelstahl.html

        Sind zwar auch nicht gerade billig, aber da hat man wirklich nur noch die Silikondichtung und keinen Plastikdeckel mehr.

  6. sjanuschk

    Ich hab mich gestern mal mit der Frage nach dem Wasserverbrauch nachhaltiger Produkte vs. herkömmlicher Produkte beschäftigt und auf meinem Blog (https://weltlife.wordpress.com/2015/02/15/wie-viel-wasser-braucht-der-mensch/) einige Infos zusammen getragen. Dabei hab ich festgestellt, dass sich aus meiner einfachen Anfangsfrage nach dem Wasserverbrauch beim Spülen (Hand vs. Maschine, wenn Alternativen in der Küche nicht in die Spülmaschine könnten) eine Fülle an weiteren Fragen ergeben hat. Vlt kannst du mir ja ein paar beantworten, da du dich schon mit so vielen plastikfreien Alternativen beschäftigt hast, worüber ich dir übrigens ein großes Lob aussprechen möchte!

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Hey,
      mit der Frage nach der potenziell möglichen Nutzung der Spülmaschine habe ich mich in diesem Zusammenhang leider nicht befasst, da wir leider nicht im Besitz einer Spülmaschine sind, allerdings ist es zumindest bei Spülmaschinen mit guter Energieeffizienz so, dass sie deutlich wassersparender sind als eine Wäsche von Hand. Natürlich muss man eine herkömmliche Kaffeemaschine nicht regelmäßig spülen (dafür aber die Auffangkanne, die bei einer French Press ja wegfällt, weil man direkt in Tassen umschüttet, so dass man bei beiden einen Behälter und einen Deckel spülen muss, in die Maschine kann leider beides nicht). Bei einer Padmaschine muss man nichts spülen, aber dafür halte ich nichts von Pads oder – noch viel schlimmer – Kapseln, da da der anfallende Müll wiederum größer ist. Ich denke aber natürlich auch, dass man manchmal mit der Verbesserung eines Aspekts eine Verschlechterung eines anderen Aspekts bewirkt, denn leider funktioniert nichts „Schwarz-Weiß“, sodass ich denke, wenn man sich so gut wie möglich informiert und dann eben auf beiden Seiten Nachteile sind, entscheide ich nach meinen Prioritäten. Das mag dann natürlich im Einzelfall auch mal „falsch“ sein, aber der Mensch ist halt kein homo oeconomicus, von daher lässt sich das leider nicht vermeiden. Tut mir Leid, dass ich dir nichts Hilfreicheres mitgeben kann.

      Antwort
      1. sjanuschk

        Vielen Dank für deine ausführliche Antwort! Ich glaube auch nicht, dass es richtig oder falsch gibt, man muss eben Prioritäten setzen.

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