Blogevent-Empfehlung: Mit dem Use Up Along zum bewussten Konsum

useupalong2015

Auch in diesem Jahr startet Carola auf ihrem Blog twoodledrum wieder den Use Up Along, bei dem es darum geht, die Vorratsschränke von Lebensmittelfehlkäufen oder in Vergessenheit geratenen, essbaren Schätzen zu befreien, indem ihr sie verbraucht, verschenkt oder vertauscht. Unterstützung bekommt sie dieses Jahr von Claudia, die auf Hüpfgemüse bloggt. Sie hat sich ein paar „Challenges“ ausgedacht, die noch ein bisschen mehr Abwechslung und Spannung in die Aktion bringen. Das ist neu, die Idee finde ich aber sehr gut.

Auch wenn ich dieses Jahr nicht mit von der Partie bin, möchte ich euch die Teilnahme uneingeschränkt empfehlen. Das hat gleichzeitig ein bisschen was damit zu tun, warum ich dieses Jahr nicht mit dabei bin: Ich würde nämlich schlichtweg behaupten, durch die Teilnahme 2013 und 2014 derart für einen bewussten Einkauf und Konsum von Lebensmitteln sensibilisiert worden zu sein, dass ich inzwischen tatsächlich nur noch Lebensmittel einkaufe, die ich tatsächlich verwende. Gerade bei ausgefalleneren Zutaten, von denen man relativ wenig benötigt, ist das von großer Relevanz. Das Pfeilwurzelmehl, das man für ein einzelnes Rezept braucht, sonst aber nicht auf dem Schirm hat, ist förmlich dazu prädestiniert, übers Jahr hinweg im Schrank vergessen zu werden. Inzwischen frage ich mich daher, ob man diese eine Zutat nicht durch eine andere ersetzen kann, die sowieso im Haus ist (etwa Johannisbrotkernmehl, um beim Beispiel zu bleiben). Falls dies nicht möglich ist und ich die Zutat unbedingt brauche, versuche ich, in der Folgezeit gezielt Rezepte rauszusuchen, die diese ebenfalls beinhalten, damit erst gar keine „Schrankleichen“ entstehen.

Versteht mich nicht falsch. Auch ich habe ein paar Lebensmittel (insbesondere in meinem Backzutatenkistchen), die seltener zum Einsatz kommen. Das ist aber okay für mich, solange ich weiß, dass ich sie überhaupt verwende und nicht so lange ignoriere, bis sie längst (damit meine ich nicht Tage, sondern Jahre) abgelaufen sind und niemandem mehr nutzen. Denn bei Lebensmitteln ist es für mich inzwischen wie bei Secondhandbekleidung oder DVDs: Was ich nicht so super finde, gefällt vielleicht jemand anderem oder anders herum. Daher bedenkt neben dem Aufbrauchen ruhig auch das Verschenken oder -tauschen.

Geht doch am Wochenende einfach mal eure Vorratskammern, Kühl-, Gefrier-, und Vorratsschränke, Schubladen und Regale – eben die Plätze, an denen ihr Lebensmittel lagert durch und schaut, welche Produkten ihr vielleicht mehr Beachtung schenken solltet. Bei diesem Wetter bleiben die meisten vermutlich sowieso zu Hause. Mitmachen könnt ihr mit oder ohne Blog, denn die Fotos vom Anfangs-, Zwischen und Endstand sammelt Carola per Mail. Eine genaue Beschreibung gibt es hier.

Zum Schluss möchte ich mich noch bei Carola bedanken, denn letztendlich hat das Event für mich nicht nur den Startschuss zum bewussteren Konsumieren von Lebensmitteln gegeben – auch bei meiner Kleidung, Kosmetika und anderen Produkten denke ich inzwischen nach den im Use Up Along erworbenen Mustern: Brauche ich wirklich das 20. Kleid, den 5. Lippenstift oder fühle ich mich mit weniger vielleicht besser? Solte ich nicht erst einmal die Dinge, die ich besitze auftragen bzw. verbrauchen? Ich denke, über das effektive Ausmisten von Kleidung oder Kosmetika werde ich wahrscheinlich auch noch was schreiben (sofern ihr keinen Widerspruch einlegt, dass ich mich mal besser nur mit Veganismus befassen soll…).

Um zum Schluss noch mal ganz kurz auf den Use Up Along zurückzukommen: Auch wenn ich dieses Jahr nicht offiziell mitmache, besonders die Challenge für den 12. Februar
(Koche einmal ungewöhnlich und verwende eine Zutat ganz anders als sonst!“) hat es mir angetan, vielleicht werde ich da dann inoffiziell mitmachen ;) Euch wünsche ich nun aber erst einmal viel Spaß und Erfolg :)

2 Gedanken zu „Blogevent-Empfehlung: Mit dem Use Up Along zum bewussten Konsum

  1. Stadtpflanze

    Mir gefällt die Aktion gut, obwohl ich nicht zur Zielgruppe gehöre (mangels angehäuften Vorräten). :)

    In meinem Elternhaus war es üblich, etwa einmal im Jahr, quasi zum Frühjahrsputz, alle Schränke auszuräumen und dabei auch zu schauen, was noch da ist. Beim Abtauen des Gefrierschrankes und Reinigen des Kühlschrankes bekommt man ohnehin einen Überblick. Das finde ich auch einen guten Weg, den überflüssigen oder übriggebliebenen Vorräten den Kampf anzusagen.

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Ich finde die Aktion auch prima und als ich vor 2 Jahren darauf aufmerksam geworden bin, hatte ich sie tatsächlich nötig. Bei Lebensmitteln ging es eigentlich sogar halbwegs, da habe ich gelegentlich schon aussortiert (nur eben bestimmte Dinge „absichtlich“ vergessen, weil ich mir nicht bewusst war, was ich mit ihnen anfangen soll). Ich würde zwar sagen, ich hatte noch nie ein extremes Problem mit dem Horten von Dingen, aber einigen Optimierungsbedarf gab es trotzdem. Sicherlich hat mir der Veganismus dem Gedanken des bewussteren Konsumierens auch noch einen Schritt näher gebracht, ich habe nicht mehr nur über die Ausbeutung von Tieren, sondern eben auch verstärkt über die von Menschen nachgedacht. Tierprodukte zu meiden, aber dafür H&M-Tüten heimzuschleppen, das stand für mich in einem Widerspruch. Gleichzeitig habe ich mich intensiv mit dem Thema Minimalismus auseinandergesetzt. Inzwischen versuche ich neue Sachen nur noch zu kaufen, wenn ich sie dringend brauche und dann überwiegend Fairtrade und/oder Second Hand.

      Ich finde es aber super, dass du diesen Gedanken von Kleinauf mitbekommen hast. Wenn man es schon früh verinnerlicht, ist es später umso leichter :)

      Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s