Nussplätzchen

Nussplätzchen #1

Nussplätzchen #4

Die tolle Plätzchendose habe ich für nur 2 Euro auf dem Flohmarkt ergattert. Ich liebe sie!

Als ich noch klein war, war meine Oma für die Plätzchen „verantwortlich“. Jedes Jahr buk sie Unmengen verschiedener Sorten, sodass wir mit so viel Gebäck gesegnet waren, dass wir selbst, d. h. meine Mutter und somit auch wir Kinder, die Weihnachtsbäckerei eher übergingen. Das war natürlich aus rationaler Sicht durchaus nachvollziehbar, denn kein Mensch hätte die ganzen Kekse essen können, aber ich war als Kind trotzdem eher unzufrieden, so selten Teig ausstechen zu dürfen.

Mit den Jahren fiel es meiner Oma jedoch immer schwerer, viele Stunden in der Küche zu stehen, sodass nun die Zeit für meine Mutter und mich kam, uns zu revanchieren. So fingen wir an, in einem Jahr, 6, 7, 8 Sorten zu backen. In den nachfolgenden Jahren hatte ich durch die Schule und später durch mein Studium kaum noch Gelegenheit, mit meiner Mutter zu backen, sie aber hat die Tradition aufrecht erhalten und bereitet nun jedes Jahr diverse ambitionierte Plätzchenversionen zu und als wäre das nicht genug, hat sie sogar noch die Pralinenherstellung in diese „Weihnachtsroutine“ mit aufgenommen. Ich bin jedes Jahr begeistert, was sie alles zaubert.

Damit auch ihre veganen (Schwieger-)Kinder gut durch die Weihnachtszeit kommen, hat sie schließlich auch begonnen, einige ihrer Köstlichkeiten zu veganisieren und wenn ich das sage, bin ich wirklich immer wieder froh über die Offenheit unserer (denn die Mutter von meinem Mann überrascht uns auch immer wieder mit Leckereien) Familien.

Meine absoluten Lieblingsplätzchen sind marmeladengefüllte Nussplätzchen mit Marzipan und Schokolade. Ich meine das klingt doch schon megagenial, oder findet ihr nicht? Nachdem ich sie letztes Jahr schon mal auf dem Weihnachtsteller präsentiert habe, ist es nun an der Zeit, euch auch das Rezept zu verraten (das ich allerdings unfreiwillig ein bisschen abgewandelt habe, weil ich mich an einer Stelle verlesen hatte – den Unterschied merkt man aber geschmacklich nicht).

Nussplätzchen #3

Zutaten für ca. 20 Plätzchen

Für den Teig

♥ 65 g Zucker

♥ 1 Packung Vanillezucker

♥ 65 g vegane Margarine

♥ 100 g Mehl

♥ 50 g Nüsse, gemahlen (hier: 25 g Mandeln/25 g Walnüsse)

♥ 1 EL Rum (alternativ: Wasser)

♥ ¼ TL Zimt

♥  TL Kardamom

Füllung

♥ 200 g Marmelade, z.B. Waldfrucht

♥ 130 g Marzipan

Dekoration

♥ 200 g Schokolade (es werden ca. 150 g verbraucht, aber man benötigt etwas mehr, damit es zum Eintauchen tief genug ist)

♥ 20 schöne Nüsse nach Wahl

Zubereitung:

1. Alle Zutaten von Zucker bis Kardamom in eine große Schüssel geben und mit den Händen gut durchkneten, sodass ein homogener, nicht klebriger Mürbeteig entsteht. Diesen für 6-8 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Teig mithilfe eines Nudelholzes auf einer bemehlten Fläche ca. 4-5 mm dick ausrollen. Mit einer runden Plätzchenform Kreise (meine hatte 4 cm Durchmesser) ausstechen. Das übrigbleibende „Gitter“ wieder zu einem Teigklumpen zusammenkneten, erneut ausrollen und ausstechen. Solange fortfahren, bis kein Teig mehr übrig ist.

3. Die Kreise auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und für ca. 12-15 Minuten (mein Backofen war vom Mittagessen noch heiß, sodass er etwas vorgeheizt war und ich sie rund 11 Minuten backen ließ) bei 180° C backen. Sie sind noch ziemlich weich, wenn sie aus dem Ofen kommen. Auf dem Blech auskühlen lassen.

4. Die erkalteten Kreise vorsichtig vom Backpapier lösen und mit je ca. einem halben TL Marmelade bestreichen. Marzipan zwischen zwei Stücken Frischhaltefolien ausrollen (ca. 3-4 mm dick) und mit der gleichen runden Plätzchenform ausstechen.

5. Nun auf je eine Hälfte mit Marmelade ein Marzipanstück legen und mit einem umgedrehten Plätzchen (d.h. die Marmelade muss auf dem Marzipan aufliegen) wiederum abdecken. Die Schichtung ist also: Keks, Marmelade, Marzipan, Marmelade, Keks.

Schokolade im Wasserbad schmelzen und in eine Tasse füllen. Kekse seitlich zur Hälfte in Schokolade tauchen und auf ein Blech mit Backpapier legen. Je eine Nuss (Walnusshälfte, Pecanuss, Mandel, Haselnuss etc.) auf dem Keks platzieren, vorsichtig auf der Schokolade festdrücken und trocknen lassen.

Plätzchen im Entstehen

Nussplätzchen #2

Mit diesem Rezept möchte ich mich an der Lieblingsplätzchenaktion von Freude am Kochen beteiligen, die noch bis zum 29. November läuft.

Veganes-Liebings-Weihnachtsplaetzchen-01

4 Gedanken zu „Nussplätzchen

  1. Pingback: Vegan Wednesday #118 | Essen. Leben. Leben lassen.

  2. Miss Polkadot

    Aaah! Das sind ja genau die Kekse, die meine Oma immer backt! Also natürlich nicht die einzigen – sie backt gefühlt ein Dutzend Sorten – aber die begehrtesten. Für mich manchmal ein Extra-Beutelchen, weil fast alle anderen Plätzchen Ei enthalten. Vielen Dank für das vegane Rezept – mit den Leckereien kann ich Oma an Heiligabend überraschen. Vegan backen ist ihr, denke ich, noch nicht geheuer.

    Antwort
  3. Pingback: » Die Rezepte zum Blogevent – Mein veganes Lieblings-Weihnachtskeks bzw Weihnachtsplätzchen Rezept #veganeweihnachtsplaetzchen - FreudeamKochen

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