Paprika mit Spinat-Quinoa-Füllung

Gefüllte Paprika #1

Neulich hatte ich Lust auf gefüllte Paprika, wollte aber nicht die klassische Variante mit Reis-Soja-Hackfleisch-Füllung kochen, sondern mal ein bisschen abwechslung ins Spiel bringen. Da ich am Vortag frischen Spinat ergattert hatte, nutzte ich die Gunst der Stunde. Da Paprika und Spinat alleine aber vermutlich nicht allzu sättigend sind, mischte ich diesen mit Quinoa. Das klappte und schmeckte ganz wunderbar.

Zubereitet habe ich die vegane gefüllte Paprika in einem alten Römertopf, den mir mein Opa letztes Jahr zu Weihnachten mitgegeben hat. Der Tonbräter hatte bereits meiner Oma gute Dienste geleistet, bislang kam ich aber noch nicht so dazu, ihn in Gebrauch zu nehmen. Als ich die Paprika gefüllt und mit einer Cashewcreme-Haube versehen hatte, stellte ich allerdings fest, dass der Deckel nicht mehr draufpasst. Dem Geschmack und der Konsistenz der Paprika hat es offensichtlich aber nicht geschadet, offen im Ofen zu garen, durch die hinzugefügte Gemüsebrühe bestand keine Gefahr des Austrocknens. Ihr könnt die Paprika natürlich auch gleich in eine normale Auflaufform stellen, das funktioniert genauso. Hier kommt nun das Rezept zum nachmachen:

Gefüllte Paprika #2

Zutaten für 2 gefüllte Paprika:

♥ 2 Paprika

♥ 100 g Quinoa

♥ 200 g Spinat

♥ ¾ TL Salz

♥ ¼ TL Pfeffer

Für die vegane „Käse“-Kruste

♥ 50 g Cashews

♥ 50 ml Wasser

♥ 1 TL veganer Essig

♥ 1 TL Oregano, getrocknet

♥ 1 kleine Knoblauchzehe

♥ ¼ TL Salz

♥ ¼ TL Pfeffer

Außerdem:

♥ 500 ml Wasser

1,5 TL Gemüsebrühe

Zubereitung:

1. Quinoa mit ca. der dreifachen Menge Wasser zum Kochen bringen. Nach etwa 15 Minuten ist die Quinoa gar (das erkennt man daran, dass ein weißer „Kern“ zum Vorschein kommt). Sie darf ruhig noch etwas Biss haben. Falls am Ende noch Wasser übrig ist, dieses abgießen.

2. Spinat in einen großen Topf geben und 3 Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen. Wasser abgießen und den Spinat gut abtropfen lassen.

3. Spinat und Quionoa gemeinsam mit Salz und Pfeffer vermengen.

4. Paprika waschen, den Deckel rund um die Paprika vorsichtig einschneiden, sodass sich dieser gemeinsam mit den Kernen entfernen lässt. Falls in der Paprika noch Kerne verbleiben, diese mit Wasser ausspülen. Weiße, harte Stellen lassen sich herausschneiden, indem man die Paprika auf die Seite legt und mit dem Messer vorsichtig hineinfährt.

5. Paprika mit der Spinat-Quinoa-Mischung füllen.

6. Als Kruste hätte ich normalerweise den selbstgemachten Cashewschmelz verwendet, da ich allerdings kein Cashewmus, dafür aber Cashewkerne hatte, bereitete ich eine Alternative zu: Dafür Cashews zusammen mit dem Wasser und Essig im Standmixer zu einer möglichst homogenen Masse verquirlen (bei mir waren auch noch ein paar Cashew-Stückchen drin, kein Problem…). Nun die Knoblauchzehe schälen und mit dem Oregano sowie Salz und Pfeffer in den Standmixer geben und ein weiteres Mal durchmixen. Abschmecken und auf den Paprika verteilen. Bei mir blieb noch ein bisschen Creme übrig, die kam nach dem Backen auf die – wie barbarisch – aufgeschnittenen Paprika.

Nun 500 ml Wasser kochen und mit dem Gemüsebrühenpulver vermengen. Auf den Boden einer ofenfesten Form gießen und die Paprika darin platzieren. Nun für ca. 30 Minuten im 200° heißen Backofen platzieren (wie immer nicht vorgeheizt). Wenn ihr die Paprika sehr weich haben wollt, müsst ihr sie eventuell etwas länger im Ofen lassen, ich wollte sie bewusst noch leicht bissfest haben.

Leider mangelte es der grünen Paprika ein wenig an Standfestigkeit, so dass sie sich im Ofen verselbstständigte und sich auf die Seite legte (auch Paprikas werden mal müde…). Daher ist der vegane Käse so halb in der Gemüsebrühe gelandet. Mithilfe eines Rettungsrings einer Gabel ließ er sich zwar noch retten, aber er war nicht mehr ganz so knusprig. Geschmeckt hat sie aber trotzdem.

Zum Servieren habe ich dann auch noch ein paar Löffel Gemüsebrühe auf die Teller geschöpft, um die Füllung ein bisschen darin baden lassen zu können.*

Gefüllte Paprika #3

Gefüllte Paprika #4

*Die möglicherweise vom Leser subjektiv empfundene inflationäre Nutzung von Schwimm-Metaphern in diesem Artikel könnte unter Umständen meinem Wunsch nach Sommerwetter geschuldet sein.

2 Gedanken zu „Paprika mit Spinat-Quinoa-Füllung

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