Kichererbsenbrot

Kichererbsenbrot #1

Wenn die Einkaufsliste allzu lang ist, kommt es vor, dass man den ein oder anderen Punkt dann doch vergisst, obwohl man es ja eigentlich Schwarz auf Weiß hat. Zumindest mir passiert das regelmäßig. Wenn es das Glas Mais auf Vorrat ist, sagt man sich: „Gut, okay, dann halt nächste Woche…“. Neulich vergaßen wir beim Einkaufen allerdings das Brot und da wir zum AbendBROT dann doch meist die gute alte Stulle essen, musste Nachschub her. Schnell.

Weil das Wetter aber so ganz und gar nicht verlockend war, beschloss ich, einfach selbst mal wieder eines zu backen. Im Vorratsregal fand sich noch eine angebrochene Tüte Kichererbsenmehl, das sich dem MHD verdächtig näherte, so dass es kurzerhand im Teig landete. Da mein Mann sich vorhin nach dem Genuss zweier Scheiben vor mir aufbaute und (unaufgefordert ;)) betonte, dass er mein selbstgemachtes Brot tausendmal besser findet als das gekaufte, werte ich dies mal als Zeichen, dass der Laib zumindest einem semi-unabhängigen Testesser geschmeckt zu haben scheint :) Falls euch das Argument & Motivation genug ist, das vegane Kichererbsenbrot nachzubacken, dann habe ich jetzt das Rezept für euch.

Kichererbsenbrot #2

Für ein Brot benötigt ihr:

♥ 250 g Kichererbsenmehl

♥ 500 g Dinkelmehl (630er) oder ein anderes Mehl nach Wahl

♥ 375 ml lauwarmes Wasser

♥ 1 Würfel Hefe (42 g)

♥ 1 geh. TL Salz

♥ 1 geh. TL Zucker

♥ etwas Öl & Mehl für die Form

♥ Nüsse und Saaten nach Lust und Laune (hier: je 3 EL Kürbis- und Sonnenblumenkerne, je 2 EL Hanf- und Leinsamen)

Zubereitung:

1. Kichererbsenmehl und Dinkelmehl in einer großen Schüssel mischen, eine Mulde formen und das Wasser hineinkippen. Die Hefe darin auflösen. Zucker und Salz hinzufügen und alles gut durchkneten. Je nach verwendeter Mehlsorte kann evtl. ein bisschen mehr oder weniger Wasser vonnöten sein. Teig z.B. mit einem sauberen Küchenhandtuch bedecken und rund eine Stunde ruhen lassen.

2. Nüsse und Saaten, sofern erwünscht, in den Teig einkneten.

3. Kastenform fetten und bemehlen, Brotteig darin verteilen und in den Ofen stellen. Weitere 20 Minuten ruhen lassen.

4. Brot bei 200° ca. 45 Minuten backen, es sollte sich danach mühelos aus der Kastenform lösen lassen. Noch warm oder schon kalt mit einem Aufstrich der Wahl genießen.

Kichererbsenbrot #3

13 Gedanken zu „Kichererbsenbrot

    1. Miss Diamond Autor

      Hey, ganz vielen Dank für das liebe Kompliment! Da freue ich mich sehr drüber :)

      Demnächst poste ich voraussichtlich auch noch ein Rezept zu Kichererbsenpancakes, eine weitere Verwertungsmöglichkeit, die recht schnell und einfach gemacht ist.

      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
      1. Miss Diamond Autor

        Hey, das schaue ich mir dann auch mal an, ein bisschen Abwechslung schadet bei Rezepten ja nie :)
        Hummus könnte ich auch in Unmengen essen…

        Alles Liebe
        Natalie

  1. Stef

    Das hört sich sehr gut an. Ich backe im Moment mit Sauerteig und werde das wohl mal abwandeln, so dass ich keine extra Hefe hinzufügen muss. :)

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Hey Stef,

      dankeschön :) An Sauerteigbrot habe ich mich dafür noch gar nicht rangewagt, funktioniert das genauso unkompliziert wie bei Hefe? Und gibt es einen bestimmten Grund, warum du lieber ohne Hefe backst? :) Muss dich auch mal unbedingt wieder auf deinem Blog besuchen, momentan habe ich so viel für die Uni zu tun, dass ich froh bin, wenn ich zum Bloggen komme, aber das Lesen kam in letzter Zeit leider etwas zu kurz.

      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
      1. Stef

        Es ist mit mehr Aufwand verbunden, da Sauerteig doch länger braucht. Man muss ihn füttern und einen Vorteig ansetzen etc. Ich mag den Geschmack allerdings lieber. Der ist dann doch etwas anders als bei Broten nur mit Hefe, wirkt sich aber hauptsächlich bei Broten mit hohem Roggenanteil aus.
        Ich bin im Moment so lese- und schreibfaul :D Meine Freundin kommt auch gerade wegen der Arbeit gar nicht dazu zu bloggen.
        Lieben Gruß!

      2. Miss Diamond Autor

        Okay, danke! Dann werde ich mal schauen, ob ich eine „idiotensichere“ Anleitung für den Sauerteig finde, um dann auch mal bewusst vergleichen zu können, denn ich muss zugeben, dass ich gar nicht weiß, woraus das Körnerbrot ist, was wir beim Bäcker kaufen. Ich würde aber auf Hefe tippen. Mein Brot backe ich meistens mit Dinkelmehl, aber dann werde ich es beim Sauerteigbrot mit Roggen versuchen!

        Ja, ich glaube so Phasen haben alle mal, zum Glück gibt es ja Archive! ;) Und irgendwann kommt dann vielleicht (hoffentlich) auch wieder die Zeit/Lust zu schreiben.

        Alles Liebe
        Natalie

      3. Stef

        Ich hab es gestern mal probiert und es ist ganz gut geworden. Hätte ein bisschen luftiger sein können aber da muss ich noch ein bisschen experimentieren.
        Sehr gut für Anfänger finde ich die Anleitungen von Pöt:
        http://www.der-sauerteig.com/phpBB2/index.php
        Das klingt erstmal alles sehr kompliziert, ist aber nicht so schwer. Roggenbrot braucht z. B. auch einen Sauerteig.

      4. Miss Diamond Autor

        Hey,
        hm, manchmal liegt es auch nur an was Kleinem: Wasser ein bisschen zu kalt, Raumtemperatur zu niedrig oder sowas. War der Teig denn gut aufgegengangen? Ansonsten ist die Konsistenz von so einem Brotteig natürlich auch Geschmackssache. Wenn du eine Verbesserung für dich findest, dann schreib das ruhig auch mal, dann probiere ich es auch aus. Heute backe ich auch nochmal Brot, ich weiß aber noch nicht, ob es das gleiche wird! :)

        Ganz vielen Dank fürs Raussuchen des Links. Da klicke ich mich mal durch und dann wird das schon klappen. Ich berichte :)

        Alles Liebe
        Natalie

      5. Stef

        Ich denke ein bisschen mehr Wasser wäre gut gewesen. Aufgegangen ist es gut aber es braucht etwas Mithilfe vom warmen Backofen. Ich denke der Teig war etwas zu schwer.
        Der Ansatz bestand aus einem Löffel alten Anstellgut (Sauerteig) und den hab ich über Nacht mit 100g Dinkelmehl und 100 g Wasser angesetzt. War morgens dann schön blubberig. :)

      6. Miss Diamond Autor

        Achso okay, du hast es als Sauerteigbrot nachgemacht?! Ich habe übrigens mal auf den Link geklickt, auf den ersten Blick echt sehr viel Info, ich wurschtel mich da mal durch. Bei dem empfohlenen Buch finde ich es witzig, wie der Teig personifiziert wird ;) Ich bin dann jetzt mal lesen ;)

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