Klausenburger Kraut

Veganmofo

Lieblingsessen

Nachdem ich euch beim letzten Vegan Wednesday schon so von meinem aktuellen Lieblingsgericht vorgeschwärmt habe, habe ich mir gedacht, mein Rezept für das „Klausenburger Kraut“ wäre ein passender Einstieg in den Vegan Month of Food 2014, an dem ich in diesem Jahr zum ersten Mal teilnehme.

Nicht nur ich bin von dem Gericht hin und weg, es war auch das Lieblingsgericht meines Großvaters. Immer, wenn er bei uns zu Besuch war, hat meine Mutter es ihm gekocht, sodass mich dieses Essen auch immer an ihn erinnert.<3

Klausenburg ist übrigens eine Stadt in Rumänien, in der er einige Jahre gelebt hat. Da seine Familie allerdings aus Ungarn kam, hat er das Gericht immer auf ungarisch benannt. Falls jemand dieser Sprache mächtig ist (ich bin es leider nicht), kennt er die Speise möglicherweise als „kolozsvari kaposzta“.

Ich habe das Klausenburger Kraut neulich spontan nachgekocht und dazu meine Mutter nach dem Rezept gefragt, um dieses dann wiederrum zu veganisieren. Letzteres war aber nicht sonderlich schwierig, das Hackfleisch im Original wurde einfach durch Sojahack ersetzt. Da die osteuropäische Küche klassischerweise sehr viel Sauerrahm enthält (auch dieses Essen sollte mit reichlich davon genossen werden, weil der Geschmack dadurch perfekt abgerundet wird), war ich umso glücklicher, eine wunderbare Alternative von Soyanda entdeckt zu haben, die ich euch wirklich empfehlen kann. Jetzt aber erst einmal zum selbstgemachten Teil des Essens, dem veganen Klausenburger Kraut!

Auflauf

Für 4-6 Portionen benötigt ihr:

♥ 200 g Reis

♥ 150 g Sojaschnetzel

♥ 800 g Sauerkraut

♥ ein paar Zweige getrockneten Dill

♥ 2 TL Räuchersalz

♥ ½ TL Pfeffer

♥ mildes Rapsöl oder ein anderes Öl, das zum Braten geeignet ist

♥ große Zwiebel

♥ ½ TL Thymian

♥ Sauerrahm

Zubereitung:

1. Eine feuerfeste Form mit etwas veganer Margarine/Öl einfetten.

2. Reis zusammen mit der doppelten bis dreifachen Menge Wasser in den Topf geben und (ohne Salz) gar kochen.

3. Derweil Sojaschnetzel mit kochendem (ungesalzenem) Wasser übergießen und 10 Minuten darin einweichen.

4. Sauerkraut durch ein Sieb abgießen und zusammen mit dem getrockneten Dill (3-4 Zweige) bei mittlerer Hitze und bei gelegentlichem Umrühren erhitzen. Von der Platte nehmen und die Dillzweife entfernen. Die Hälfte des Krauts auf dem Boden der gefetteten Form verteilen. Restliches Kraut beiseite stellen.

5. Sojaschnetzel in ein feinmaschiges Sieb geben, abtropfen lassen und leicht ausdrücken. In einer Schüssel mit ca. 5 EL Öl sowie dem Pfeffer und dem Rauchsalz vermengen. In eine Pfanne geben und ca. 10 Minuten anbraten lassen, dabei gelegentlich wenden.

6. Zwiebel schälen, kleinschneiden und zum Sojafleisch geben. Eventuell dabei noch ein klein wenig mehr Öl hinzufügen. Weitere 3 Minuten braten lassen.

7. Sojaschnetzel mit dem Reis vermengen (dabei nochmals abschmecken) und anschließend gleichmäßig auf der unteren Krautschicht verteilen. Zum Schluss mit dem übrigen Sauerkraut bedecken und mit dem Thymian bestreuen. Bei ca. 175°C ca. 35-40 Minuten in den Ofen schieben. Mit reichlich Sauerrahm servieren. Guten Appetit!

Auflauf #2

5 Gedanken zu „Klausenburger Kraut

    1. Miss Diamond Autor

      Hey :)

      ja, ich glaube, hier ist das Gericht auch nicht wirklich bekannt, aber in Osteuropa wird schon ziemlich viel mit (Sauer-)Kraut gekocht. Als ich noch klein war hielt sich meine Begeisterung auch noch in Grenzen, aber inzwischen mag ich Sauerkraut und somit auch das Klausenburger Kraut richtig gerne. In nächster Zeit werde ich auch noch ein paar andere Gerichte aus Ungarn/Rumänien posten.

      Viele Grüße
      Natalie

      Antwort
  1. Pingback: Crêpes-Torte mit Pflaumenmus | Essen. Leben. Leben lassen.

  2. Pingback: Zwetschgenknödel | Essen. Leben. Leben lassen.

  3. Liesl

    Hallo! Auf der Suche nach einem Rezept für vegane Zwetschgenknödel bin ich hier auf deinem Blog gelandet und war ganz erfreut als ich hier „Vinete-Aufstrich“ und Klausenburger Kraut fand. Meine Großeltern sind nämlich aus Siebenbürgen, Rumänien. Also kenn ich da einige Rezepte und find es total schade, dass die rumänische Küche kaum ohne Fleisch auskommt. :-/ Na jedenfalls muss ich das hier echt mal nachkochen, ich mag nämlich Kraut mittlerweile echt gern!

    Dein Blog gefällt mir übrigens sehr gut, hab schon einige Rezepte durchgestöbert und werd sicher noch so einiges finden, dass ich gern nachkochen werde!

    LG aus Österreich,
    Liesl

    Antwort

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