Berlin: Vegan-Vegetarisches Sommerfest 2014

Das erste Mal war ich kurz nach meiner Entscheidung, „ab jetzt“ vegan zu leben auf dem Vegan-Vegetarischen Sommerfest in Berlin. Schon damals war ich der Meinung, dass es schade ist, dass der Spaß schon so schnell wieder vorbei ist. Diese Meinung teilten scheinbar auch die Organisatoren und viele andere Gäste, so dass dieses Jahr gleich 3 Tage (ein ganzes Wochenende) Schlemmen, Shoppen und Informieren angesagt sind. Da ich leider morgen verhindert bin, kommt schon heute mein Kurzbericht zum Fest.

Tag 1 (Freitag):

Bereits am Freitag, den wir uns extra freigenommen hatten, machten wir uns auf in die Stadtmitte, um nach spartanischem Frühstück (man will ja Platz lassen!) die Bäuche zu füllen.

Und so starteten wir einen kurzen Rundgang, um die Lage zu checken. Dieses Jahr war die Anzahl der Stände, soweit ich das richtig einschätzen kann, deutlich höher als in den Vorjahren, sodass es ziemlich lange dauerte, bis wir das kulinarische Angebot überschaut hatten. Vertreten waren unter anderem: Zwei Falafel-Stände (Krawummel und das Nil), ein Alles-Vegetarisch Wagen, der Veganz Food-Truck, ein Eisstand, das Samâdhi, ein Eisladen, ein Wrapstand, ein Dönerstand, ein Chaap-Stand und vieles mehr.

Ich bestellte türkische Pizza, mein Mann Börek mit Spinatfüllung. Da wir nach gegenseitigem Probieren feststellten, dass uns das jeweils andere besser schmeckte, tauschten wir aber.

Börek

Türkische Pizza

Anschließend liefen wir ein bisschen rum und schauten uns um…es gab zahlreiche Infostände…

Infostände

…und Bühnenprogramm mit Sänger*innen, Informationsveranstaltungen, Kochshows (am Sonntag kommt übrigens u.a.  Björn Moschinski) und vielem mehr.

Bühne

Um uns vom ganzen Rumlaufen zu stärken, gab es hinterher noch Waffel mit Karamellsirup, die es direkt beim Sommerfest-Orga-Team zu kaufen gab. Yummi!

Waffel

Da es dann ganz schön windig und regnerisch wurde und in dem Wissen, heute ja wiederkommen zu können, machten wir uns nach einem kleinen Besuch im Zelt von Avesu, Hansvurst (diese stellen Schuhe aus Polstermaterial her und vertreiben auch faire Mode) und Roots of compassions (wo mein Liebster einen coolen Magneten mit „Praise Seitan“ Aufschrift und ich zwei Vivani-Schokoriegel kaufte) auf den Weg nach Hause.

Tag 2 (Samstag):

Bei wesentlich schönerem Wetter machten wir uns auf den Weg zum Vegan-Vegetarischen Sommerfest. Nachdem ich mich bei DearGoods in die neuen Handtaschen von Matt & Nat verliebte, die ich schon auf Facebook bewundert hatte, brauchte ich erst einmal eine Stärkung (für meine Willenskraft, nicht sofort zuzuschlagen, sondern erst über Farbe und Modell nachzudenken). Diese holte ich mir in Form eines Onigiri, das ich mit meinem Liebsten (hier als Model im Bild ;) ) teilte. Die Sorte Avocado-Koriander-Limette machte das Rennen, was sich als weise Entscheidung rausstellte, sie war nämlich wirklich sehr gut.

Onigiri verpackt

Vor lauter Gier habe ich die Verpackung natürlich in der falschen Reihenfolge aufgerissen, aber das Tat der Sache selbst keinen Abbruch.

Onigiri

Danach waren wir leicht gesättigt und somit schon deutlich zufriedener, doch ein Hauptgericht sollte natürlich nicht fehlen. Nach eingehendem Abwägen entschieden wir für etwas Altbekanntes, nämlich den schmackhaften Falafel-Döner mit Erdnusssauce vom sudanesichen Imbiss Nil (ansässig in Kreuzberg sowie in Friedrichshain), dem wir regelmäßig einen Besuch abstatten. Dieses Mal habe ich zwar kein Foto gemacht, weil die Menschenmassen so langsam ziemlich dicht wurden und wir nicht riskieren wollten, dass sich beim Balancieren der Kamera in der einen und des Falafelgerichts in der anderen Hand plötzlich beides auf dem Boden wiederfindet (außerdem hatten wir dieses Mal ja jeder einen bestellt). Allerdings werde ich bei meinem nächsten Besuch mal über das Nil berichten, da ich den Imbiss auch hungrigen Berlin-Besuchern empfehlen kann, die für 3,50 reichlich auf die Hand bekommen möchten.

Auch nicht fehlen auf einem Sommerfest-Besuch darf natürlich das Loseziehen, das dieses Jahr Samstags und Sonntags stattfindet. Ein Vitamix wurde es am Ende nicht, so viel sei schon mal verraten. Spaß gemacht hat’s aber trotzdem.

Lose

Anschließend wollte ich unbedingt Rohkostkekse probieren, die es zu erstehen gab. Also holten wir zwei verschiedene Sorten (ich glaube irgendwas mit Nüssen und Johannisbeere, ich war bei der Auswahl total überfordert, so dass wir einfach irgendwass genommen haben). Ich muss aber sagen, dass mir die selbstgemachten Rohkostsüßigkeiten genauso gut schmecken.

Rohkostekekse

Zwar schon recht satt, aber immer noch gierig, einigten wir uns auf einen letzten Imbiss beim Veganz Foodtruck, der neben Burgern und Currywurst auch total leckere Süßkartoffelchips mit Guacamole verkaufte. Wären wir morgen erneut aufs Sommerfest gegangen, hätte ich mir das wahrscheinlich für morgen aufgehoben, aber so siegte die Neugierde mal wieder über den schon ziemlich vollen Magen. Gelohnt hat es sich jedenfalls sehr, fanden wir beide! Da werde ich auf jeden Fall einen Nachmachversuch starten.

Süßkartoffelchips

Was die sich verdichtende Wolkendecke vorher schon angedeutet hatte, wurde nun Realität, so dass wir uns lieber auf den Heimweg machten, bevor das Wetter ernst machte und aus den Tropfen Schauer wurden.

Hier seht ihr die Losausbeute (Yogi Tee Schoko Chili und Schoko) sowie die weiße Nougatschokolade von Vivani (gekauft bei Roots of Compassion).

Ausbeute

Nicht mehr vom Sommerfest selbst, aber vom spontanen Besuch im Veganz danach stammt das dunkle Nougatschokoladenpendant. In beiden Sorten sind zusätzlich Haselnusskrokantstückchen und die könnte ich ja auch massenweise essen.

Vivani Riegel

Insgesamt war es wieder mal ein sehr schönes Fest, in das die Organisatoren und Stände merklich jede Menge Arbeit gesteckt hatten. Auch das etwas schlechtere Wetter konnte den Leuten den Spaß nicht verderben, das Fest war gefüllt. Nur die Würstchenverkäufer mit ihren roten Schirmchen, wie sie am Alex zu Hauf zu finden sind, hatten wohl nicht so viel zu lachen, weil das Sommerfest auch viele „Schaulustige“ anlockte, aber mein Mitleid hält sich deutlich in Grenzen! Ohnehin ist der Veranstaltungsort am Alexanderplatz ein bisschen surreal: Faire Mode neben Primark-Tüten, Würstchenverkäufer zwischen Tofu. Aber das passt zu Berlin :)

5 Gedanken zu „Berlin: Vegan-Vegetarisches Sommerfest 2014

  1. aviliaway

    Hallo Natalie,
    total schöner Post :) was würde ich für so ein leckeres Onigiri jetzt nur geben! ;)
    Warst du letztes Jahr auch dort? Vielleicht sind wir uns ja über den Weg gelaufen ;)
    Keine Ahnung, ob ich dich das schon einmal gefragt hab, aber lebt dein Mann auch vegan?
    Liebe Grüße!

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Hey Avilia,

      ja, die Onigiris sind echt lecker, innerhalb Berlins werden sie zum Glück auch außerhalb des Sommerfests an einer U-Bahn-Station kaufen. :)
      Ja, ich war jetzt das dritte Jahr da, also seit 2012 immer. Bestimmt sind wir mal aneinander vorbeigelaufen oder haben an einem der Essenstände hintereinander in der Schlange gestanden…finde so etwas auch immer sehr lustig. Warst du letztes Jahr extra fürs Sommerfest nach Berlin gefahren oder warst du zufällig da?

      Übrigens ja, wir sind beide Veganer ;)

      Viele Grüße
      Natalie

      Antwort
      1. aviliaway

        Hallo Natalie,

        Ja, Berlin ist echt toll! Ich hab letztes Jahr über den Sommer ein Praktikum bei VeggieHotels in Berlin gemacht. Meinen letzten Tag in Berlin hab ich dann auf dem Vegan-Vegetarischen Sommerfest verbracht :)
        Liebe Grüße!

  2. Pingback: Gute-Laune-Socken von Minga Berlin | Essen. Leben. Leben lassen.

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