Käse-Makkaroni

Käsemakkaroni #1

Als es neulich plötzlich wieder so kalt wurde, wuchs auch prompt wieder meine Lust auf Deftiges. Eines Nachmittags hatte ich unbändige Lust auf Maccaroni and Cheese, hatte jedoch mittags schon gegessen, so dass auf wundersame Weise meine Vernunft siegte, die mit meinem Appetit aushandelte, doch einfach am nächsten Tag (praktischerweise hatte ich frei) dieses Nudelgericht zu kochen.

Lustigerweise habe ich Käsemakkaroni niemals in der unveganen Variante probiert, weshalb ich jetzt nicht sagen kann, inwiefern die Zubereitung ans amerikanische Original erinnert. Allerdings fand ich die Sauce schön käsig. Ich hatte mich bei diesem Gericht bewusst gegen Käseersatz entschieden (nicht zuletzt, da wir ein paar Tage zuvor schon eine ganze Packung auf unsere Pizza gestreut hatten) und weil ich ja sowieso versuche, nicht allzu regelmäßig Fertiglebensmittel zu konsumieren. Für einen noch „käsigeren“ Genuss und für einen stärkeren Überback-Effekt wären Wilmersburger und Co. Aber sicherlich gut geeignet.

Zum Thema Wilmersburger noch ein paar kurze Worte: Ich habe schon öfter gehört/gelesen, dass einige Leute ihn nicht so gerne mögen und sagen, dass er keine guten Schmelzeigenschaften besitzt. Bessere Erfolge erzielt man allerdings, wenn man ihn, anders als Kuhmilchkäse, nicht als obere Schicht einsetzt, sondern unter das Essen mischt. Auch auf Pizza kann man ihn entweder direkt mit der Tomatensauce vermengen bzw. auf der Sauce, aber unter dem Belag platzieren, wie es auch in italienischen Restaurants häufig praktiziert wird, damit man den Belag noch sehen kann, was optisch oftmals etwas ansprechender ist. Wenn ich den „Käse“ auf diese Art und Weise in die Speise einbinde, steht er dem doppelt so teuren Daiya-Käse meines Erachtens in nichts nach. Aber nun wieder back to topic, nämlich zu leckeren Makkaroni! Juhu!

Für 3-4 Portionen benötigt ihr:

♥ 350 g Makkaroni

♥ 350 ml Wasser

♥ 3 stark gehäufte EL Mehl

♥ 2 EL Hefeflocken

♥ 2 EL Öl

♥ ¾ TL Salz

♥ 2 TL mittelscharfen Senf

♥ 1 große Knoblauchzehe

♥ etwas Öl zum Anbraten

♥ 2-3 große Zwiebeln

♥ 1 Glas Mais

1. Nudeln in Salzwasser al dente kochen.

2. Derweil „Käsesauce“ vorbereiten. Dazu das Wasser in einen Topf geben. Zusammen mit gesiebtem Mehl, Hefeflocken, Öl, Salz und Senf glatt rühren und unter regelmäßigem Umrühren aufkochen lassen. In der Zwischenzeit schon mal die Knoblauchzehe schälen und schließlich in die Sauce pressen. Wenn die Sauce Blasen wirft, von der Herdplatte nehmen.

3. Zwiebeln schälen, in kleine Würfel schneiden und kurz in einer Pfanne mit etwas Öl glasig dünsten. Mais kurz mit Wasser durchspülen und abtropfen lassen.

4. Zum Schluss alle Komponenten (Käsesauce, Mais, Zwiebeln, Makkaroni) in einer großen Auflaufform vermengen und für ca. 25 Minuten bei 200 Grad in den Ofen geben.

Käsemakkaroni #2

Wenn ihr mögt, könnt ihr den Mais natürlich auch weglassen oder aber noch andere Gemüsesorten wie Erbsen, Brokkoli, Blumenkohl etc. hinzufügen. Gut kann ich mir auch eine Variante mit kleingeschnittenen Chorizostückchen (natürlich die vegane Variante!) vorstellen.

7 Gedanken zu „Käse-Makkaroni

  1. Ines

    Das klingt echt lecker und Broccoli würde da bestimmt gut dazu passen! Für Saucen benötigt man echt nicht unbedingt gekauften Käse. Hefeflocken machen da schon viel her.

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Hey Ines,

      ja, das finde ich auch. Manchmal kaufe ich auch schon Käse-Ersatz, gerade ab und an für Pizza, aber vieles kann man auch wirklich selbermachen. Gerade Saucen machen sich mit Hefeschmelz wirklich gut. :)

      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
  2. Pingback: Grünkernauflauf | Essen. Leben. Leben lassen.

  3. Pingback: winterlicher Grünkern-Auflauf mit Käse-Topping | Ein bisschen mehr vegan

    1. Miss Diamond Autor

      Liebes Mokkaplätzchen :)

      oooh, das freut mich aber, ganz vielen Dank für dein Lob! Übrigens lustig, einen Grünkernauflauf gab es bei mir diese Woche auch schon. Freut mich sehr, dass auch dein Töchterchen mit deinem Essen zufrieden war! Die Idee mit der Cashewcreme ist prima, das werde ich ausprobieren. Bisher habe ich immer ENTWEDER Hefe- oder Cashewschmelz (https://buntesveganesleben.com/2013/10/06/cremiger-cashew-schmelz-zum-uberbacken/) gemacht, aber die Kombination ist bestimmt auch super!

      Alles Liebe & weiterhin ganz viel Freude beim Kochen, Backen & Bloggen :)
      Natalie

      Antwort
  4. Pingback: Vegane Käsesauce (z.B. zu Nudeln) | Ein bisschen mehr vegan

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