Frikassee mit frischem Spargel

Frikassee #2

Was die Kürbissaison im Herbst/Winter, das ist für mich die Spargelzeit im Frühling! Ein harter Schlag war daher das letzte Jahr, in dem es aufgrund chronischen Schlechtwetters erst sehr spät und auch nur ganz kurz Spargel (und Beeren…) gab. Da der Wettergott aber stets darauf achtet, dass das kosmische Gleichgewicht langfristig gewahrt bleibt, konnte der erste Spargel in diesem Jahr schon sehr zeitig gestochen werden.

So sind wir bisher schon ein paar Mal in den Genuss von diesem köstlichen Gemüse gekommen (wir warten natürlich immer auf den deutschen) und mit einem großen Anbaugebiet in Beelitz vor der Nase sitzen wir natürlich auch direkt an der Quelle. Nachdem ich ihn die letzten Male immer klassisch mit kleinen Kartöffelchen und einer Sauce (ich suche nach wie vor nach einem guten Hollandaise-Ersatz, falls ihr ein schmackhaftes Rezept gefunden habt, würde ich mich freuen, wenn ihr es mit mir teilt) serviert habe, war mir dieses Mal nach etwas anderem. Spargelsalat, Spargelnudeln, Spargelsuppe, Spargelcrêpes…ich konnte mich einfach nicht entscheiden. Nach einer Weile Brainstorming fiel mir ein, dass es in der Mensa neulich Frikassee mit Spargel gab, was ich aufgrund der optisch nicht ganz überzeugenden Eigenschaften (ich oberflächliches Ding aber auch…) nicht gewählt habe.

Da ich bislang noch keinerlei Frikassee-Erfahrungen sammeln konnte und es in meiner Kindheit in der Hühnervariante auch nie besonders gern mochte, beschloss ich also, mich nun auch mal diesem Gericht anzunehmen und machte mich daran, folgendes Rezept zusammenzuschustern:

Frikassee #1

Für 3-4 Portionen benötigt ihr: 

♥ 80-100 g Sojamedaillons

♥ 1 TL Gemüsebrühe

♥ Sojasauce

♥ 1 Knoblauchzehe

♥ 500 g Spargel

♥ Optional etwas Alsan

♥ Optional etwas Zucker

♥ 1 Glas (220 g) extrafeine Erbsen

♥ 300 g Champignons

♥ 250 ml Sojasahne

♥ 1 TL Majoran

♥ Beilage nach Wahl (wir hatten Reis)

Zubereitung:

1. Sojamedaillons mit kochendem Wasser übergießen, Gemüsebrühe unters Wasser rühren und 10 Minuten ziehen lassen. Medaillons anschließend auswringen (mit den Handinnenflächen oder mithilfe zweier Küchenbretter etc.), in kleine Stücke schneiden. Knoblauchzehe schälen, pressen oder feinhacken und gemeinsam mit Sojasauce und Pfeffer zu den Sojastückchen geben. Ziehen lassen.

2. Derweil Spargel schälen (dabei holzige Enden, sofern vorhanden wegschneiden), Spargel in mundgerechte Stücke schneiden und in gar kochen (je nachdem, wie bissfest ihr ihn mögt dauert es ca. 10-15 Minuten). Gebt optional in das Spargelwasser noch etwas Butter und Zucker, mir wurde beigebracht, dass Spargel auf diese Art und Weise am besten wird.

3. Während der Spargel kocht, Champignons waschen, ggf. vom Stiel befreien und vierteln. Erbsen durch ein Sieb abgießen und kurz mit etwas Wasser durchspülen.

4. Soja“fleisch“ in einer großen, beschichteten Pfannen für ca. 3 Minuten unter regelmäßigem Rühren anbraten. Ich habe kein Öl hinzugegeben, aber ihr könnt es halten, wie ihr es mögt. Anschließend Champignons, Erbsen und etwas Wasser (ca. 50-100 ml) hinzufügen und ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Nun die Sojasahne dazugeben und eine weitere Minute köcheln lassen. Wenn die Sauce noch etwas flüssig ist, in einer kleinen Schüssel eine kleine Menge Wasser mit etwas Speisestärke (bei mir ca. 1 gehäufter TL) glattrühren und ins Frikassee einrühren. Dabei die Herdplatte ausschalten, aber Pfanne noch auf dieser stehen lassen. Zum Schluss noch Majoran hinzufügen und den Spargel unterheben. Ich musste kein weiteres Salz hinzufügen, weil die Sojasauce von den Medaillons ausgereicht hat, aber falls ihr weniger genommen habt, benötigt ihr eventuell noch etwas Salz/Pfeffer.

5. Zusammen mit der Beilage der Wahl anrichten. Wenn ihr das Gericht ohne Reis, Nudeln oder Co. bevorzugt, reicht die Portion aber wahrscheinlich nur für 2 Personen aus.

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