Ausstellung „Mythos Welt“ Mannheim/München

Prospekte

Es ist schon ein paar Monate her, dass ich mir die Ausstellung „Mythos Welt“ angesehen habe. Ich hatte euch ja in dem Bericht übers Savory erzählt, dass ich meine besten Freund besucht und anschließend noch in weiteren Städten Station gemacht habe. Und eine davon war eben auch Mannheim, genauergesagt die dort ansässige Kunsthalle.

Die Ausstellung „Mythos Welt“ befasst sich mit Otto Dix und Max Beckmann, zwei Vertretern der „Neuen Sachlichkeit“ (wobei sie jeweils unterschiedlichen Unter-Strömungen angehörten). Hierbei handelt es sich um eine post-expressionistische Kunstströmung, die sich stark an der Realiät orientierte, sich durch eine gewissermaßen „nüchterne“ Betrachtungsweise der Wirklichkeit auszeichnet und ihre Blütezeit in den „goldenen Zwanzigern“ erlebte.

Das besondere an der Ausstellung ist, dass die Hängung nicht nur (grob) chronologisch, sondern auch thematisch erfolgt. Da sowohl Beckmann als auch Dix in ihren Werken sehr ähnliche Gegenstände thematisiert und sich bestimmte Motive durch die Arbeiten beider Künstler gezogen haben (die Schrecken des ersten und des zweiten Weltkriegs, Sozialkritik, Selbstporträts, Porträtmalerei, christliche Allegorien etc.), werden diese sich jeweils gegenübergestellt. Dabei werden die Exponate stets biografisch und zeithistorisch eingeordnet, wobei jeweils Gemeinsamkeiten und Unterschiede beider Künstler herausgearbeitet werden.

Ich war von der Ausstellung wirklich begeistert und würde sie jedem empfehlen, der sich für Kunst des 20. Jahrhunderts begeistern kann. Leider konnte ich weder von den Ausstellungsstücken noch von der neu renovierten und wirklich beeindruckend wirkenden Kunsthalle im Jugendstil Fotografien machen (d.h. nicht von innen), da ich meine Tasche mitsamt der Kamera abgeben musste und eine Veröffentlichung hier im Blog aus Urheberrechtsgründen möglicherweise ohnehin kritisch gewesen wäre. Und so kann ich euch nur an die gute „Tante google“ verweisen, die im Zweifelsfall sicherlich gerne weiterhilft, wenn ihr euch einen ersten Eindruck verschaffen wollt.

Falls ihr euch zu einem Besuch entschließt, plant ein bisschen Zeit ein, die 15 Themenräume sind wirklich sehr umfangreich gestaltet und zusätzlich gibt es auch noch Filmmaterial. Insgesamt verbrachten wir (mit Audioguide-Führung) rund 4 Stunden im Museum, haben die Filme jedoch immer nur sehr kurz angesehen.

Die Mannheimer Kunsthalle von außen

Mannheimer Kunsthalle

Die Ausstellung ist noch bis zum 23. März in der Kunsthalle in Mannheim und zieht im Anschluss daran nach München, wo sie vom 11. April bis zum 10. August in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung zu sehen sein wird. Die Mannheimer Kunsthalle ist leider derzeit noch nicht barrierefrei (erst ab 2017), für München kann ich diesbezüglich keine Aussage treffen.

Näheres zu Preisen, Öffnungszeiten und Co. erfahrt ihr hier (Mannheim) bzw. hier (München). Falls ihr in keiner der beiden Städte lebt bzw. in diese Reisen könnt, euch aber trotzdem für die Inhalte interessiert, gibt es auch noch einen Ausstellungskatalog, der auch im Buchhandel erhältlich ist (dann jedoch allerdings leider auch teurer als direkt im Museumsshop, nämlich für knapp 40 Euro).

Der Museumskatalog

Ausstellungskatalog

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Wer sich jetzt fragt, ob wir denn in Mannheim gar nicht essen waren, den muss ich ein bisschen enttäuschen. Zwar haben wir das rein vegane Restauran „Lövenzahn“ besucht, doch da es an diesem Tag ein wenig „chaotisch“ zuging, habe ich auf einen Bericht verzichtet. Das Essen war okay, aber so 100% konnte man uns – auch in Anbetracht des Preises – nicht überzeugen und wir mussten leider auch ziemlich lange warten. Da Linda in ihrem Bericht über die kulinarischen Highlights von Mannheim aber eigentlich ein ganz gutes Resumée zieht, haben wir wahrscheinlich einfach einen schlechten Tag erwischt. Das Restaurant war zu diesem Zeitpunkt auch noch verhätlnismäßig neu und vieles muss sich wahrscheinlich erst einmal einspielen. Falls ihr das Restaurant kennt, könnt ihr mir ja schreiben, wie eure Erfahrungen so sind.

2 Gedanken zu „Ausstellung „Mythos Welt“ Mannheim/München

  1. aviliaway

    Hallo Natalie,
    Da bekomme ich richtig Lust mir die Ausstellung in der Kunsthalle anzusehen!
    Schade, dass es dir im Lövenzahn nicht so gefallen hat.
    Ich war bis jetzt erst einmal dort, weil mir die Preise dort auch etwas zu teuer sind.
    Das Essen fand ich allerdings grandios! Ich hatte solche kleinen Frühlingsröllchen (Mikadostäbchen hießen die, glaub ich) und Süßkartoffelspaghetti mit Pesto. Die Portion Spaghetti sah wirklich so winzig aus, da war ich bei dem Preis erstmal richtig geschockt. Aber es hat so satt gemacht, dass ich es kaum aufessen konnte! Wie ein Mary Poppins-Teller, der nicht aufhören wollte ;)
    Das nächste Mal, wenn du in Mannheim bist, solltest du unbedingt in die Kombüse gehen! Das ist zwar eher so kneipenmäßig, aber die Preise dort sind top und das Essen auch richtig lecker. Oder warst du da vielleicht schon?
    LG Avilia

    Antwort
    1. Zehlendorfmädchen Autor

      Hallo Avilia,
      ja, die Kunsthalle hat mir wirklich gut gefallen, ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!
      Hm okay, das dachte ich mir schon, dass wir da wohl einfach kein Glück hatten, was du beschreibst klingt sehr lecker. Von der Kombüse hatte ich übrigens auch schon gehört oder gelesen und da wollten wir eigentlich sogar ursprünglich hin, aber irgendwas war dann gewesen…vielleicht war es weiter weggewesen…? Ich erinnere mich nicht mehr, aber wenn wir mal wieder in der Nähe sind, versuchen wir auf jeden Fall, auch mal dort einzukehren :)
      Liebe Grüße
      Natalie

      Antwort

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