Robotertorte

Neulich hatte mein Liebster Geburtstag. Und auch, wenn wir solche Tage nicht mit exzessiven, riesengroßen Parties begehen, eine richtige Torte gehört natürlich so oder so dazu. Und so gab es dieses Jahr eine fette Schoko-Sahnetorte mit Bananen und witziger Pralinendeko.

Mein Mann ist nämlich ein ziemlich großer Fan von Robotern. Und als ich mir neulich bei Pure Raw einen Nussmilchbeutel bestellen wollte und den Onlineshop ein wenig durchstöberte, entdeckte ich doch glatt Silikonförmchen für Roboterpralinen. Sofort war mir klar: DIESE DEKO MUSS ES SEIN!!! Die große Herausforderung lag schließlich darin, meine Verzücktheit nicht gleich kundzutun, denn der Geburtstag ließ noch ein paar Tage auf sich warten, aber es sollte natürlich eine Überraschung sein. Diese ist wohl auch wirklich gelungen. Und da die Torte glücklicherweise nicht nur mit einer süßen Optik, sondern auch geschmacklich ganz gut punkten konnte, teile ich jetzt das Rezept mit euch, das ich mal wieder auf Basis einer spontanen „Was-gibt-das-Vorratsregal-so-her-Begutachtung“ zusammengewürfelt habe.

Torte von oben

Robotercloseup

Robotercloseup #2

Für eine Torte (20 cm Durchmesser) benötigt ihr:

Für den Boden:

♥ 230g Roh-Rohrzucker

♥ 1 Päckchen Vanillezucker

♥ 50 g mildes Rapsöl

♥ 50 g Apfelmus

♥ 480 ml Sprudel „Classic“ (macht den Teig schön fluffig, Wasser  geht im Zweifelsfall aber auch)

♥ 480g Mehl

♥ 1Päckchen Backpulver

♥ 3 stark gehäufte EL Kakao

♥ 1 Messerspitze Zimt

♥ Optional: Schokostückchen oder gehackte Nüsse zum Unterrühren

♥ Öl und Mehl für die Backform

Für die Füllung

♥ 400 ml Cre Soy, kalt

♥ 3 gestrichene EL Vollrohrzucker

♥ 3 Tüten Sahnesteif

♥ 1 gehäufter EL Kakao

♥ 2 große Bananen

Für die Deko:

♥ 200 g Schokolade (meine war die 60% Schoki von Gepa)

Zubereitung

1. Springform einfetten, bemehlen und beiseite Stellen.

2. Zucker, Vanillezucker, Öl, Apfelmus und Sprudel in einer großen Schüssel verrühren. In einer mittelgroßen Schüssel Mehl, Backpulver, Kakao und Mehl vermengen. Nun die trockenen Zutaten nach und nach in die große Schüssel geben und in die feuchten Zutaten einrühren.

3. Teig in die vorbereitete Backform geben und bei 180 Grad ca. 35 bis 40 Minuten backen (Stäbchenprobe!)

4. In der Zwischenzeit die Cre Soy (die übrigens im Vergleich zu anderen aufschlagbaren Sahneprodukten über keine ganz so furchterregende Zutatenliste verfügt) eine Minute aufschlagen, anschließend Zucker, Sahnesteif und Kakao hinzufügen und noch 2, 3 Minütchen weiterschlagen. In den Kühlschrank stellen.

5. Wenn der Kuchen fertig ist, aus dem Ofen holen und in der Form auskühlen lassen. Ihr habt jetzt erst einmal Pause

6. Stunden später…der Kuchen ist nun kalt und ihr könnt ihn vorsichtig vom Rand der Springform lösen (möglicherweise müsst ihr sachte mit einem Messer nachhelfen) und auf einen großen Kuchenteller manövrieren. Das geht gut mit einem Kuchenheber, den ich mir nach unzähligen frustrierenden Backsessions mit zerbröselten Kuchen kürzlich endlich gegönnt habe (meiner ist allerdings aus dem Supermarkt). Noch wichtiger ist ein solches Hilfsmittel aber beim nächsten Schritt:

7. Schneidet den Tortenboden waagrecht in zwei etwa gleich große Stücke. Hebt nun das obere Stück mithilfe eines flachen Tellers oder – idealerwiese – eines Kuchenhebers vom unteren ab.

8. Gebt nun zirka 1/3 der inzwischen gut durchgekühlten und fest gewordenen Schokocreme auf den Boden. Schält die Bananen, schneidet sie in ca. 0,5-1cm dicke Scheiben und verteilt sie auf dem unteren Boden (der sich auf dem Kuchenteller befindet). Anschließend bedeckt ihr die Bananen mit einem weiteren Drittel der Füllung.

9. Nun vorsichtig die zweite Tortenhälfte oben aufsetzen. Ab diesem Arbeitsschritt empfiehlt sich ein Tortenring, damit das Prachtstück in Form bleibt. Auch diese technische Errungenschaft habe ich im Supermarkt erstanden. Mensch, die Supermärkte von heute haben ihren Namen ja manchmal tatsächlich verdient. Nur so am Rande, aber back to topic: Anschließend das letzte Drittel der Creme auf dem oberen Kuchenboden verteilen. Und wieder ab damit in den Kühlschrank. Am besten so 2, 3 Stunden. Also noch einmal tief durchatmen und sich wieder dem Internet, dem Wäsche waschen oder anderen Random Things zuwenden.

10. Gut erholt? Na dann auf zum Endspurt! Pralinenform auf einem Tellerchen platzieren, so dass sie gerade steht. Schokolade im Wasserbad unter häufigem Umrühren erhitzen. Anschließend gleichmäßig auf die Pralinenform verteilen. Ich habe dafür einfach einen Teelöffel verwendet, aber es gibt auch hochprofessionelle Tools, die eigens zum Schokolade-in-die-Pralinen-Förmchen-Füllen gemacht sind (wie mir die zum Silikon-Utensil dazugehörige Anleitung freundlicherweise verraten hat). Pralinen etwas abkühlen lassen.

11. Falls noch etwas übrig ist, den Kuchen aus dem Kühlschrank holen, einen Löffel in die Schokolade eintauchen und langsam über der Sahneschicht hin und her bewegen, bis das gewünschte Schokogittermuster entsteht. Natürlich könnt ihr euch hier noch einmal kreativ austoben, Herzen, Ufos oder Ikosaeder sind ebenso okay.

12. Die etwas erkalteten Pralinen nun gemeinsam mit der Torte wieder (zurück) in den Kühlschrank stellen und ca. 20-30 Minuten fest werden lassen.

13. Anschließend beides wieder aus dem Kühlschrank herausholen, Pralinen aus den Förmchen lösen und vorsichtig auf der Oberfläche der Torte verteilen. Vorsichtig leicht andrücken. Und nein, ihr habt kein Déjà-vu, aber ihr müsst die Kühlschranktür noch mal öffen und – richtig geraten – die Chose wiederum für ein paar Stündchen kaltstellen. Der ideale Zeitpunkt also, um fürs gute Gewissen noch mal 5 Minuten um den Block zu joggen.

Sodele. Ihr habt es eeeeendlich geschafft. Die Torte steht auf dem Tisch! Und nun ist genießen angesagt! Ihr habt es euch verdient!

Torte Vogelperspektive

Ich habe übrigens bewusst darauf verzichtet, die Torte auch noch von außen mit Schokocreme zu bestreichen, weil ich es ganz gerne mag, wenn man die Schichtung noch sehen kann. Wenn ihr sie allerdings auch von außen in Sahne zu hüllen, würde ich an eurer Stelle 50% mehr Creme zubereiten.

6 Gedanken zu „Robotertorte

  1. Ines

    Die Torte ist wunderhübsch und sieht äusserst lecker aus! Ich wusste nicht, dass es solche Roboter auch als Pralinéformen gibt, aber ich fand sie schon toll, als ich so ähnliche vor Weihnachten als Weihnachtsbaumschmuck gesehen habe. Das wäre glaub so eine Torte, von der ich nicht essen könnte, ohne dass mir am Ende übel wäre…

    Antwort
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