Use Up-Along 2014 Etappe 1

useupalong2014

Husch, husch, nun aber flink, denn morgen endet auch schon wieder Etappe 1 des Use Up-Along bei Carola von twoodledrum und ich bin mal wieder spät dran. Wem das Blogevent noch kein Begriff ist, dem sei in aller Kürze gesagt, dass es sich dabei um nichts Geringeres als um eine Art kollektiven Frühjahrsputz in den Küchenschränken handelt. Statt des Staubmobs wird dabei allerdings der Kochlöffel geschwungen, denn es geht darum, genau die Lebensmittel, die ihr Dasein normalerweise ungeachtet in den hinteren Winkeln der Aufbewahrungsmöbel fristen, hervorzuzaubern. Ganz egal, ob es sich dabei um etwas Alltägliches oder etwas so Außergewöhnliches handelt, dass auch die geneigte Köchin erst einmal diverse Kochbücher (oder auch: das Internet) bemühen muss, um zu erfahren, in welchem Gericht bitteschön die Tapiokastärke oder Erdmandeln zum Einsatz kommen sollen. Beim Einkaufen war einem letzteres natürlich auch noch egal gewesen. Irgendwas werde sich schon damit anfangen lassen, hatte man gedacht, auf Foodblogs hatte man schließlich ganz begeistert davon geredet. Aber dann  waren die kleinen Gläschen und Beutelchen doch immer weiter nach hinten gerutscht und hinter Bergen von Nudelpackungen verschwunden. Aus diesem Versteck sollen sie nun aber wieder herauskommen, so dass alt bekannte Küchenroutine (oh ja, die gibt es auch bei Foodbloggern, oder bin das nur ich?) spannenden Experimenten weicht. Womöglich wird das ein oder andere nicht wiederholt, aber wer weiß, vielleicht sind ja auch neue Lieblingsrezepte dabei.

Nachdem ich letztes Jahr quasi eine vollständige Inventur durchgeführt habe, beschränke ich mich dieses Jahr auf Lebensmittel, die nicht zu meinen Basics, die ich eigentlich immer dahabe/dahaben möchte, gehören. Das sind aber immer noch einige. Im Rahmen der Auflistung habe ich übrigens auch „alte Bekannte“ wiedergetroffen. Auch wenn ich letztes Jahr damit begonnen habe, alle Vorräte mit MHD-Etiketten zu versehen, habe ich letztendlich doch gerade kleinere Sachen übersehen. So war die Lebensmittelfarbe z.B. inzwischen abgelaufen und ich muss gestehen, ich habe nicht allzu viele Tränen vergossen, als ich sie in den Mülleimer verabschieden musste. Ich weiß, das ist natürlich ganz und gar nicht nachhaltig, aber da es sich dabei zum Glück nur um Ausnahmen handelt, stand doch die „Entrümpelungsfreude“ im Vordergrund.

Hier kommt aber mal meine Übersicht der aufzubrauchenden Lebensmittel (und die potenzielle Verwendungsmöglichkeit):

Vorratsregal Nr. 1

♥ Kamut Auflauf/Beilage? (wir haben keine Getreidemühle)

♥ Grünkern Auflauf (same here)

♥ Hanfsamen Brot, Salat

♥ Stevia

♥ Eblyweizen Gemüse-Eblypfanne

♥ Kokosfett kalter Hund, oder wandert ins Badezimmer

♥ Reispapier Sommerrollen, wie schon letztes Jahr (es ist einfach seeehr viel Reispapier)

♥ Argatine Dessertcreme, Kuchen

♥ 3 Packungen Gewürzblüten, verschiedene Sorten Schokolade/Pralinen, Saucen

♥ Carobpulver (eigentlich total super, aber habe ich in letzter Zeit wenig verwendet) Rohkostbällchen

♥ Maronen Maronencreme

# Gesamt

Kühlschrank

Wer sich unseren Kühlschrankinhalt anschaut, wird erstaunt feststellen, dass sich dort eine ganze Menge Fleischersatz drin tummelt und wer meinen Blog ein bisschen verfolgt und weiß, dass ich diesen eigentlich recht selten konsumiere, wird sich vielleicht wundern, was es damit auf sich hat. Diese ungewohnte Kühlschrankfüllung basiert nicht etwa auf neuerlicher Ideenlosigkeit in Sachen Lebensmittelzubereitung, sondern hat mit einer Bestellung bei alles-vegetarisch zu tun, die ich noch kurz vor Weihnachten getätigt hatte. Seitdem ich Veganerin bin hatte ich nämlich um die meisten „Alternativen“ einen größeren Bogen gemacht, nicht zuletzt, da ich erst auf der Suche nach gesunden Rezepten auf veganen Blogs (samt diversen Informationen zum Thema Fleisch, Milch und Co.) gelandet war, was – wie vielen bekannt – im Sommer 2012 ja zu dem Entschluss geführt hat, vegan zu leben. Aber ich bewege mich vom Thema weg, nämlich wie die Fleischalternativen in meinen Kühlschrank kommen. Mittlerweile war ich dann nämlich doch mal neugierig und wollte zumindest Basisfragen zur Qualität und zur persönlichen Bewertung, wie man sie häufig von Verwandten, Freunden und natürlich von anderen Vegetarier_innen bzw. Veganer_innen gestellt bekommt, beantworten können. Daher meine Bestellung. Auch wenn ich schon 2, 3 Produkte ausprobiert habe (soll ich darüber noch einen Bericht verfassen??? Ich bin noch unsicher…), da ich nach wie vor keine unkontrollieren Gelüste nach Soja, Tofu und Co. empfinde, ist davon noch ein ganzer Haufen übrig, wie ihr in der Auflistung/auf dem Foto sehen werdet.

Liste

♥ Haselnussmus Kuchen, Kekse

♥ Rosenwasser Kekse

♥ Currypaste Curry

♥ Veggiegulasch

♥ Philosophen-Tofu Salattopping

♥ Veggiegarnelen Grillspieße

♥ „Lachs“ Lachs-Spinat-Nudeln

♥ Wilmersburger (übrig von Silvester) aufs Brot/Cheeseburger

Kühlschrank

Vorratsregal Nr. 2

Vorratsregal Nr. 2 ist eines dieser ewigen Provisorien. Eigentlich handelte es sich dabei ursprünglich um ein kleines Flurschränkchen, bei dem wir in der neuen Wohnung nicht mehr so ganz genau wussten, wohin. Also erst einmal in die Küche gestellt. Als unser Ivar mit der Zeit allerdings zu ächzen und stöhnen begann (ich bin mir sicher, auch Möbel haben eine Seele! ;) ), wurde die Essig- und Ölsammlung, Saucen sowie Tees und verschieden andere auserwählte Dinge hierhin ausgelagert. Mittlerweile haben sie sich hier schon wunderbar breit gemacht und wollen gar nicht mehr raus. Besoders kuschelig ist es bei den Tees, weshalb ich hier mal ein wenig abbauen möchte. Ganz besonders viel Eile ist natürlich bei dem Patienten „Tee-Adventskalender“ von Sonnentor geboten. Eigentlich hatte ich mir so schön ausgemalt, jeden Dezembermorgen mit einer Tasse köstlichem Tee beginnen zu können. Dann hatte sich allerdings mal wieder der stressige (Uni-)Alltag breit gemacht und ich war froh, wenn ich zwischen Präsentationen, Ausarbeitungen und der Textlektüre noch eine Mütze Schlaf bekam. Das Frühstück wurde somit meist auf die S-Bahn-Fahrt gelegt. Ohne Tee und ganz banal. Hm.

Während ich diesen Text schreibe, bin ich aber gerade schon dabei, Türchen 3 und 4 zu trinken (Darjeeling und Anti-Heiserkeits-Tee) und meinen Liebsten habe ich auch schon mit einem Wintertee versorgt. Vorbildlich, stimmt’s?

Liste

♥ Minze-Melisse-Extrakt

♥ Tee-Adventskalender

♥ Kamillentee

♥ 2 Packungen Wintertee

♥ Teemischung

# Getränke

Ich bin sehr gespannt, was ich in den nächsten Wochen alles minimieren kann, da ich derzeit aufgrund der semesterendtypischen erhöhten Referats- und Anforderungsdichte nicht regelmäßig zum Kochen komme. Naja, ich werde sehen und freue mich schon darauf, viele neue Rezepte kennenzulernen (also auch auf den anderen Aktionsblogs) und auszuprobieren. Möge die „Entrümpelung“ beginnen!

15 Gedanken zu „Use Up-Along 2014 Etappe 1

    1. Zehlendorfmädchen Autor

      Hallo Ines,

      es ist auch mein erstes Mal, dass ich sie da habe, also kann ich das auch nicht so genau sagen. Aus Grünkern und Kamut kann man wohl ganz gut Bratlinge und Brot machen, allerdings nur aus Schrot bzw. Mehl (daher der Hinweis bezüglich der noch nicht vorhandenen Mühle).

      Beides lag in einem wundervollen veganen Präsentkörbchen, das wir geschenkt bekommen haben, ich kannte Kamut bis dahin z.B. auch noch gar nicht. Ich bin aber sehr gespannt und werde definitiv vom Ergebnis berichten!

      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
  1. em

    hehe… maronen habe ich auch im angebot (die hast du übrigens in der liste vergessen zu erwähnen) – was machst du denn damit? bei freunden haben wir letztens (irgendwann im herbst) einen salat mit maronen gegessen, da waren die eigentlich echt lecker.
    liebe grüße!
    em

    Antwort
    1. Zehlendorfmädchen Autor

      Hey em,
      stimmt, du hast natürlich Recht, ich habe sie nun noch ergänzt! :)
      Maronen mag ich an sich sehr gerne und ich werde sie auch wieder nachkaufen, allerdings nicht ganzjährig.

      Ich habe letztes Jahr schon mal eine Maronencreme ausprobiert und fand die ganz lecker. Da habe ich jetzt mal den Link dazukopiert. Ansonsten möchte ich diesen „Winter“ (falls es noch mal kalt wird) auch mal einen selbstgemachten Nuss- oder Seitanbraten ausprobieren, da passt natürlich eine Maronensauce auch super. Dafür habe ich aber noch kein Rezept, die würde ich dann nach Gefühl zusammenmixen :)

      Maronensaltat klingt aber auch toll! Was war denn da noch so alles drin?

      Liebe Grüße
      Natalie

      Antwort
      1. em

        gute frage – ich weiß es gar nicht mehr so genau. ich kann es aber gerne herausfinden. wenn ich mich recht entsinne, waren in dem salat sogar solche komischen veganen riesengarnelen drin und die fand ich beispielsweise ganz ganz schlimm. das konnte ich so natürlich nicht sagen, weil wir eingeladen waren – aber ich habe selten so was unangenehmes gegessen. das ist natürlich geschmackssache ;-) in dem rezept für den salat war aber maronenpüree ursprünglich vorgesehen, war jedoch beim vorkochen bei unseren freunden nicht so gut angekommen…. ich glaube ich ahne, woher das rezept stammt. ich werde es recherchieren.

      2. Zehlendorfmädchen Autor

        das wäre prima, das klingt nämlich spannend. würde es dann natürlich auch ohne garnelen machen. die mag ich übrigens auch gaaaaaar nicht, aber vielleicht ist die tofuvariante, die noch übrig ist, ja in ordnung. hoffe ich jedenfalls. die anderen (ich glaube von vegourmet?) haben mich von der konsistenz und der optik allerdings so stark an die originale erinnert, dass ich sie nicht essen konnte, obwohl ich da normalerweise auch nicht empfindlich bin. der geschmack dagegen war auch eher naja gewesen.
        also du „maronensalat“ gesagt hast, hatte ich mir im kopf eher eine kombi aus feldsalat, maronen, champignions, orangenfilets o.ä. zusammengereimt ;)

  2. em

    ha! mein hirn funktioniert manchmal doch noch ganz gut :-D der salat war ein „feldsalat mit gebratenen auberginen und maronenpüree“ von tim mälzer – wobei (wie gesagt) das maronenpüree durch ganze in der pfanne angedünstete maronen als weiteres topping getauscht wurde. der salat war grandios. ich fand sogar die gebratenen auberginen lecker und das soll schon was heißen, denn die fand ich bei unserem eigenen zubereitungsversuch gar nicht so toll. ja…. ich glaube, ich werde die maronen auch nach diesem rezept nachkochen (müssen) ;-)

    Antwort
    1. Zehlendorfmädchen Autor

      Oh super, vielen Dank!
      Das klingt wirklich auch sehr gut. Dann schaue ich mal, ob ich die Maronen-Zimt-Creme oder den Salat zubereiten werde. Wenn ich mich gar nicht entscheiden kann, kaufe ich am Ende vielleicht doch noch diesen Winter eine neue Packung nach. Aber psssst, nicht verraten ;-)

      Antwort
  3. Pingback: Blogevent-Empfehlung: Mit dem Use Up Along zum bewussten Konsum | Essen. Leben. Leben lassen.

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