Sommer in Zürich

*Für die Lesefaulen: Zu den Bildern bitte runterscrollen* ;)

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Sommer in Zürich? SOMMER? Wo? Wie?

Diejenigen, die sich nun fragen, ob mein Gehirn derart eingefroren ist, dass ich schon fantasiere, wissen vielleicht nicht, dass ich tatsächlich dieses Jahr in Zürich war und zwar – Überraschung – im Sommer. Der ist ja nun schon etwas länger her, ich weiß, aber dass ich euch nicht eher über meinen Urlaub berichtet habe liegt garantiert nicht daran, dass ich bisher nicht dazu gekommen bin, einen superlangen Post zu schreiben (Neeeiheeeein, ich doch nicht, ich meine…guckt mal da, ’ne Ablenkung!), sondern ich wollte mir das Durchschauen meiner Fotodateien zum Aufstöbern passender Impressionen einfach nur aufsparen, um mich im winterlichen Schneegestöber (so hatte ich mir das jedenfalls ausgemalt, leider hat mir der Ausreden-Gott wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht) an den schönen Erinnerungen zu wärmen. Okay? Gut, hätten wir das schon mal klargestellt. ;)

Nun aber genug der Vorrede. Nach unserer wunderschönen Hochzeit, die jedoch natürlich auch mit wahnsinnig viel Vorbereitungsstress verbunden war, wollten wir uns eine Woche Urlaub gönnen. Also Flitterwöchlein statt -wochen, aber als Studentenpärchen ist man da natürlich ein wenig minimalistischer. Wer schon mal in Zürich war, wird wohl über unsere Naivität schmunzeln, denn für eine Woche Zürich kann man woanders locker 3 Wochen rumbringen. Aber gut, wir wussten es nicht besser und hätten wohl auch mit diesem Wissen im Hinterkopf die eine Woche in Zürich den drei Wochen in Hintertupfingen vorgezogen. Das berühmt berüchtigte Hintertupfingen ist sicherlich auch eine Reise wert, aber wir wollten es dann doch etwas urbaner.

Zunächst einmal wurden wir von vielen Menschen verwundert auf unser Ziel angesprochen. Zürich? In den Flitterwochen? Seriously? Klar, klassischerweise fliegt man vielleicht nach Mauritius, macht eine Kreuzfahrt oder mietet sich eine Strandhütte irgendwo in Asien, aber mein Liebster und ich haben ein Faible für Städtereisen. An Zürich reizte uns besonders die Kombination von kulturellen Angeboten und Ausflugsmöglichkeiten (Berg, See). Die Meinungen innerhalb unseres Freundeskreises gingen von „wuuuunderschöne Stadt“ bis hin zu „Züüüüürich? Hoffentlich bereut ihr es nicht…“. Und so starteten wir mit jeder Menge Neugierde und Spannung in unseren wohlverdienten Urlaub.

Da wir mit der Bahn fuhren, hatten wir jede Menge Zeit, uns auf dem Hinweg Reiseführer durchzusehen und uns zu überlegen, was wir uns anschauen wollten, während Wälder und Berge an uns vorbeirauschten. Abgesehen vom Hotel hatten wir nämlich nichts im Vorfeld gebucht. Im Bahnhof Schaffhausen eingefahren, entdeckte ich als erstes eine Milchwerbung. Welch eine Ironie!

Nachdem wir dann, frisch auf dem Zürcher (das „i“ sparen sich die Zürcher) Bahnhof eingetroffen dann ein einem Fellstand vorbeiliefen, glaubte ich bereits an eine Verschwörung, doch das war zum Glück auch schon das einzig Negative, was es aus dem Urlaub zu berichten gibt. Ab jetzt nur noch alles super!

Das Hotel

Wir nächtigten im Hotel Krone Unterstrass das für Zürcher Verhältnisse noch moderate Preise bietet. Kurz hatten wir überlegt, in die Jugendherberge zu gehen, aber selbst dort wären wir im Zweibett-Raum mit Bad schon bei ca. 60 Euro/p.P und Nacht gewesen, weshalb wir lieber 20 Euro mehr für ein richtiges Hotel ausgegeben haben (gebucht über trivago). Zugegebenermaßen muss ich erwähnen, dass wir kräftig durch unsere Familie gesponsert wurden. Die Zimmer waren sauber und gut ausgestattet (u.a. auch mit kostenlosem W-Lan), das Personal freundlich. Auch die Anbindung/Lage war sehr gut (ca. 5 Minuten mit der Straßenbahn zum HBF, 2 Linien)

veganergerechte Unterbringung mit Aussicht auf einen hübschen obstkorbverzierten Giebel :)

Ein Restaurant hätte es auch gegeben und ein Gericht hat sich sogar vegan gelesen (Curry mit Kokosmilch), aber da das kulinarische Angebot in Zürich einfach zuuuu gut ist, sind wir nicht zum Testen gekommen. Auch unser Frühstück haben wir privat besorgt. Mit den Äpfeln, die kostenlos am Empfang lagen, haben wir uns aber gerne eingedeckt. ;)

Die ZürichCard

Wer plant, Museen zu besuchen, Ausflüge zu unternehmen und den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen, dem sei die ZürichCard ans Herz gelegt. Die 3-Tages-Karte gibt es (Stand Juli 2013) für rund 40 Euro. Es gibt aber auch eine 24-Tages-Karte. Straßenbahn, Bus und Co. kann man im Großraum Zürich dann kostenlos benutzen, die meisten Museumseintritte sind ebenfalls im Preis erhalten. Stadtführungen und Ausflüge in der Region gibt es immerhin vergünstigt. Darüber hinaus beteiligen sich wohl auch manche Restaurants und Geschäfte an Rabattaktionen. Hier gibt es die gesamte Info-Broschüre. Die Karte muss übrigens entwertet werden (z.B. an den Fahrkartenautomaten der Straßenbahnhaltestellen).

Die kulinarische Selbstversorgung:

Da wir Angst vor einem teuren Frühstücks-Fiasko hatten, verzichten wir von vorneherein darauf, uns nach veganen Optionen zu erkundigen und griffen lieber auf ein paar Supermarktprodukte zurück. Meistens kauften wir diese bei Migros oder Coop (nähe bzw. im HBF). Beide Ketten können zwar nicht als Veganerparadise bezeichnet werden, aber satt sind wir natürlich trotzdem immer geworden. Auch Mittags aßen wir meist Mitgebrachtes, um in unserer Tagesplanung flexibel zu sein.

Übrigens: Getränke braucht man in Zürich nicht zu kaufen. Über 1000 innerstädtische Brunnen bieten Wasser in bester Trinkwasserqualität. Also immer mit Flasche losgehen, diese kann man überall auffüllen. Gerade in den „Hundstagen“ essenziell. Neben der kostenlosen Getränkeversorgung stellen die abwechslungsreich gestalteten Brunnen aber auch optische Schmankerl dar.

Brunnen nahe HBF

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Fancy: Brotaufstriche aus der Tube

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Sandwich-Creme auf Brötchen :)

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Trauben und Joghurt sahen leider besser aus als sie geschmeckt haben…

Mini-Marmeladen-Set: Abwechslung muss sein!

Leckerer Karotten-Salat von Migros. Noch besser war der Linsensalat, ein scharfes Foto wollte partout nicht gelingen :(

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Nach 4 Tagen stellten wir dann fest, dass sich Zürichs erster veganer Supermarkt, das Eva’s Apples nur wenige Minuten vom Hotel befindet. Zwar hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon alle benötigten Lebensmittel eingekauft, aber aus Neugierde statteten wir dem Lädchen doch noch einen Besuch ab.

Superliebevolle Blumendeko mit hübsch drappiertem Kissen – ich hätte zu gerne Platz genommen

Die vegetarisch-veganen Restaurants

Für Veganer ist Zürich ein echter Volltreffer. Bevor wir die Reise gebucht hatten, hatten wir aus purer Neugierde mal bei HappyCow nach veganen Angeboten umgeschaut. Wir hätten uns zwar wahrscheinlich nicht gegen die Stadt entschieden, wenn man nicht viel gefunden hätte, aber wir wollten einfach wissen, welche Situation uns erwartet und siehe da: Sie war besser als erwartet. Viel besser.

Um uns die Qual der Wahl zu erleichtern, hat der Schicksals-Gott allerdings dafür gesorgt, dass in der Zeit, in der wir die Stadt unsicher machten (Ende Juli/Anfang August) wahnsinnig viele Restaurants geschlossen hatten. So konnten wir leider weder ins Samses oder Biosumo noch ins Pot au Vert. Bei der Hitzewelle, die Zürich zu dieser Zeit überrollte, kann ich es aber wirklich keinem Koch der Welt übel nehmen, da nicht hinterm Herd stehen zu wollen. Und immerhin war so eine Vorauswahl getroffen und wir mussten nicht mit diesem „Hilfe-wir-können-uns-nicht-durch-alle-Küchen-testen-Gedanken“ auseinandersetzen. Unser für den letzten Tag geplanter Besuch im Tibits entfiel wiederum aufgrund einer leichten „Unpässlichkeit“ (wahrscheinlich hitzebedingt)

Essen gehen ist in Zürich generell seeehr teuer. Für ein Hauptgericht kann man grob 30 Sfr. rechnen, für Getränke durchaus 5, 6 Franken.

Hiltl

Das Hiltl wurde im Jahr 1899 eröffnet und ist das älteste vegetarische Restaurant Europas. Auch wenn es nicht rein vegan ist, sind fast alle Speisen vegan erhältlich, wenn sie es nicht ohnehin schon sind. Da mein Onkel & meine Tante uns zur Hochzeit mit einem großzügigen Restaurantgutschein fürs Hiltl bedacht hatten, stand dieses ganz oben auf unserer imaginären „Schlemmer-Liste“. Man kann entweder à la carte essen der aber sich an einem reichhaltigen Buffet bedienen, bei dem man nach Gewicht abrechnen lassen oder „all you can eat (mit dem viel stilvolleren Namen „à discretion“) buchen kann. Wir haben bei unseren beiden Besuchen jedoch à la carte gespeist. Besonders sympathisch: In der Karte wird darauf hingewiesen, dass man von fast allen Speisen noch einen kostenlosen Nachschlag bekommen kann. Allerdings verließen wir das Restaurant auch ohne Extraportion jedes mal mit vollen Bäuchen, wohlgemerkt nach einem einzigen Gang, was aber vollkommen ausreichend war.

Der leckere Eistee mit der Geheimzutat Kardamom

wundervolle Inneneinrichtung…

Zürcher Geschnetzeltes mit Kartoffelrösti und Sojasahne

Paprika-Geschnetzeltes mit Kartoffelrösti

Hausgemachte Gnocchi mit Soinat-Sojarahmsauce und Kirschtomaten

Waldpilzring mit Reis

Krishnaas:

Angelockt von den „günstigen“ Preisen des Buffets (20 Sfr) machten wir uns auf zum Krishnaas, einem rein vegetarischen indischen Restaurant mit Buffetangebot. Wenn ich es richtig verstanden habe, gibt es dort auch nur Buffet. Etwas irritiert, keine Karte zu bekommen, stellten wir uns schließlich ans Buffet, das teilweise deklariert war, teilweise nicht. So war ich mir letztendlich nicht ganz sicher, was eigentlich rein vegan und was „nur“ vegetarisch ist. Der Kellner war irgendwie gerade auch nicht mehr im Raum. Letztendlich haben wir nach optischem Eindruck entschieden und lagen damit wohl ziemlich gut. Das Essen war ziemlich scharf und anders als ich indisches Essen gewohnt bin, aber ganz gut. Mein Favorit war der süße Rosinenreis (vorne Mitte). Bei einem Besuch sollte man grundlegende Englischkenntnisse mitbringen, zumindest der Kellner, der uns bediente, sprach Englisch mit uns.

Vegelateria

Besonders gespannt war ich auf die Vegelateria, einer rein veganen Eisdiele, die aber auch herzhafte Gerichte bietet. Eine kleine Theke mit veganen Produkten ist ebenfalls vorhanden. Wir waren aber wegen des Eises da und der Besuch hat sich absolut gelohnt. Während ich es mit meinen Eissorten etwas klassischer anging (Schokolade-Orange, und ich glaube Kaffee? jetzt rächt es sich doch noch, dass ich erst jetzt poste), zeigte mein Mann sich wagemutig und probierte es mit Pfefferminz-Lakritz- und Erdnuss-Eis. Alle Sorten schmeckten wunderbar. Bei diesem Wetter hatten wir das Eis auch wirklich nötig gehabt! An die Preise erinnere ich mich nicht mehr, aber es hat sich gelohnt :)

Les Gourmandises De Miyuko

Liebe auf den ersten Blick – gibt es sie? Wer dieses zuckersüße japanisch-französische Café gesehen hat, wird diese Frage definitiv mit einem inbrünstigen „Ja“ beantworten. Les Gourmandises De Miyoko habe ich erst zufällig beim Surfen entdeckt, als wir bereits in Zürich waren (das Netbook mitzunehmen war die beste Idee ever, ernsthaft). Besonders verlockend fand ich das allumfassende Brunchangebot, doch aufgrund des recht gehobenen Preises, wollte ich das nicht auf gut Glück buchen. Also erst einmal testen. Da uns das Schicksal gewogen war (ich gebe zu, diese Formulierung ist von meinem Latein-Unterricht inspiriert, der zwar länger als 10 Jahre zurückliegt, aber für irgendwas muss er ja gut gewesen sein), befand sich auch dieses Cafe in unmittelbarer Nähe des Hotels. Also am nächsten Morgen zur Abwechslung mal keine Marmelade aus der Minibar gezaubert, sondern dekadent Kuchen frühstücken gewesen.

Das Miyoko ist kein rein veganes Café, aber sehr veganerfreundlich. Auch glutenfreie Leckereien sind dort erhältlich. Kuchen und Tee, die wir uns in der Sonne haben schmecken lassen, haben uns derart überzeugt, dass wir keine Sekunde zögerten, als es darum ging, eine Brunch-Reservierung aufzugeben.

Hervorheben möchte ich aber nicht nur das Essen, sondern auch die wunderwunderwunderwunderschöne Einrichtung, die mit unglaublicher Liebe zum Detail arrangiert ist. Und auch das Personal ist superfreundlich – kein Wunder, wenn man in so einem supertollen Café arbeiten darf.

Bereits die Fassade finde ich äußerst einladend!


Der schokoladigste Schololadenkuchen aller Zeiten!

Gefrosteter Cheescake mit Himbeeren und Matcha-Tee

Kuchen passend zur Farbe des Kleids: Die unheimlich ansprechende Kuchentheke

Wandmalerei

Nachdem wir die Speisekarte, die wie eine Zeitung gestaltet ist, aufmerksam studiert hatten, bemerkte ich etwas noch viiiiel, viel besseres als den Brunch (dieser wäre sicherlich auch super gewesen, aber einen Brunch findet man häufiger). Also sagen wir einfach besonderer als einen Brunch. Ich meine eine vegane…wait for it…Teatime! Ja, richtig, in einem japanisch-französischen Kaffee eine englische Teatime zu genießen, was sollte es bitte besseres geben?? Sogleich meldeten wir uns für diese an (da alles vorbereitet wird, sollte man vorher auf jeden  Fall buchen und auch explizit erwähnen, dass man Veganer ist).

Und so kehrten wir tags darauf wieder und ich fühlte mich in meinem passend zur Gelegenheit gewählten Petticoat-Kleid wie die Queen persönlich. Das Konzept klang komplizierter als es war: Es gab 3 Etagen und 3 Tees. Unten startete es mit herzhaften Leckereien: Asiatisch angehauchter Salat, Sandwiches mit Tofu, Salat und Blüten-Deko, Zwiebelchutney, Oliven, Melone. Dazu wurde ein kräftiger Tee gereicht, wobei man immer die Auswahl zwischen mehreren Sorten hatte. Wir entschieden uns für Earl Grey. Die zweite Ebene hielt Scones mit Marmelade und Sojasahne bereit. Dazu bekamen wir einen Matcha-Tee (am Tag zuvor war ich auf den Geschmack gekommen). Ganz oben erwarteten uns lauter süße Sünden: Erdbeercreme, einen gefüllten Marzipan-Mürbeteig-Keks und verzierte Törtchen, dazu tranken wir Früchtetee „Berner Rose“. Wir schlemmten uns in den 7. Himmel und müsste ich kulinarisch ein Highlight für die Flitterwochen festlegen, es wäre definitiv die Tea-Time. Bezahlt haben wir absolut gerechtfertigte 39 Sfr p.P.

Leider sind die Fotos aufgrund der Lichtverhältnisse nicht so super geworden, aber für einen ersten Eindruck reichen sie aus

Dreistöckige Etagère, prall gefüllt mit Leckereien

Serviert wurde alles auf supersüßem Vintagegeschirr

asiatischer Salat

Tofusandwich mit weltbester Deko

Melone <3

Scones (in Herform!!!) mit Marmelade, Saane und Preiselbeerdeko

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Es kostete Überwindung, die Törtchen zu kosten – die Verzierung war einfach zuuu liebevoll

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supercremige Erdbeercreme

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Marzipan-Keks. Yummi. Der allein hätte mich wahrscheinlich gesättigt ;)

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Tee „Berner Rose“

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Mein neues Lieblingscafé, dummerweise in der „falschen“ Stadt. Wer zufällig ein ähnliches Paradies in Berlin kennt, der melde sich bitte.

Übrigens werden auch Backkurse angeboten, da wäre ich auch gerne mal dabei. Vielleicht zum nächsten Hochzeitstag ;)

Sonstige Cafés/Restaurants & Co.

Café Sprüngli

Beinahe einen Pflicht-Besuch ist man dem berühmten Traditions-Café Sprüngli schuldig. Die Einrichtung ist vom Art Déco geprägt und wirkt sehr edel. Den Kaffee (leider haben wir vergessen, die Milch abzubestellen) gab es auf einem silbernen Tablett, die Schokolade, die wir dazu bekamen, war lustigerweise sogar vegan. Auch der hausgemachte Eistee schmeckte hervorragend.

Café/Bar Odeon

Das Odeon ist ebenfalls ein sehr geschichtsträchtiges Café das bereits 1911 eröffnete. Hier traf sich die geistige Elite von Zürich viele Jahrzehnte lang. Wir waren von der opulenten Jugendstil-Einrichtung schwer begeistert, allerdings ließ man sich das natürlich auch bezahlen und die elektronische Musik hinderte uns leider ein wenig daran, das Flair voll und ganz aufsaugen und in ferne Zeiten träumen zu können. Allerdings waren wir auch nachmittags da, abends in der Dunkelheit wäre es sicherlich noch ein ganz anderer Charme gewesen. Einen Blick war es auf jeden Fall wert!

Wirtschaft Neumarkt/Sommernachtsgarten

Bei einer Stadtführung durch Zürichs Altstadt (siehe „Kultur“) erfuhren wir, dass es viele wunderschöne Innenhöfe gebe, die allerdings meist Teil von Privatanlagen seien. Ein Restaurant, die Wirtschaft Neumarkt verfüge jedoch über eine wundervolle Terrasse, genannt „Sommernachtsgarten“. Ein paar Tage später machten wir uns also auf den Weg und wurden nicht enttäuscht, der Name hatte definitiv keine falschen Versprechen gemacht

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Restaurant Bauernschänke

Das Restaurant Bauernschänke liegt schräg gegenüber vom Sommernachtsgarten. Hier haben wir abends gerne noch ein Bierchen (oder Eistee) getrunken, um die lauen Sommernächte auszunutzen.

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Sommerlich gekühlte Tomatensuppe – vegan und seeeehr lecker

Kultur

Altstadführung

Um Zürich erst einmal kennenzulernen, entschieden wir uns, am Tag nach der Anreise zunächst an einer Altstadtführung teilzunehmen. Dies war Gold wert, da wir so nicht nur interessantes Hintergrundwissen erhielten, sondern auch Zugang zu besonderen Orten bekamen und mit „Geheimtipps“ (siehe Sommernachtsgarten) versorgt wurde.

Die Stadtführung wurde zweisprachig gehalten, wobei auch die englischen Ausführungen sehr gut verständlich waren. Da 2 ältere Damen jedoch kein Englisch verstanden, erklärte die freundliche und engagierte Touristenführerin alles auch auf Deutsch. Sie fand im Sommer zweimal die Woche statt und startete am HBF. Mit der ZürichCard hatten wir 50% Rabatt.

Schutzengel von Niki de Saint Phalle –
ich wollte schon längst Kunstwerke von ihr sehen!

An der Limmat mit Blick auf den Großmünster und die Alpen (am Horizont)

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Lindenhof

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Ausblick vom Lindenhof

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an der Limmat (Blick Richtung Innenstadt)

 

Das Großmünster, man beachte die Sonne im Zenit

längster Uhrenzeiger Europas

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mittelalterliches Erkerchen

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bemalte Hausfassade

Ein Trinkwasserbrunnen in der Altstadt

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Kunsthaus Zürich

So lange wie hier habe ich glaube ich noch nie in meinem Leben in einem Museum verbracht. Über sechs Stunden ließen wir bedeutsame Werke alter Meister, Impressionisten und moderner Künstler auf uns wirken, bevor wir hungergeplagt kapitulierten. In dieser Zeit, die wir hier verbrachten, konnten wir nur ca. 50 % der Exponate ansehen. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, noch einmal wiederzukehren, aber da Zürich einfach ein zu großes künstlerisches Angebot bereit hielt, konnten wir diesen Plan leider nicht in die Tat umsetzen. Ein Audio-Guide ist im Eintritt inklusive, mit der ZürichCard kommt man kostenlos in die Ausstellung.

Landesmuseum Zürich

Im Landesmuseum Zürich haben wir uns die Dauerausstellung Geschichte Schweiz angesehen, die die Entwicklung des Landes in vier unterschiedlichen Themenbereichen beleuchtet: Von der Migrations- und Siedlungsgeschichte, über Religions- und Geistesgeschichte und die Politikgeschichte bis hin zur wirtschaftlichen Entwicklung der Schweiz erhält man zahlreiche Informationen, wobei man als Besucher interaktiv gut eingebunden und zum Mitmachen eingeladen wird. Zudem haben wir uns hier auch die Ausstellung Möbel und Räume Schweiz angesehen. Beides konnten wir mit der ZürichCard kostenlos besuchen.

Postkutsche vor dem Eingang

Riesengroßes Uhren-Zahnrad mit landestypischen Artefakten

Moulagenmuseum der Universität und des Universitätsspitals Zürich

Das Moulagenmuseum ist wohl sicherlich eines der ungewöhnlichsten Museen, die ich bisher besucht habe, aber auch, wenn ich alleine wahrscheinlich nicht dort gelandet wäre (ich konnte meinem Mann den Wunsch jedoch nicht abschlagen), war es doch sehr interessant. Denn mal ehrlich: Was gibt es romantischeres, als in den Flitterwochen Abdrücke von – überwiegend – dermatologischen Erkrankungen und Symptomen zu betrachten? Na seht ihr. Aber noch mal gaaanz langsam: Es begab sich in einer Zeit, lange vor der Entwicklung von Farb-Fotografie oder gar Instagram, dass man die clevere Erkenntnis hatte, dass es eigentlich ganz gut für die Aus- und Weiterbildung von Ärzten wäre, zu wissen, welches charakteristische Aussehen bestimmte Krankheitsbilder aufweisen, um diese erkennen zu können. Also wurden bei Kranken und sogar bei Toten entsprechende Gipsabdrücke genommen, die dann als Negativ dienten und mit Wachs ausgegossen wurden. Das ausgehärtete Wachsobjekt wurde schließlich auf Tücher drapiert, auf Holz befestigt und absolut authentisch gestaltet. Und ich meine RICHTIG authentisch. Also inklusive der mundgeblasenen Glas-Eiterbeulen. Empfindliche Menschen und/oder Hypochonder sollten sich von der Ausstellung besser fernhalten.

Wer jetzt übrigens an mittelalterliche Praktiken denkt, den wird es interessieren, dass Moulagen bis in die 1950er Jahre Anwendung fanden. In den 70er Jahren wollte man die riesige Sammlung dann zerstören, bis sie von einer engagierten Dame, die jetzt wohl Rosen züchtet, wie wir durch eine Einführung, die wir hier erhielten, erfahren haben, gerettet wurden. Auch heute kommen die Medizinstudenten der Universität im Rahmen der Dermatologievorlesung noch zum betrachten der Moulagen vorbei, da diese Sammlung als ausgesprochen gut gilt.

Das „Museum“ vermittelt keine typische Museumsatmosphäre, zwar stehen hier auch viele einzelne Schaukästen, jedoch befinden sich diese alle in einem Raum, der gleichzeitig auch als Archiv dient. Bei Fragen konnten wir uns an eine freundliche Dame wenden, die uns bereitwillig Auskunft erteilte und an einem großen Schreibtisch saß. Der Besuch war ebenfalls in der ZürichCard enthalten und war definitiv empfehlenswert.

Zürcher Spielzeugmuseum

Auch beim Zürcher Spielzeugmuseum handelte es sich weniger um eine riesige Museumsanlage, sondern um einen ausgebauten Dachstuhl, der mit allerlei süßen Nettigkeiten gefüllt war, der nicht nur Kinderherzen zum leuchten brachte, sondern auch unsere. Ob Puppenstuben, Blechspielzeug oder der alte Kaufmannsladen, hier gibt es auf kleinem Raum viel zu sehen und zu staunen. Bei Fragen stehen die Freundlichen Damen am Tresen gerne Rede und Antwort. Auch hier hatten wir dank der ZürichCard kostenlos en Zutritt.

Kleine Preview: Vitrine vor dem Museum

Besteigung des Karlsturms (Großmünster)

Definitiv nichts für Alte, Schwangere, Kinder oder Menschen mit Klaustrophobie. Als ich die superenge Wendeltreppe bestieg, war mir sofort klar, dass ich eigentlich lieber wieder umkehren möchte, aber bezahlt war bezahlt (nicht in der ZürichCard enthalten) und so machte ich mich mutig auf den Weg nach oben. Die enge Wendeltreppe wurde nach einer Weile von offenen Holztreppen abgelöst, die mich mit meiner beginnenden Höhenangst auch nicht glücklicher machten. Der Ausblick vom Karlsturm war aber zugegebenermaßen beeindruckend.

Blick über die Altstadtdächer

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Schiffsfahrt auf dem Zürichsee

Aufgrund des herrlichen Wetters und weil wir vom vielen Rumlaufen schon ganz ausgelaugt waren, entschieden wir uns, die Beine mal zwischendurch bei einer Schiffsfahrt auf dem Zürichsee baumeln zu lassen. Die kleine Runde dauert ca. 1,5 Stunden und ist ebenfalls im Preis der ZürichCard enthalten. Man hat zwei unterschiedliche Routen zur Auswahl, die sich zirka halbstündlich abwechseln.

Dieser Schiffsname <3

Welches der Häuser am Ufer wohl mal uns gehört??? *träum*

Die ETH Zürich und die Polybahn Zürich

Bitte was? In den Semesgterferien Unis besichtigen und dabei auch noch die Straßenbahnfahrt als „Programmpunkt“ aufnehmen?? Die spinnen doch, diese Touristen! Aber nein, halt, stopp! Wer das jetzt denkt, der hat die wundervolle Eidgenössische Technische Hochschule, wie die ETH Zürich mit vollem Namen heißt, noch nicht erblickt. Diese wurde nämlich von Gottfried Semper errichtet, auf dessen Kappe auch die berühmte Semperoper in Dresden geht. Und wer sich nicht für Architektur interessiert, der lässt sich vielleicht durch den wundervollen Ausblick anlocken, den man von oben auf dem Berg, auf dem die Hochschule errichtet wurde, genießen kann. Und weil natürlich kein Studi Lust hat, sich zu einer nachtschlafenden Zeit, den mit schweren Büchern bepackten Rucksack schulternd bergauf gen Uni zu bewegen, gibt es die Polybahn, eine nostalgisch anmutende Bergbahn, die die lernwilligen Studis im Handumdrehen in ihre Lernstätten befördert. Heutzutage ist die ETH natürlich auch via Straßenbahn erreichbar, aber damit kann man wohl niemanden locken. Die Polybahn verkehrt relativ eingeschränkt, eben v.a. in den Zeiten, in denen sich so ein Durschnittsstundent an der Uni aufhält. Samstagsnachmittag um 17 h hat man eher schlechte Karten.

„Talstation“, also die Haltestelle an der Limmat

 

Zu spät dran, daher vor verschlossener (sehr schöner) Tür gestanden

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wunderschön begrünter Innenhof

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Kunst im reich begrünten Garten

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Gebäudefront mit bedeutenden Wissenschaftlern

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Die wundervolle Aussicht von der ETH. Terasse mit vielen Bänken in der Sonne.
Meine Uni kann da irgendwie nicht mithalten :(

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Botanischer Garten – Universität Zürich

Pech mit dem Wetter hatten wir eigentlich nur einmal: Wir waren gerade am botanischen Garten angekommen, als sich der Himmel zuzog und sich Regen ankündigte. So hielten wir uns trotz großflächiger Anlage nur kurz draußen auf und ansonsten in den drei frisch sanierten Gewächshäusern. Der Eintritt ist übrigens für alle kostenlos. Hier kommen ein paar Impressionen von der wunderschönen Anlage:

Die Gewächshäusermit unterschiedlich großen Kuppeln erinnerten uns an Ufos

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Flanieren und Stadtstreifzüge

Zürich ist eine rundum interessante und wunderschöne Stadt mit einer faszinierenden Architektur, zumindest, was die innenstädtischen Bezirke anbelangt (an die Peripherie sind wir nicht wirklich vorgedrungen). Ich liebe den Baustil, der um 1900 umgesetzt wurde und nicht selten stand ich mit offenem Mund vor prachtvoll stuckverzierten Gemäuern mit skulpturalen Elementen.

In der Bahnhofstraße

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Am Paradeplatz

Limmatquai

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Wenn wir genug von innenstädtischer Architektur hatten, ruhten wir uns an der Uferpromenade des Zürichsees aus und ließen unsere Blicke in die Ferne streifen. Läuft man die Bahnhofstraße bis zum Ende durch, hat man sie auch schon erreicht.

Einkaufen

Einkaufstechnisch waren wir in Zürich wirklich sehr zurückhaltend. Ich kaufte mir einen Second Hand Rock und auf einem Flohmarkt erstanden wir noch für 4 Sfr ein Samtdeckchen mit Goldborte. Doch auch so machte es uns Spaß, schaufensterbummelnd durch die Stadt zu ziehen.

Bahnhofstraße

Die Bahnhofstraße ist ein Phänomen, das ich so nirgendwo anders zu Gesicht bekommen habe. Während die erste Häfte (näher am HBF) mit den „üblichen Verdächtigen“, also Geschäften wie H&M, Esprit und Co., gefüllt ist, beherbergt der zweite Teil der Bahnhofsstraße Edel-Läden wie Tiffany’s, Tod’s, Louis Vuitton & Co., die ihre Schaufester sehr kreativ dekorierten. Auch wenn ich einige Produkte zwar auch mit dem nötigen Kleingeld nicht kaufen würde, da sie z.B. aus Leder sind, war ich von der Gestaltung teilweise sehr angetan.

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verstößt gegen die „Bahnhofsstraßenlogik“: edel, aber direkt am HBF

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rein englischsprachige Buchhandlung mit erfreulich großem Angebot veganer Bücher.
Hier nur ein kleiner Ausschnitt…

Altstadt (oberhalb der Limmat)

Nicht nur zahlreiche vegane Restaurants, auch ca. 40-50% aller Lädchen im Altstadtkern hatten während unseres Besuchs geschlossen. Vielleicht besser so, denn so wurden wir vor unvernünftigen Ausgaben bewahrt. Aber allein das Betrachten der Schaufenster hat unheimlich Freude bereitet, denn hier gab es wirklich ganz ausgefallene, bezaubernde Lädchen und Manufakturen.

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marrokanische Lampen & Schmuck

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farbenfrohe Stoffe

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Antiquariat mit süßer Puppenstube

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Welches Bärchen darfs sein? – nichts für Entscheidungsschwache…

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Flohmarkt

Den Besuch in der Vegelateria (s. Punkt „vegan-vegetarische Restaurants“) haben wir mit dem Besuch des größten schweizerischen Ganzjahresflohmarkt – dem Flohmarkt Kanzlei – der jedes Wochenende stattfindet, verbunden, da dieses sich ganz in der Nähe befand. Hier finden man von Kleidung bis hin zu Kuriositäten alles, was das Herz höher schlagen lässt. Wären wir nicht mit dem Zug angereist, wären wir nun stolze Besitzer einer großen, schweren Holztruhe mit Schnitzereien, die es für schlappe 35 Sfr zu erstehen gab.

Das (kurze!) Fazit

Wir sind vollkommen verliebt in Zürich und haben es keinen Moment bereut, unsere Flitterwochen / unseren Sommerurlaub hier verbracht zu haben. Definitv keine günstige Stadt, aber zu besonderen Gelegenheiten wie den Flitterwochen bzw. als Kurztrip geht das schon mal klar.

10 Gedanken zu „Sommer in Zürich

  1. lovingvegan

    Wow, das klingt total toll! Jetzt will ich nach Zürich! :D Besonders die Teatime klingt spannend, aber auch die vielen anderen vegann Restaurants und „Sehenswürdigkeiten“. Ich finde ihr habt ganz schön was in der Woche untergebracht.
    Liebe Grüße und guten Rutsch!
    Lena

    Antwort
    1. Zehlendorfmädchen Autor

      Hallo Lena,

      freut mich, dass ich dir mit meinem Beitrag Lust auf diese tolle Stadt machen konnte. :) Ein Besuch lohnt sich wirklich sehr und es gibt sicherlich noch viel mehr zu entdecken!
      Ich würde auch am liebsten gleich nochmal losfahren! :)

      Vielen Dank für deine Wünsche, dir auch einen guten Rutsch ins neue Jahr!
      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
  2. Ines

    Hach, irgendwie bin ich immer so erleichtert, wenn’s Leuten aus dem Ausland in der Schweiz gefällt. Dabei habe ich weder mit Zürich noch mit Tourismus im Allgemeinen etwas am Hut.

    Dass die Soja-Joghurts von Coop und Migros jemand gut fände, habe ich auch noch nie gehört. Ausserdem sind leider alle Sorten gesüsst. Wenn man Joghurt zum Kochen braucht, bleibt einem also nichts anderes übrig, als den Bioladen seines Vertrauens aufzusuchen. Öhm ja, hatte nun überhaupt nichts zu tun mit deinem Reisebericht. Sorry about that.

    Jedenfalls freut’s mich, dass es dir in Zürich gefallen hat! Warst du schonmal in Bern oder Basel? Von Zürich aus erreicht man beide Städte mit der Bahn in knapp einer Stunde.

    Antwort
    1. Zehlendorfmädchen Autor

      Hallo Ines,

      mittlerweile war ich sogar schon diverse Male in der Schweiz und fand es eigentlich immer schön, ob Wandern im Wallis oder Städtetrip. In Basel war ich schon gewesen (nur für ein Wochenende) und in Zürich war ich jetzt zum ersten Mal. In Bern dagegen war ich leider noch nie.

      Ich bin ein großer Fan vom Erkunden von Nachbarländern/europäischen Städten, schon allein, weil ich mir Reisen nach Asien, Amerika und Co. noch gar nicht leisten könnte. Aber finde es auch immer wieder super spannend, mir andere Regionen anzusehen. Wo wohnst du denn, kommst du leicht an vegane Produkte oder wohnst du ländlich?

      Das mit den gesüßten Joghurts kenne ich aus deutschen Supermärkten genauso. Nur dummerweise macht sich Vanillearoma in Tzaziki eher nicht so gut ;)

      Liebe Grüße
      Natalie

      Antwort
      1. Ines

        Hey Natalie, freut mich, dass es dir gefallen hat! Ich finde auch, dass man in anderen Regionen Europas schon ziemlich viel zu sehen bekommt. Reisen bildet ja schon an sich. Da muss es nicht gleich bis ans andere Ende der Welt sein.
        Ich wohne in der Stadt und ich weiss nicht, was es anderswo noch so gibt (einen veganen Supermarkt gibt’s hier ja noch nicht…), aber in Bioläden findet man schon einige explizit vegane Produkte. Es kostet halt ggf. mehr.
        Ha! Stimmt mit dem Vanillearoma. Mir ging’s ähnlich, als ich aus dem, netterweise von meiner Grossmutter gekauften, aber leider gezuckerten Sojajoghurt Dips fürs Weihnachtsessen fabrizieren wollte. Dieses Jahr habe ich Hummus mitgebracht ;)

      2. Zehlendorfmädchen Autor

        Hallo Ines,

        genauso sehe ich das auch. Ich denke auch, vieles ist in Übersee nicht unbedingt interessanter, einfach nur weiter weg ;) Klar, irgendwann möchte ich gerne auch mal andere Kontinente bereisen, aber eben nicht nur. Das mit dem „Reisen bildet“ sehe ich genauso :)

        Dass es Biomärkte gibt, ist ja auch sehr gut, da findet man 95 % der Sachen, die man so braucht. Ansonsten gibt es ja immer noch vegane Online-Shops, wenn es mal etwas ganz außergewöhnliches für einen besonderen Anlass sein soll.

        Mhhhmmm, lecker, Hummus esse ich auch supergerne! Dass deine Omi dir das Jahr zuvor Sojajoghurt gekauft hat, ist aber auch echt süß :)

  3. Pingback: Die lange kurze Geschichte mit den Reviews – Sara Hochuli – Blog

  4. Pingback: Blitzschneller asiatischer Spinatsalat | Essen. Leben. Leben lassen.

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