Schokoladenkuchen und Rumkugeln

Auch wenn ich nicht mehr die Naschkatze bin, die ich in meiner Kindheit war und inzwischen eher die herzhaften Gerichte bevorzuge, gibt es doch ein paar süße Sachen, mit denen man mich ködern kann. Rumkugeln gehören definitiv dazu! Vor einiger Zeit fing ich dann an, sie gelegentlich selber zu machen, oft auch, um sie auf Parties mitzubringen. Als ich noch keine Veganerin war, nahm ich als Basis immer den Wiener Tortenboden, den es im Supermarkt fertig zu kaufen gibt. Da dieser aber nicht vegan ist, musste ich beim Zubereiten noch eine Stufe eher einsetzen und backe also nun die Basis der Rumkugeln in Form eines Schokokuchens, den ich aus verschiedenen Rezepten zusammen gebastelt habe, selber.

Während Schokokuchen normalerweise ja möglichst saftig und fluffig sein soll, ist dieser hier bewusst etwas trockener gehalten, damit man ihn dann beim Rumkugeln machen schön zerbröseln kann. Damit ihr das Rezept auch „pur“ verwenden könnt, schreibe ich euch unten noch auf, wie ihr die Variante zum Weiterverarbeiten aufpeppen könnt.

Ich halbiere den Kuchen übrigens immer und verwende die eine Hälfte sofort, die andere, wenn ich mal spontan eingeladen bin, das spart Arbeit! Das unten angegebene Rezept bezieht sich also auf den ganzen Kuchen.

Rumkugeln

Für ca. 30 Rumkugeln benötigt ihr:

1/2 Schokokuchen (ca. 500 g) aus:

♥ 450 g Mehl

♥ 280 g Zucker

♥ 60 g Kakao

♥ 1 Päckchen Vanillezucker

♥ 1 Päckchen Backpulver

♥ 40 ml Öl

♥ 110 g Apfelmus

♥ 450 ml Pflanzenmilch

♥ etwas Öl zum Einfetten

♥ etwas Mehl zum Bestäuben

außerdem:

♥ 175 g Aprikosenmarmelade (oder eine andere)

♥ 40 g Kakao

♥ 40 g Zucker

♥ 2 Fläschen veganes Rumaroma

♥ 4 Verschlusskappen veganen Rum (Könnt ihr durch Wasser/zusätzliches Rumaroma oder Saft [noch nicht ausprobiert] ersetzen,
wenn Kinder/Antialkoholiker dabei sind

♥ Kokosraspeln/Schokostreusel zum Umhüllen

♥ so viele Pralinenförmchen wie Rumkugeln

Zubereitung:

1. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser fetten, mit Mehl bestäuben und beiseite legen. Zucker, Vanillezucker, Öl und Apfelmus vermengen. In einer zweiten Schüssel die trockenen Zutaten vermischen und nach und nach zu den feuchten geben. Zum Schluss ganz langsam mit der Pflanzenmilch verrühren.

2. Den Teig in die vorbereitete Springform geben und ca. 40 Minuten bei 180-200 Grad backen. Die Stäbchenprobe verrät euch, ob der Kuchen fertig ist.

3. Den Kuchen auskühlen lassen, aus der Form lösen und halbieren (falls es 30 Rumkugeln werden sollen. Ansonsten nehmt ihr den ganzen Kuchen, müsst dann aber die Zutaten für die Rumkugeln [also Marmelade & Co.] verdoppeln). Eine hälfte einfrieren, die andere in einer Schüssel zerbröseln

4. Nun alle anderen Zutaten, außer den Schoko-/Kokosraspeln hinzufügen und verkneten. Falls die Masse zu feucht ist, noch ein bisschen Kakao hinzufügen, ist er zu trocken, noch ein bisschen mehr Flüssigkeit.

5. Zum Schluss Kügelchen in der Wunschgröße formen und in den Streuseln/den Kokosraspeln wälzen. Am besten macht ihr die Rumkugeln nicht zu groß, sie sind ganz schön mächtig.

6. Das ganze mindestens 2, besser 12 Stunden kaltstellen.

Und jetzt noch, wie versprochen, ein paar Möglichkeiten, um den Schokokuchen zu erweitern und ihn noch schmackhafter zu machen, falls er pur gegessen werden soll: Als meine Mutter ihn zu meinem Geburtstag gebacken hat, hat sie noch 100 g Haselnüsse, eine große Möhre und 100-200 g Schokostückchen hinzugefügt. Wenn ihr möchtet, könnt ihr den Kuchen auch noch mit Puderzucker bestäuben oder mit Zartbitterschokolade glasieren. Da meine Mutter die beste ist (wirklich! :)), hat sie ihn noch mit Beeren und mit Pistazien verziert.

Geburtstagskuchen #1

Geburtstagskuchen #2

Ich bin wirklich sehr glücklich, dass meine Mutter nach ein paar anfänglichen Zweifel das vegane Backen ausprobiert und festgestellt hat, dass es so etwas wie „vegan schmecken“ nicht gibt und nicht glaubt, dass wir verhungern müssten (und wenn sie selbst dafür sorgt, indem sie backt oder die Kochlöffel schwingt!). Aber auch meine Schwiegermama überrascht uns regelmäßig mit veganem Gebäck :)

Nun drücke ich euch noch die Däumchen, dass eure Familien euch genaus ambitioniert bekochen und verabschiede mich vor den Fernseher, wo noch eine Folge meiner Lieblingsserie auf mich wartet! Schönen Abend noch und einen guten Start in die Woche!

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