Zwiebelkuchen

♥ Erst einmal noch einen fröhlichen Weltvegantag, ich hoffe, ihr habt ihn kulinarisch zufriedenstellend begehen können. ♥

Zugegeben, mit dem Bloggen komme ich mal wieder nicht so schnell hinterher, wie ich es mir wünschen würde. In einem Anflug jugendlicher Naivität war ich doch tatsächlich davon ausgegangen, dass der Semesteranfang mit ein wenig „Entspannung“ einhergehen würde. Klingt zunächst vielleicht paradox, aber die Geistes- und Sozialwissenschaftler unter euch oder auch jeder andere, der schon einmal mehrere umfassende Hausarbeiten in der vorlesungsfreien Zeit schreiben musste, wird wissen, mit wie viel Stress dies verbunden ist. Kann also ja nur besser werden, oder? Aber Pustekuchen, der Stress geht in gesteigertem Maße weiter.

Wie dem auch sei, bevor ich mit der „Weihnachtsbäckerei“ loslege (jaaaa, jetzt schon), möchte ich euch erst einmal noch mit diesem Rezept versorgen, muss ja schließlich alles seine chronologische Ordnung haben, sonst kommen wir noch genauso durcheinander wie das Wetter und das muss ja nun wirklich nicht sein.

Den Zwiebelkuchen empfehle ich euch übrigens besonders bei emotionalen Blockaden, denn zumindest ich musste beim Zwiebel schneiden heulen wie ein Schlosshund. Mein Liebster, der sich vor einiger Zeit mal eine höchst ominös wirkende „Zwiebelbrille“ angeschafft hatte, kam schmunzelnd um die Ecke und versicherte mir wie so oft, dass mir das mit letzterer erspart geblieben wäre. Das ist die subtile Rache dafür, dass ich ihn beim Kauf ein klein wenig damit aufgezogen hatte, wie ein kleines Kind auf vollkommen abwegige Werbeversprechen reinzufallen. Tja, falsch gedacht, mit dem Teil, das optisch eine skurrile Mischung zwischen Schwimm- und Schutzbrille – wie wir sie alle noch aus dem Chemieunterricht kennen – darstellt, scheint man tatsächlich mehr oder weniger vor Niagarafall-artigen Tränenentwicklungen verschont zu bleiben. Das nur als kleine Anekdote am Rande.

Trotz dieser Komplikationen ist am Ende aber ein vollständiger Zwiebelkuchen entstanden, der sich nicht nur sehen, sondern auch schmecken lassen konnte.

 Zwiebelkuchen Blech

Für eine Blech benötigt ihr:

♥ Einen Hefeteig, das Rezept findet ihr hier. Ich habe die komplette Menge genommen, der Teig wurde so sehr dick. Falls ihr das gerne mögt, super, ansonsten aber auch kein Problem. Mit der Hälfte oder 2/3 funktioniert es bestimmt auch wunderbar.

♥ 900 g Zwiebeln

♥ 500 ml Sojasahne

♥ 250 ml Wasser

♥ 2 leicht gehäufte EL Agar-Agar

♥ 2 EL Weißweinessig

♥ 1,5 – 2 EL Kümmel

♥ 1/2 TL Pfeffer

♥ 1 TL Knoblauchgranulat (ihr könnt auch frischen nehmen)

♥ 1 TL Oregano

♥ 1-2 TL Paprika edelsüß

♥ 1/2 TL Rauchsalz

♥ 1 – 1,5 TL Salz

♥ Optional Chorizo oder Räuchertofu nach Belieben

Zubereitung:

1. Den Teig nach Anleitung aus dem Pizza-Rezept zubereiten. Blech mit Backpapier auslegen und den ausgerollten Teig gleichmäßig darauf verteilen.

2. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden.

3. Sojasahne mit dem Wasser und dem Agar-Agar aufkochen lassen, bis die Flüssigkeit etwas eingedickt ist. Alle weiteren Zutaten, bis auf die Optional hinzugefügte Fleischalternative, hinzufügen und ca. 7-10 Minuten bei kleiner Hitze weiterköcheln lassen.

4. Die Masse auf den Teig schütten und bei 180-200° C zirka 35-40 Minuten backen

Voilà, schon ist der Zwiebelkuchen fertig!

Zwiebelkuchen

Bei uns gab es ganz klassisch Federweißen zum Zwiebelkuchen. Ich konnte bislang nicht zufriedenstellend feststellend, ob dieser vor oder nach dem Klärungsprozess entsteht, aber ich denke (und hoffe) davor, da er ja meist noch ziemlich schlierig aussieht und ich nicht weiß, inwiefern er schon gefiltert ist. Habt ihr eine Ahnung? Mittlerweile bin ich wirklich ein bisschen Gelatine-paranoid ;)

6 Gedanken zu „Zwiebelkuchen

  1. Kokon aus Luft

    Über die Brille musste ich lachen. Ich hab mir während des Zwiebelschneidens schon oft überlegt, dass es ja eigentlich mit meiner alten Taucherbrille sehr komfortabel sein müsste.:D
    War mir aber immer zu peinlich vor Mitbewohnern usw. :)

    Antwort
    1. Zehlendorfmädchen Autor

      Hehe, mit einer Taucherbrille wäre es sicherlich absolut perfekt. Und wenn deine Mitbewohner dich auslachen, lässt du sie einfach beim nächsten Mal das knappe Kilo Zwiebeln für den Zwiebelkuchen schneiden, ich verspreche dir, danach sind sie geläutert – so wie ich jetzt auch ;)))

      Antwort
  2. Kokon aus Luft

    Inzwischen lass ich das meinen Freund immer machen, der muss irgendwie weniger weinen als ich. =D

    Ich hab auch mal gehört, dass man den Mund ganz weit aufmachen soll und das hilft. Ernsthaft. Noch nie probiert. Scheint auf jeden Fall ein Thema zu sein, was die Menschen bewegt. :)

    Antwort
    1. Zehlendorfmädchen Autor

      Mein Liebster hat ebenfalls meistens die Ehre, ich meine schließlich ist er Besitzer des hochprofessionellen Küchen-It-Accessoires aka „Zwiebelbrille“. :)

      Das mit dem Mund auf habe ich übrigens auch schon mal gehört. Ob das dann aber wesentlich besser aussieht als eine fette Schutzbrille, sei dahingestellt ;)

      Antwort
    1. Natalie Autor

      Hey, das freut mich zu hören, vielen Dank :) Kokossahne klingt auch super dazu, ich nehme eigentlich immer das, was gerade da ist, oft auch Hafersahne.
      Viele Grüße :)

      Antwort

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