Meine neuen veganen Boots

Seitdem ich Veganerin wurde, habe ich mir keine neuen Schuhe mehr gekauft, sondern alte, teilweise auch noch aus Leder, aufgetragen. Nachdem mich meine alten Sneakern allerdings im ersten herbstlichen Wolkenbruch diesen Jahres derart im Stich gelassen hatten, dass ich meine Socken nach einem 10-Minuten-Weg auswringen konnte, mussten mal wieder neue Schuhe her.

Nun muss ich aber zugeben, dass ich mit Kunstlederprodukten in der Vergangenheit nicht gerade die besten Erfahrungen gemacht habe: Ich hasse es z.B., wenn sich die „Beschichtung“, die den Lederlook erzeugen soll, einfach abschabt und nur das hellbeige Stoffgerüst darunter zurückbleibt. Bei so etwas rebelliert einfach mein Sinn für Ästhetik. Wenngleich ich als Kind der 80er von meinen Eltern immer vor „billigen Plastiktretern“ gewarnt worden bin, kam für mich der Kauf von neuen Echtleder-Produkten natürlich nicht länger in Frage. Bei Second-Hand bin ich ja verhältnismäßig moderat eingestellt, aber Lederschuhe neu kaufen? Never! Normalerweise trage ich total gerne Chucks (selbstvertständlich die Stoffvariante), aber im Herbst darf es dann gerne auch mal etwas Wasserundurchlässigeres sein.

Was also tun? Wenngleich ich zwei Füße mein Eigen nenne, die es mir beim Schuhkauf nicht gerade leicht machen (unterschiedlich groß, vorne breit, hinten superschmal), habe ich das Glück, in Berlin zu wohnen (ich bin nicht so der Fan von Shuh-Online-Shopping, da mir viele Modelle einfach nicht passen). Und so machte ich mich auf den Weg ins Avesu.

Die Auswahl ist zwar überschaubar, aber durchaus ausreichend, damit für jeden Geschmack etwas dabei ist. Ich entschied mich schließlich für schwarze Boots, die höher geschnitten sind als normale Halbschuhe, aber weniger hoch als Stiefel. Die Verkäuferin war sehr freundlich und bemüht, mir genau das rauszusuchen, wonach ich suchte. Letztendlich habe ich mich für die Desert Boots von Vegetarian Shoes entschieden. 85 Euro sind nicht  gerade günstig, aber im Bereich der veganen Schuhe leider eher noch an der unteren Grenze. Für mich war das Preis okay, da man den Qualitäts-Unterschied zu 20-Euro-Kunstleder-Tretern (bei denen man sich noch nicht einmal sicher sein kann, dass keine tierischen Kleber eingesetzt wurden) definitiv bemerkt und ich eh nicht zu den Menschen gehöre, die einen prall gefüllten Schuhschrank benötigen. Ich vermute, dass der Preis auch durch die recht niedrige Nachfrage zustande kommen könnte (ich hoffe ja, dass sich das noch ändern wird…).

Hier nun mal ein paar Bilder:

Schuhe-frontal

Schuhe-Profil

Schuhkarton

Wie von den allermeisten Schuhen bekam ich anfänglich leichte Blasen an der Ferse, aber nach ein paar Tagen waren die Schuhe eingelaufen und auch super bequem. Falls ihr es nicht so dunkel mögt: Die Boots gibt es auch in anderen Farben (sand, braun, mattschwarz).

Ich bin dann mal unterwegs in den Herbst…

Meine neuen Schuhe an mir

Wo kauft ihr eure Schuhe? Was sind eure Lieblingsmarken und -produkte?

6 Gedanken zu „Meine neuen veganen Boots

  1. Yv

    Ich kaufe auch meine Schuhe auch bei Avesu. Es ist bei uns leider noch immer ein Drama vernünftige Schuhe für’s Büro zu einem vernünftigen Preis zu bekommen. Deshalb ist beim Avesu Online Shop wohl auch immer so schnell alles ausverkauft :(

    Antwort
  2. Peter

    Chucks sind leider uncool seitdem die Firma von Nike vor ein paar Jahren aufgekauft wurden. Nike ist bekannt das sie Kinder als Arbeitskräfte ausbeuten. Trauig aber wahr. Als Chucks-Alternativen gibt es unter anderen die Billy von Grand Step. Sons vegan, fair produziert und ökölogisch produziert.

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Pardon für das Missverständnis, für mich ist der Begriff „Chucks“ inzwischen so wie „Tempos“, ich verwende ihn für alle Stoffschuhe in diesem Schnitt. Ich trage Ethletics :)

      Viele Grüße

      Antwort

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