Selbstgemachte Nudeln mit Blitz-Bolognese

Mit den sinkenden Temperaturen ist auch meine Lust auf Deftiges wieder deutlich angestiegen. Also habe ich nicht lange gefackelt und mich mal wieder an ein weiteres Kochprojekt gewagt, das ich schon länger mal realisieren wollte: Nudeln selbermachen. Dafür, dass ich keine Nudelmaschine besitze (die zieht erst bei mir ein, wenn ich eine grooooße Küche mit viiiiiiiiel Arbeitsfläche habe), hat es auch erstaunlich gut funktioniert. V.a. beim Ausrollen des Nudelteigs muss man aber ohne Walze unheimlich viel Geduld beweisen, das ist nämlich echt anstrengend und zeitaufwändig. Aber gelohnt hat es sich schon!

Die passende Sauce war auch schnell gefunden: Bolognese sollte es sein. Da eine „echte“ Bolognese aber wahnsinnig, wahnsinnig zeitaufwändig ist und ich – nennt mich Banausin – den Unterschied beim letzten Mal wirklich nicht feststellen konnte – entschied ich mich also für eine zeitsparendere Variante, die auch alltagstauglicher ist. Bei uns ist etwas Sauce übrig geblieben, aber die schmeckt auch am nächsten Tag noch gut, z.B. zum Abendessen auf Brötchen.

Nudeln mit Bolognese

Um 2 sehr hungrige Esser oder 3 weniger hungrige zu verköstigen benötigt ihr:

Für die Nudeln:

♥ 300 g Hartweizengrieß

♥ 137 ml warmes Wasser

♥ Salz fürs Wasser

Für die Bolognese:

♥ 1 Packung Tomatentofu (200 Gramm)

♥ 1 Flasche (ca. 700 g) passierte Tomaten

♥ 1 Karotte

♥ 1 Pastinake

♥ 1 Zwiebel

♥ 1-2 Knoblauchzehen

♥ 50-100 ml Wasser oder veganen Rotwein

♥ 1 EL Oregano

♥ 1 EL Basilikum

♥ ½ TL Salz

♥ Pfeffer aus der Pfeffermühle nach Geschmack

Zubereitung:

1. Die Zutaten sehr gut verkneten (das kann schon mal 5-10 Minuten dauern) und den entstandenen Teig für 1-2 Stunden kaltstellen.

Nudelteig

2. Nudelteig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche so dünn es geht mit einem Nudelholz ausrollen (wer eine Teigmaschine zum Walzen hat ist klar im Vorteil) und anschließend in die gewünschte Form schneiden.

Nudelteig ausgerollt

Nudeln roh

3. Für die Bolognese den Tomatentofu mit den Fingern sehr fein krümeln und beiseite stellen. Pastinake, Karotte, Zwiebel und Knoblauch schälen. Pastinake und Karotte fein raspeln, Knoblauch so fein es geht hacken und die Zwiebel schneiden.

4. Öl in einem Topf auf mittlerer Stufe erhitzen. Tofu zum heißen Öl geben und kurz anbraten. Anschließend nacheinander Zwiebeln, Karotten, Pastinaken und Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten. Mit einem großzügigen Schuss Wasser oder veganem Rotwein (ca. 50-100 ml, je nach Bedarf) ablöschen.

5. Passierte Tomaten in den Topf geben und bei kleiner Hitze ca. 3 Minuten weiterköcheln lassen. Mit dem Salz, dem Pfeffer, dem Basilikum und dem Oregano abschmecken.

6. Derweil Wasser zum Kochen bringen, Wasser salzen und die Nudeln auf niedriger Flamme so lange kochen lassen, bis sie oben schwimmen. Das dauert wesentlich kürzer als bei getrockneten Nudeln. Schätzungsweise 3 Minuten. Kurz im Sieb abtropfen lassen.

Gekochte Nudeln

7. Die Nudeln auf die Teller verteilen und genießen! Der Geschmack entfaltet sich besser, wenn das Gericht nicht mehr gaaaanz heiß ist. Am nächsten Tag, wenn alles gut durchgezogen ist, schmeckt die Bolognese übrigens fast noch besser. Ob etwas übrig bleibt, ist natürlich immer die andere Frage.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s