DIY: Schrank-Tattoo (Shine bright like a Diamond…)

Ich dachte eigentlich, aus dem Alter, meine Schränke zu bekleben, wäre ich raus und ich war froh, als so mit 15, 16 die allerletzten Plakate von Möbeln und Wänden verschwanden (zumindest die ungerahmten). Doch ich hatte meine Rechnung ohne pragmatische Kaufentscheidungen gemacht, die sich nicht ganz mit meinen ästhetischen Vorstellungen vertrugen. Im Klartext: Als wir uns bei Ikea eine Fernseherwand zusammenstellten, mussten wir uns zwischen Glas- und Holzoptik-Türen entscheiden. Für die kleinen Schränke wählten wir erstere, denn unsere DVD-Sammlung, die in diesen unterkommen sollte, ist ordentlich sortiert und durchaus halbwegs ansehnlich. Der große Schrank sollte dagegen als „Sammelbecken“ für allen möglichen Kirims Krams dienen, der sich im Laufe der Zeit in unserer Wohnung ansgesammelt und bisher noch keinen festen Platz gefunden hat (selbst unser Bügeleisen hat darin letzlich Unterschlupf gefunden). Um beim Einräumen also flexibel zu bleiben, entschieden wir uns für die Tür in Holzoptik, wohlwissend, dass diese zwar jegliches Chaos bedecken würde, aber gleichzeitig den Schrank sehr wuchtig aussehen lassen würde. Und tatsächlich, er versprühte seinen „Besenschrank-Charme“ im Wohnzimmer, was nicht gerade für eine gemütliche Atmosphäre sorgte, falls ihr wisst, was ich meine. Falls nicht, hier kommt ein Bild, wobei es auf diesem noch relativ harmlos wirkt. War es aber nicht.

Schranktür vorher

Ich überlegte also hin und her, was man da machen könnte, aber alles, was mir einfiel, war entweder nur wahnsinnig bescheuert oder wahnsinnig bescheuert und teuer. Vor ein paar Tagen war ich dann so unzufrieden, dass ich mir dachte: „Ich bastel jetzt einfach irgendwas aus Papier, klebe es drauf und wenn es doof aussieht, kann ich es ja wieder abmachen.“ Gesagt, getan, und während ich ursprünglich noch an Herzchen und geometrische Formen dachte, fiel mir plötzlich auf, dass ich das perfekte Design ja bereits als Vorlage auf einem meiner Lieblingsblogs, Minieco, entdeckt hatte! Kate macht wahnsinnig viel mit Diamanten und Herzchen, was mir in diesem Moment unheimlich gelegen kam. Bisher war ich immer noch auf der Suche nach einem hübschen Verwendungszweck – sie hat aus den Diamanten z.B. eine Girlande gebastelt, was auch sehr gut aussieht – und jetzt hat sich endlich eine perfekte Gelegenheit geboten.

Inzwischen sieht mein Schrank übrigens so aus, was mir wesentlich besser gefällt, denn durch die filigranen Papierarbeiten wurde dem Schrank meines Erachtens wenigstens teilweise seine Wuchtigkeit genommen.

Schranktür nachher

Die Diamanten habe ich übrigens in unterschiedlichen Farben (Pastellgrün, -gelb und -blau) gefertigt, was man auf dem Foto jetzt nicht wirklich gut erkennt.

Für das Schrank-Tattoo benötigt ihr:

Dieses Template mit verschiedenen Diamanten-Vorlagen

♥ Kopierpapier in den favorisierten Farben

♥ Schere

♥ Doppelseitiges Klebeband

♥ Kopierer

Auf geht’s!:

1. Druckt das Template aus und schneidet die Diamanten auseinander

2. Nehmt den Diamanten, für den ihr euch entschieden habt, legt ihn auf den Kopierer und verändert ggf. die Größe. Ich habe die Steinchen auf 200% vergrößert. Das hat genau aufs farbige Din A4 Papier gepasst. Da die Linien auf dem Template recht filigran gehalten sind, habe ich den Kontrast höher gestellt, sodass die Linien auch auf der Kopie noch deutlich zu erkennen sind.

3. Schneidet den Diamanten so sauber wie möglich aus, eine gute Schere ist dabei sehr hilfreich. Haltet den Diamanten probehalber an die favorisierte Stelle und schaut, wo er am besten aussieht (später ist eine Korrektur kaum noch möglich…)

4. Schneidet vom doppelseitigen Klebeband dünne Streifen ab und klebt diese auf die „unschönere“ Seite (=die Seite, auf denen die Linien gedruckt waren). Seid dabei ruhig großzügig, das ist zwar viel Arbeit (fast noch mehr als das Ausschneiden), aber wenn ihr zu wenige Klebestreifen nehmt, dann stehen am Ende die entsprechenden Stellen unschön ab.

5. Entfernt die Plastikfolie vom doppelseitigen Klebeband und fixiert das Tattoo vorsichtig an der gewünschten Stelle. Passt dabei auf, dass das Papier keine Wellen schlägt.

Diese Vorgehensweise funktioniert natürlich auch mit jedem anderen Motiv, ist also problemlos individualisierbar. Viel Spaß beim Nachbastel :)

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