Selbstgemachtes Kartoffel-Nussbrot

Ich muss ein merkwürdiges Kind gewesen sein. Zumindest kulinarisch betrachtet. Meine Eltern berichten mir noch heute von einer Phase, in der ich mich quasi weigerte, etwas anderes zu essen als Kuchen (hätte ja noch irgendwie für meinen guten Geschmack gesprochen) und Nudeln mit Ketchup (das jetzt nicht mehr). Besonders schlimm fand ich in meiner Kindheit auch immer Lebensmittel, die Nussstückchen beinhalteten, so wie z.B. Walnusskäse oder auch Nussbrot. Doch wie das so oft ist, ändern sich Geschmäcker im Laufe des Lebens häufig (und bei mir: zum Glück!) grundlegend, sodass ich inzwischen ein wirklich unkomplizierter Esser im Allgemeinen und ein großer Freund von Nüssen in jeglicher Form im Speziellen bin.

Besonders groß ist meine Liebe zu Nussbrot. Und da mein Freund diese ohne jegliche Form der Eifersucht zu teilen scheint, habe ich es diese Woche gleich zweimal gebacken. Mein selbst zusammengewürfeltes Kartoffel-Nussbrot-Rezept möchte ich euch natürlich auch nicht vorenthalten:

Selbstgemachtes Kartoffel-Nuss-Brot

Für einen Laib Brot benötigt ihr:

♥ 500 g (Vollkorn-)Mehl nach Wahl

♥ 500 g Kartoffeln

♥ 1 Tüte Trockenhefe (achtet am besten darauf, dass die Hefe ohne Emulgator auskommt, da dieser oft nicht vegan ist)

♥ 200 g gemahlene Haselnüsse

♥ 100 g Walnüsse

♥ 100 g Haselnüsse

♥ 200 ml Wasser

♥ 2 EL Olivenöl

♥ 15 g Salz

♥ Optional etwas Sesam, Mohn, Leinsamen und/oder Sonnenblumenkerne zum Bestreuen

Zubereitung:

1. Kartoffeln gar kochen, schälen und dann kleinstampfen, als wollte man Kartoffelpüree herstellen

2. Kartoffelmasse mit allen weiteren Zutaten außer den Körnern/Samen zu einem homogenen Teig verkneten. Das kann durchaus seine 10 Minuten in Anspruch nehmen. Abgedeckt an einem halbwegs warmen Ort für 45 Minuten ruhen lassen.

3. Eine Kastenform (meine hat die Maße 34 x 12 cm) einfetten und den Teig darin verteilen. Nach Belieben mit Körnern bestreuen und anschließend den Laib einmal längs mit einem Messer einritzen.

4. Das Brot ca. 50 Minuten bei 200-220 Grad backen lassen. Nach 35 Minuten war das Brot bei mir gut braun, aber noch nicht „durch“. Wenn ihr den Laib mit einem Stück Alu-Folie bedeckt, wird es nicht dunkler, aber kann noch weiterbacken. Seitdem ich das weiß, muss ich beim Backen keine Entscheidung mehr zwischen „noch weich“ oder „schwarz“  treffen ;)

5. Noch warm vorsichtig aus der Kastenform nehmen und auskühlen lassen.

4 Gedanken zu „Selbstgemachtes Kartoffel-Nussbrot

  1. Nini

    mmh das sieht ja zum Anbeißen aus! Ich liebe Nüsse im Brot. Das probier ich bestimmt mal aus nachzubacken. Ich lass es dich wissen, wenns soweit ist, wie es schmeckt ;)

    LG,

    Nini

    Antwort
  2. Sara

    Gruesse aus den USA! Ich werde heute mein erstes hausgemachtes Kartoffel-Walnussbrot machen. Ich vermisse dieses Brot, welches man in den USA nicht kaufen kann. Deshalb werde ich mir es selber backen. :)
    Sara

    Antwort
    1. Zehlendorfmädchen Autor

      Hallo Sara,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Von einigen Freundinnen, die eine Weile in den USA gelebt haben, habe ich schon gehört, dass es mit Brot etwas „mau“ aussieht (wenngleich natürlich dafür das vegane Angebot viel größer ist – ein fairer Ausgleich). Lebst du denn dauerhaft in den Staaten?
      Ich wünsche dir jedenfalls ein gutes Gelingen und hoffe, dass das Rezept deine Lust auf Brot stillen kann :)

      Liebe Grüße
      Natalie

      Antwort

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