Die weltbeste Spinatlasagne

Am Wochenende habe ich zwecks Resteverwertung – Lasagneplatten und TK-Spinat sollten dran glauben – eine Spinatlasagne zubereitet. Normalerweise bin ich kein besonderer Fan von Spinat-Nudel-Kombinationen, auch wenn ich Spinat in jeglicher sonstigen Form total liebe. Spinatpizza zählt beispielsweise zu meinen absoluten Leibspeisen.

Auf jeden Fall rechnete ich eher mit einem „So lala“-Ergebnis und wurde dementsprechend vom tollen Ergebnis vom Hocker gehauen. Die Konsistenz war so schön saftig und die Kruste hatte ihren Namen wirklich verdient. Während es sich bei der Füllung um eine Eigenkreation handelte, griff ich zum Überbacken auf diese Gratinsauce zurück – was für eine glückliche Entscheidung, sie wurde sogar schön braun, ich habe nur ein paar winzige Veränderungen vorgenommen! UND: Sie schmeckte sogar irgendwie nach Käse. Oder eigentlich besser…

Falls ihr die Lasagne nachkochen wollt, tut euch aber einen Gefallen und befasst euch nicht mit der Kalorienmenge, ja? Zugegeben, es ist wirklich kein Essen, dass häufig auf dem Speiseplan stehen sollte (es sei denn natürlich, man speckt die Variante ab – haha, was für ein Wortwitz in einem veganen Blog), aber Ausnahmen darf man ja mal machen. Ich koche normalerweise auch eher fettarm.

Bevor es gleich zum Rezept geht, hier noch ein kleiner Hinweis: Für den Fall, dass ihr Vampire in der Verwandtschaft habt (oder abends noch etwas vorhabt) könnt ihr die Knoblauchmenge natürlich auch reduzieren oder ihn ganz weglassen. Die Höhe der verwendeten Knoblauchmenge spiegelt nur meine eigene Vorliebe für die kleine Knolle wider, der ich immer dann fröne, wenn ich mich das ganze Wochenende ohnehin mit komplizierter Studienliteratur in der Wohnung verbarrikadiere. Aber jetzt mal genug der Vorworte…

Die weltbeste Spinatlasagne

Für eine große Auflaufform 34 x 20 (4-6 Portionen) benötigt ihr:

Für die Füllung:

♥ 1200 g Spinat

♥ 300 ml pflanzliche Milch

♥ 375 ml pflanzliche Sahne

♥ 3-4 Knoblauchzehen

♥ ca. 1/2 TL Salz (Abschmecken! Gerade beim „Salzgeschmack“ gibt es große Unterschiede)

♥ ca. 1/3 TL Pfeffer

Für die Lagen:

♥ ca. 15 Lasagneplatten

Für die Gratinsauce:

♥ 300 ml pflanzliche Milch

♥ 100 ml Rapsöl

♥ 2 EL Zitronensaft

♥ 2 TL Speisestärke

♥ 3 TL Hefeflocken

♥ 2 TL Gemüsebrühe

♥ 1 EL mittelscharfen Senf

♥ 2-3 Knoblauchzehen

Zubereitung:

1. Falls ihr, so wie ich, TK-Spinat nehmt, holt diesen am besten ein paar Stunden zuvor aus dem Gefrierschrank und gebt ihn in eine Schale, damit er schon einmal antaut und das Kochen nicht so lang dauert, das spart Energie.

2. Gart den Spinat bei mittlerer Hitze (Wenn euer Spinat schon vollkommen aufgetaut ist, könnt ihr euch das Kochen zum Auftauen natürlich sparen). Im Topf ist nun einiges an Wasser. Schüttet dieses weg und lasst den Spinat in einem feinmaschigen Sieb sehr gut abtropfen. Wenn sich unter dem Spinat von selbst kein Wasser mehr sammelt, drückt von oben mit eurer Hand ins Sieb rein. Es kommt dann noch einmal einiges an Wasser raus. Staubtrocken bekommt ihr den Spinat natürlich nicht, das ist auch nicht das Ziel, aber der Spinat darf nicht mehr wässrig sein, sonst ist es die Lasagne am Ende auch.

3. Gebt nun den Spinat in einen Topf bei mittlerer Hitze und fügt sofort die pflanzliche Sahne hinzu. Knetet/rührt diese schön unter den Spinat, lasst alles weiterköcheln und schüttet anschließend die Pflanzenmilch hinzu. Schält und hackt/presst den Knoblauch, gebt ihn ebenfalls in den Topf. Lasst die Spinatsauce so lange unter gelegentlichem Rühren köcheln, bis die Flüssigkeit ein wenig einreduziert ist und eine cremige Konsistenz entsteht. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken, noch kurz weiterköcheln lassen, dann vom Herd nehmen.

4. Schichtet nun 3 Lasagne-Lagen in die Form. Beginnt dabei mit den Lasagneplatten und endet mit der Spinatfüllung.

5. Für die Sauce schält den Knoblauch, zerkleinert ihn grob und gebt ihn in ein hohes Gefäß. Fügt alle anderen Zutaten hinzu und mixt alles mit einem Pürierstab gut durch, bis eine homogene Sauce ohne Klümpchen entsteht. Achtung: „Spritzalarm“! Es empfiehlt sich, eine Schürze zu tragen und auf kleiner Stufe zu mixen.

6. Übergießt die Lasagne mit der Sauce, gebt sie bei ca. 200° für 30 Minuten in den Backofen (habe einen Ofen mit Ober- und Unterhitze) bzw. einfach so lange, bis die Gratinsauce schön gebräunt ist.

7. Verteilt die Lasagne auf Tellern und lasst es euch schmecken.

3 Gedanken zu „Die weltbeste Spinatlasagne

  1. Denise

    Hey Natalie!
    Ich hab heute die Spinatlasagne nachgekocht und bin süchtig! Spinat-Pasta-Gerichte sind mir meist auch zu fad, aber dieses Rezept ist wahnsinnig lecker! Ich habe 500g frischen Spinat und 500g veganen TK-Rahmspinat genommen statt des TK-Blattspinats. Bestens!
    Die Gratinsoße ist unfassbar toll und wird es jetzt bestimmt auf all meine zukünftigen Aufläufe und Ofengerichte schaffen!!! :)
    Durch sie wird diese Lasagne zum Gedicht <3 Danke!
    LG Denise

    Antwort
    1. Miss Diamond Autor

      Liebe Denise,
      wow, das freut mich riesig, dass dich das Rezept überzeugt hast und du nach dem Aufwand satt und zufrieden warst :) Ganz vielen Dank für das tolle Feedback <3 und einen guten Start in die neue Woche!!

      Alles Liebe
      Natalie

      Antwort
  2. Pingback: Herbstliche Gemüselasagne | Essen. Leben. Leben lassen.

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