Yoga – Ersteindruck und kleine Hindernisse

Am Sonntag war es soweit: Ich war auf dem Tag der offenen Tür einer Yogaschule. Mit Probestunde! Und so viel vorweg: Es war toll und ich möchte auf jeden Fall mit Yoga anfangen.

Das Studio selbst ist ganz klein, wirkt familiär, das ist mir irgendwie wichtig, ich mag diese „Abfertigungsbetriebe“ nicht. Die meisten Fitnessstudios sind mir aus genau diesem Grund ein Graus. 100 schwitzende, gaffende Körper in einem Raum. Never! Aber das ist natürlich sowieso ganz was anderes als Yoga…

Bevor es mit also losging, wurden die „Neugierigen“ , die nacheinander eintrudelten, erstmal mit einer schönen Tasse Tee begrüßt. Bei der Yogastunde selbst waren wir dann in etwa 10 Personen und wesentlich mehr hätten in den Raum wohl auch nicht unbedingt reingepasst. Er war sehr angenehm „eingerichtet“ und ausgestattet, nur hätte er für meinen Geschmack ein paar Grad wärmer sein können.

Da ich noch ganz am Anfang bin, kann ich gar nicht so genau benennen, was ich da gemacht habe. Ein bisschen Entspannung, ein bisschen Meditation, ein paar Asanas würde ich sagen, aber wie die genau hießen, weiß ich nicht.

Ich habe gemerkt, dass die Atmung für mich manchmal verwirrend ist. Kontraintuitiv. Wenn ich einatmen würde, wird ausgeatmet und umgekehrt, dafür ist relativ viel Konzentration notwendig. Manchmal hing ich dann so an der Atmung fest, dass ich gar nicht mehr mitbekommen habe, wie der Bewegungsablauf weitergeht, aber der Yogalehrer hat einen (also alle) zum Glück immer wieder korrigiert.

Gedanklich ging es besser als ich dachte, ich hatte ein paar Befürchtungen, dass ich irgendwie die falsche „Lebenseinstellung“ für Yoga habe. Sehr rational. Naturwissenschaftlich. Hinterfragend. Gar nicht spirituell. In keinster Weise mit der Materie vertraut usw. Ich habe es einfach so interpretiert, wie es für mich passte. Dass die „Energie“, die in meinem Körper ist, von mir, meiner Psyche kommt, wenn ich mich entspanne, es mir dadurch besser geht und nicht von irgendwoher. Ich weiß nicht, ob das „richtig“ war, aber ich denke, darum geht es gar nicht. Hauptsache, ein Zugang ist da. Da möchte ich mich nicht in Gedanken verlieren, das baut nur dort Stress auf, wo er eigentlich abgebaut werden soll.

Genrell war die Stunde viel zu schnell vorbei und ich empfinde es als sehr angenehm, dass ich mich danach nicht überlastet oder verspannt gefühlt habe (das kam erst, nachdem ich UNZÄHLIGE Bücher vom Flohmarkt nach Hause geschleppt habe, die ich für je einen Euro ergattert habe). Lediglich meine Rippenmuskulatur habe ich nach einem Tag minimal gespürt. Das „om“-en am Schluss war noch sehr ungewohnt und fühlte sich im Gegensatz zum Rest eher „fremd“ an. Dementsprechend ist es auch kein Wunder, dass ich mich nur auf meinen nach Rasenmäher klingenden Nachbarn konzentrieren konnte. Ich hoffe, diese Assoziation lässt nach, wenn ich mich ein bisschen eingefunden habe. Trotz dieser kleinen Ernüchterung zum Schluss habe ich die Stunde aber sehr genossen und mich am Ende des Tages gleich zu einem Kurs angemeldet (der hoffentlich zustande kommen wird, drückt mir die Daumen, ja?).

Zum Schluss fand noch eine kleine Vorführung in Acro-Yoga statt, die wirklich beeindruckend war. Schon klar, dass es dabei wahrscheinlich wesentlich mehr um extreme Körperbeherrschung als um Stressabbau geht (was für mich gerade Priorität hat), aber gut, das eigene Körperbewusstsein spielt da sicherlich eine nicht unerhebliche Rolle, um so etwas zu meistern. Außerdem waren glaube ich die „Basics“ tatsächlich Yoga-Positionen, so genau konnte ich das aber nicht sagen. Bestimmt hat da aber jemand von euch den Durchblick und kann mich aufklären…

 

 

2 Gedanken zu „Yoga – Ersteindruck und kleine Hindernisse

  1. Liath

    Ich starte nächste Woche auch einen Yogakurs und freue mich schon sehr darauf. Allerdings in einem Fitnessstudio, weil ich gleichzeitig noch etwas Krafttraining und Wirbelsäulengymnastik brauche. :(
    Atemübungen finde ich generell auch sehr schwierig, ich habe inzwischen aufgegeben, da meinen Atem zu einem gänzlich anderen Rhythmus zwingen zu wollen.

    Antwort
    1. Zehlendorfmädchen Autor

      Dann wünsche ich dir mal ganz viel Spaß beim Yoga und alles gute für deinen Rücken… :)
      Hm ja, ich weiß halt noch nicht genau, welche „Funktion“ die jeweiligen Atmungen haben. Normalerweise denke ich ja, dass der Körper es schon automatisch so macht, wie es gut für ihn ist, andererseits hat man ja auch manchmal einfach „schlechte Angewohnheiten“. Mal sehen, ob das noch besser wird. Aber es bringt natürlich auch nichts, sich zu sehr zu stressen, das wäre ja nicht gerade der Sinn von Yoga. ;)

      Antwort

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