Selbstgemachte Gnocchi mit Champignon-Sahne-Sauce

Typisch Student_innen! Da sollte man sich EIGENTLICH auf den Rest des Semesters vorbereiten, Texte lesen oder Unterlagen sortieren, doch stattdessen stellt man sich in die Küche und kocht ein unheimlich zeitaufwendiges Essen. Klaro. Man hat ja sonst nichts zu tun *tumdidum*. Aber hey, der Aufwand hat sich wirklich gelohnt, denn die Gnocchi waren unheimlich lecker. Ich habe mich dabei sogar mal ausnahmsweise ans Rezept gehalten. Früher konnte ich den „Mini-Kartoffelklöpschen“ übrigens so gar nichts abgewinnen. Das lag daran, dass ich nur die aus der Packung kannte und ich finde, ganz unabhängig von der Marke, haben die alle einen seltsamen Nachgeschmack und eine unangenehme Konsistenz. Die selbstgemachten waren um Längen besser. Und falls es euch gerade geht wie mir: Da es ja heißt, dass man immer wenn man eigentlich lernen müsste lieber die Wohnung putzt, beinhaltet dieses Gericht noch einen Extra-Bonus, denn die Küche erinnert nach der Zubereitung ein bisschen an ein Schlachtfeld (das große Chaos ist nicht im Bild, aber vielleicht könnt ihr es ja erahnen) und möchte definitiv gerne von Mehlspuren und Kochtöpfen befreit werden.

Viele kleine Gnocchi

Viele kleine Gnocchi

Aber bevor ich euch jetzt noch vollkommen verschrecke, hier mal das Rezept :

Der Aufwand hat sich gelohnt!

Der Aufwand hat sich gelohnt!

Für 4-6 goßzügige Portionen benötigt ihr:

Für die Gnocchi:

♥ 1 kg vorwiegend festkochende Kartoffeln

♥ 500g Mehl (ich habe 550er genommen)

♥ 100 g Hartweizengrieß

♥ 1-1,5 TL Salz (abschmecken!)

Für die Champignon-Sahne-Sauce:

♥ 600 g Champignons

♥ 200 ml Wasser

♥ 2 Zwiebeln

♥ 3 große Knoblauchzehen (nur wer mag, ich finds besser mit)

♥ 6 EL veganen Balsamico-Essig

♥ 300 ml pflanzliche Sahne

♥ 1/2 TL Pfeffer

♥ 3/4 TL Salz

♥ 1/2 Bund Petersilie

♥ 2 EL Öl

Zubereitung:

1. Kartoffeln gar kochen, pellen, in eine Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer zerdrücken oder eine Kartoffelpresse nehmen, falls ihr eine habt. Zusammen mit dem Mehl, dem Grieß und dem Salz zu einem glatten Teig verrühren. (Zunächst hat man das Gefühl, es wäre viel zu viel Mehl, aber das wird!). Den Teig etwas ruhen lassen (wie lang genau steht nicht im Originalrezept, das letzte Mal wars eine Stunde, heute nur 15 Minuten, weils schon so spät war, hat aber beides funktioniert).

2. In der Zwischenzeit die Zwiebeln und den Knoblauch Schälen, in kleine Stücke schneiden bzw. feinhacken, Champignons waschen und kleinschneiden (evtl. vorher die Stiele entfernen, falls sie hölzern sind). Petersilie ebenfalls waschen, von den harten Stängeln befreien und kleinschneiden.

3. Nun kleinere Teigkugeln vom Teig abzwacken und zu etwa daumendicken Rollen formen. Diese in Gnocchi-große Stücke schneiden und evtl. mithilfe einer Gabel mit den typischen Rillen versehen (dort setzt sich nämlich die Sauce besser fest). Kurz bevor ihr fertig seid am besten schonmal eine großen Topf mit Wasser aufsetzen (meiner ist riesig, aber es sind so viele Gnocchi, dass ich trotzdem zwei „Ladungen“ hatte). Wenn dieses kocht, Salz und so viel Gnocchi, wie eben reinpassen (kein Gequetsche!) hineingeben. Wenn die Gnocchi an der Wasseroberfläche schwimmen, sind sie fertig. Mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und noch kurz in einem Sieb abtropfen lassen.

4. Während die Gnocchi kochen, das Öl in eine tiefe Pfanne geben. Wenn es heiß ist, die Zwiebeln hineingeben, kurz anbraten und die Champignons dazugeben. Nach kurzer Zeit mit dem Wasser ablöschen. Ca. 5 Minuten unter gelegentlichem Rühren köcheln lassen. Anschließend den Knoblauch, die Sojasahne und den Essig hinzufügen und weitere 5 Minuten unter gelegentlichem Umrühren köcheln lassen. Ist euch die Sauce noch zu flüssig, lasst ihr sie entweder noch etwas länger auf dem Herd (aber achtet auch die Konsistenz der Pilze, die sollen ja nicht zerkocht sein) oder bindet sie. Ich empfehle dazu, ein bisschen Kartoffel in die Sauce zu reiben, denn Speisestärke setzt sich auch in gesiebtem Zustand gerne an den Pilzen ab und das gibt unschöne Klümpchen, die nicht gerade lecker sind, wenn man auf sie draufbeißt. Glaubt mir, ich spreche leider aus Erfahrung. Zum Schluss die Petersilie sowie Salz und Pfeffer hinzufügen und nochmals umrühren. Die Gnocchi auf den Tellern anrichten, großzügig die Sauce darüber verteilen und genießen!

Guten Appetit!

Achja: falls ihr euch noch fragt, warum ich Essig in die Sauce gebe: Ich finde die leicht säuerliche Note sehr ansprechend, die sonst häufig durch Weißwein erzeugt wird. Da ich Wein aber quasi nicht pur trinke, finde ich es höchst unpraktisch, immer eine Flasche parat haben zu „müssen“, um einen kleinen Schuss ins Essen zu geben, denn dann wüsste ich nicht, was ich mit den Resten machen sollte und ich möchte ja auch meinen Freund nicht zum trinken verleiten/animieren ;). Probiert einfach vorsichtig aus, wie das für euch passt, nehmt ggf. etwas weniger oder mehr, weißen Balsamico oder eben doch Weißwein. Wie ihr mögt, ihr seid die Könige und Königinnen in euren Küchen :)

Wir haben übrigens nicht alles heute zu Zweit aufgefuttert. Montag gibts Reste: Yeeeah!

Ein Gedanke zu „Selbstgemachte Gnocchi mit Champignon-Sahne-Sauce

  1. Pingback: Kürbisgnocchi mit Walnuss-Salbei-Butter | Essen. Leben. Leben lassen.

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