„Gute Vorsätze“ für 2013

Normalerweise halte ich ja nicht sonderlich viel von „guten Vorsätzen“, die man zum Jahresende nochmal schnell fürs gute Gefühl auskramt, die aber spätestens ab der zweiten Januarwoche ad acta gelegt werden. Nun bin ich allerdings inzwischen seit zirka einem halben Jahr Veganerin und daher finde ich, ist es nun ein guter Zeitpunkt, mal ein bisschen zu optimieren. Folgendes habe ich mir vorgenommen (noch nicht zwangsweise vollständig, mir fallen nach und nach immer mehr Punkte ein, andere verändern sich auch wieder; außerdem nicht nach Priorität geordnet)

1. Jede Woche mindestens ein neues Rezept ausprobieren

Eigentlich ist es nicht wirklich mein Stil, mein Essen „streng“ nach Kochbuch zuzubereiten. Zitronengras habe ich meist nicht spontan zu Hause und überhaupt sind mir dir Zutatenlisten meist viel zu lang. Trotzdem. Mit meiner Entscheidung „ab jetzt“ vegan zu leben haben so viele neue Kochbücher Einzug in mein Bücherregal gehalten (ich liebe es, Kochbücher durchzublättern), dass es wirklich schade wäre, wenn sie verstauben würden. Also werde ich 2013 ordentlich die Kochlöffel schwingen.

2. Konsum überdenken

Bestimmt geht es euch auch so: Manche Produkte kauft man nur, weil sie vegan sind. Z.B. das Pulvereis, das seit vier Monaten in meinem Regal aufs Anrühren mit Sojamilch wartet oder das Puddingpulver, an dem ich früher vorbei gegangen wäre, das ich aber gekauft habe, weil ich so begeistert war, dass es das im normalen Supermarkt gibt. Das Süßigkeitenregal war nach einem Besuch im veganen Supermarkt immer übermäßig gefüllt. Es geht aber auch um Fertig-Frühlingsrollen oder Veggi-Schnitzel. Manche Produkte werden einfach nicht besser, nur weil sie vegan sind. Klar, wir sind froh, dass sich das vegane Angebot erweitert, dass wir inzwischen genauso ungesund leben können wie Omnis. Doch auch, wenn meine Ernährungsumstellung vor allem aus ethischen Gründen erfolgte, wollte ich außerdem gesünder leben. Eben mir noch mehr Fertigkram verkneifen, weniger Schrott in mich reinschaufeln. Manchmal glaube ich aber, abgesehen davon, dass ich früher alles mit Käse überbacken habe, habe ich als Vegetarier gesünder gelebt. 2013 möchte ich also wieder bewusster konsumieren, mehr in mich hineinhören und nach den Gründen fragen, warum ich etwas kaufe. Heutzutage muss in Deutschland sicherlich kein Veganer mehr verhungern, in Berlin schon gar nicht. Mir steht es frei, zu essen, was ich möchte. Und (Memo an mich selbst) das ist eher Gemüse, Getreide, Tofu und Obst als Fertigpudding aus Pulver.

3. Versuchen, so viel wie möglich selbst zu machen

Eigentlich versuche ich auch jetzt schon, möglichst viel selbst zu machen. Doch an manche Sachen habe ich mich bislang noch nicht rangewagt. Z.B. an Seitan (dabei soll das gar nicht so schwer sein), an Nusskäse oder an Gemüsebrühe. Doch in Zukunft soll sich dass ändern, denn nur bei den Dingen, die man selbermacht, kann man sich sicher sein, was da wirklich drin und dran ist.

4. Einen Monat lang auf Zucker verzichten

Während ich früher eine richtige Naschkatze war und mich zeitweise quasi nur von Schokoriegeln und Eiscreme ernährte bedeuten mir Süßigkeiten heutzutage eigentlich nicht mehr so viel. Wenn nicht gerade Weihnachten ist, halte ich mich eigentlich ziemlich zurück. Mir geht es vor allem um den ganzen versteckten Zucker im Müsli, Ketchup und Co. Aber da ich ja ohnehin noch mehr selber machen möchte, sollte das halbwegs gut gelingen. Weißen und braunen Zucker möchte ich also für einen Monat komplett streichen, Agavendicksaft oder Ahornsirup nur in Maßen verwenden, Obst aber weiterhin konsumieren.

5. Bye bye Palmöl

Dass Palmöl umweltschädigend ist, hat sich inzwischen rumgesprochen, doch leider ist es in vielen Kosmetika und Lebensmitteln enthalten. In Zukunft werde ich also versuchen, Produkte mit Palmöl nicht mehr zu kaufen. Gänzlich vermeiden lässt sich das vermutlich leider nicht, da nicht immer deklariert ist, worum es sich beim „pflanzlichen Fett“ genau handelt. Doch auch hier gilt wieder: Je mehr ich selbermache, desto höher ist meine Kontrolle. Wenn ich Pesto oder Brotaufstriche zubereite, verwende ich Raps- oder Olivenöl.

6. Goodbye Plastik

Wenn ich die ganzen „Enthüllungen“ über Weichmacher und Co. in Plastik lese, bekomme ich Fluchtreflexe. Leider haben sich in meiner Küche inzwischen einige Utensilien aus Kunststoff angesammelt, die ich sukzessive austauschen möchte. Mir sind auch schon des Öfteren Pfannenwender und Löffel in der Pfanne „angeschmolzen“ und das kann wirklich nicht gesund sein. In Zukunft werde ich also auf Bambusutensilien zurückgreifen, Schüsseln aus Kunststoff durch Glas- oder Bambusschüsseln ersetzen usw. Glasflaschen kaufen wir eh schon. Zu diesem Punkt werde ich mir sicherlich noch einige Gedanken machen.

7. Mehr Sport treiben und vom Alltag abschalten

Alles in allem ist meine Ernährung eigentlich ganz okay, Optimierungsversuche werde ich ja auch noch unternehmen (s.o.). Sport dagegen kommt momentan eigentlich viel zu kurz, nach der Uni oder der Arbeit habe ich meistens einfach keinen Nerv mehr, das Haus zu verlassen und das Wetter ist ja auch so doof. Ab sofort gelten diese Ausreden nicht mehr, denn selbst in den eigenen vier Wänden muss man nicht nur auf dem Sofa hocken. Gewisse Gymnastikübungen, Hanteltraining und Co. lassen sich problemlos auch im Winter ausführen. Ich erhoffe mir zum einen natürlich mehr Fitness, zum anderen würde ich auch gerne ruhiger werden und vom Alltag abschalten können. Daher möchte ich auch endlich mal mein Yoga-Buch einweihen, dass seit mindestens einem halben Jahr traurig im Bücherregal steht und auf seinen Einsatz wartet.

So, und jetzt wünsche ich euch einen schönen Silvesterabend und einen guten Rutsch ins neue Jahr!!

9 Gedanken zu „„Gute Vorsätze“ für 2013

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