Lasst Kuchen sprechen ;)

Wahrscheinlich kennt ihr das: Ihr habt omnivoren Freunden oder Vegetariern schon mindestens 30 mal erklärt, dass ihr auch als Veganer auf keinen Genuss verzichten müsst. Dass Veganer sein nicht bedeutet, alle Leckereien aus dem Leben zu streichen und fortan nur noch an Salatblättchen kauen zu können oder manche Dinge nachzuahmen, aber dann mit unbefriedigenden Abklatschen auskommen zu müssen. Manche werden gleich eine ungläubige Haltung einnehmen und diese zum Ausdruck bringen, andere nicken vielleicht aus Höflichkeit, sind aber im tiefsten Innern doch eher misstrauisch.

Daher ist es mir ganz ganz ganz besonders wichtig, ihnen zu beweisen, wie schmackhaft auch oder gerade veganes Essen sein kann, wenn sich mal die Gelegenheit dazu bietet. In solchen Fällen gehe ich auf Nummer sicher und bereite nur Speisen vor, die ich schon zuvor ausprobiert und für super lecker befunden habe. Für mich wäre es eine Katastrophe, mit etwas nicht gelungenem vor den anderen Leuten zu stehen, weil es dann nicht nur auf dieses eine Essen zurückfallen würde, sondern garantiert auf die gesamte vegane Küche.

Heute hat sich mal wieder die Gelegenheit geboten, einen kleinen Auszug aus meinem veganen Repertoire darzubieten. Eigentlich etwas ganz einfaches, aber wir alle wissen: Mit Kuchen „kriegt“ man jeden, auch den größten Skeptiker. Da ich heute meinen letzten Arbeitstag in meiner Firma habe, habe ich heute „cake for breakfast“ mitgebracht. Bei dem Rezept handelt es sich um einen Bananenkuchen aus dem Buch The Joy of Vegan Baking, das ich hier ja schon kurz vorgestellt habe. Der Kuchen hat sich schon des Öfteren bewährt und kam z.B. auch bei meiner Familie sehr gut an, sodass ich mich auch dieses Mal für dieses Rezept entschieden habe.

Und was soll ich sagen…? Ich, bzw. eher der Kuchen, erntete von allen Seiten Lob. Viele haben mich wie Autos angeschaut und gefragt, ob der Kuchen auch WIRKLICH vegan sei. Wie der denn dann so locker sein könne und ein Kollege schlug mir sogar vor, eine Bäckerei zu eröffnen.

Sicher, höchstwahrscheinlich wird dieser Tag keine weiteren Veganer unter meinen Kollegen hervorbringen, allerdings hat es vielleicht dazu gereicht, doch ein paar Vorurteile abzubauen. Möglicherweise verbinden viele von Ihnen jetzt nicht mehr fades Diätessen, sondern schmackhafte Nahrung mit dem Wort „vegan“.

Natürlich wäre es mir lieber, wenn auch der Gedanke, der dahinter steckt mitgenommen werden würde. Wenn sich nicht alles um „schmackhaft“ oder „nicht schmackhaft“ drehen würde, aber immerhin ist es ein Schritt in die richtige Richtung, Toleranz und Aufmerksamkeit zu schaffen.

Das Kuchenrezept (oder besser gesagt: eine Variation davon) werde ich übrigens auch noch veröffentlichen…

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