Brunch im Viasko

Nach einem ganz besonders langen und anstrengenden Arbeitstag habe ich mich letzte Woche Donnerstag dazu hinreißen lassen, einen Tisch im Viasko zu reservieren, und zwar natürlich für den berühmt-berüchtigten Wochenend-Brunch, über den ich schon so vieles Positives gelesen hatte. Und was soll ich sagen? Auch auf die Gefahr hin, dass dies der 1.009.023. Wortwitz über den Namen des Restaurants ist: Natürlich war das Essen (und auch der Service und die Location) alles andere als ein Viasko, pardon, Fiasko. Ganz im Gegenteil: Als wir um 11 Uhr ankamen, lächelte uns schon ein riesiges, reichhaltiges Buffet an und als dies kurz darauf eröffnet wurde, ließen wir uns das nicht zweimal sagen. Wir hatten Glück, einen strategisch günstigen Platz direkt neben diesem ergattert zu haben, denn trotz des schönen Wetters haben wir uns für einen Platz im Restaurant entschieden, da ich für draußen einfach ein bisschen zu kühl angezogen war.

Nunja, zurück zum Essen. Als ich dann vorm Buffet stand, war ich von so viel Angebot vollkommen geflasht. Es gab einfach alles: Diverse Brotsorten, Müsli, Sojamilch und -joghurt, frisches Obst, viele verschiedene Brotaufstriche (zu meiner großen Freude war auch Hummus dabei – ich liiiiebe Hummus!!), bestimmt 20 verschiedene Salatvariationen (Caprese, Linsensalat mit Tempeh, Kartoffelsalat, Lauch-Salat, Glasnudelsalat, Kichererbsensalat uvm.), eingelegter Seitan, gebratenes Gemüse, „Schnitzel“ und ich als kleines Leckermäulchen habe mich natürlich ganz besonders über die drei himmlisch guten Kuchen (Schoko, Mandarinen-Vanille und eine dritte Sorte, die beim besten Willen nicht mehr reingepasst hat) und über leckeren Grießpudding gefreut. Mensch, ich bekomme schon wieder Hunger, ihr auch?

Leider, leider, leider, bin ich, was Buffets anbelangt, ein kleiner Schwächling. Ich sehe die ganzen leckeren Sachen und möchte am liebsten von allem kosten, aber spätestens nach dem zweiten Teller meldet sich mein Magen mit Kopfschütteln bei mir. So war es auch diesmal: Nach dem zweiten Teller war Schluss bei mir, mein Freund schaffte aber auch nicht viel mehr. So sind wir leider bereits an den lecker aussehenden Pancakes gescheitert und das Mittagessen, das wohl auch noch kommen sollte, haben wir gänzlich verpasst.

Manche Leuten schien es auch wohl ein wenig zu herzhaft zu sein, so zeigte sich das Mädchen neben mir fast ein wenig enttäuscht von der riesigen Salatauswahl, die im Verhältnis zu sagen wir, Marmelade, schon dominierte. Aber ich fand es gerade deshalb klasse, denn so ist es etwas Besonderes, was man eben nicht jeden Tag bekommt. So war auch der Preis von momentan 12 Euro wirklich mehr als gerechtfertigt.

Es wird also garantiert nicht der letzte Ausflug ins Viasko gewesen sein, ob nun zum Brunch oder auch mal zum Abendessen, denn auch die reguläre Speisekarte klingt sehr verlockend. All denjenigen, die in oder um Berlin herum wohnen oder hier zu Besuch sind, sollten hier unbedingt mal vorbei schauen. Übrigens gilt diese Empfehlung nicht nur für Veganer oder Vegetarier, sondern eigentlich für alle. So fiel auf, dass auch die Generation 50+ vertreten war, meist in Begleitung jüngerer Leute (ich nehme an: Kinder, Enkel, etc.), die dann auch gleich Aufklärungsarbeit leisteten und erklärten, was Tempeh, Seitan und Co. sind. Auch mein Freund schlug vor, mal mit unseren Eltern dort essen zu gehen.

Übrigens fehlt in diesem Post leider das „obligatorische Foto“, wie euch wahrscheinlich schon aufgefallen ist, denn ich habe meine Cam leider zu Hause liegen lassen. Wer aber neugierig ist und gerne wissen möchte, wie so ein Buffet im Viasko aussieht, findet bei Facebook oder auf der Homepage einige visuelle Eindrücke.

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